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In den Kollektionen der Steirerin Lena Hoschek spiegelt sich ihre Leidenschaft für Filmstars der 50er-Jahre...
Wien - Lena Hoschek, die Grazer Designerin, die mit ihrem weiblichen Retro-Stil Frauen "richtig Frau sein" lassen will, ist jetzt eine halbe Wienerin: Am 26. April hat die Modemacherin, die 2006 mit 24 Jahren ihr eigenes Label gegründet hat, mit einem Cocktailempfang ihren neuen Firmensitz in Meidling eingeweiht. "Graz und Wien teilen sich meine Liebe", meinte die Designerin anlässlich der Eröffnung.
Lange Mode-Tradition
An der Adresse Längenfeldgasse 27, die jetzt unter anderem Lena Hoscheks Atelier beheimatet, hat Mode eine lange Tradition: Das vom Architekten Ernst Epstein 1922/23 errichtete Industriegebäude an der Ecke zur Flurschützstraße wurde einst für die Strickwarenfabrik P.M. Glaser gebaut. "Wien ist meine zweite Lieblingsstadt. Ich habe auch hier studiert", sagte Hoschek, Absolventin der Wiener Modeschule Hetzendorf. Graz sei Heimatstadt und weiter Hauptwohnsitz, Wien "meine liebste Metropole" und Sitz der GmbH.
Die fast 500 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten auf zwei Etagen, die zuletzt schon recht heruntergekommen waren, hat Lena Hoschek nach einigen Grundrenovierungsarbeiten durch den Hausherren mit viel Eigeneinsatz adaptiert. "Deshalb sehen meine Hände so grauslich aus. Für die Einrichtung habe ich nur knapp einen Monat Zeit gehabt." Viel dunkles Holz - wuchtige Tische, Wandtäfelungen, im Eck' ein Sekretär - und stilechte Accessoires wie bunte Hutschachteln machen den Gang durchs Atelier, in dem künftig Kundinnen nach Terminvereinbarung empfangen werden, zu einer Zeitreise.
Hommagen an das Pin-up-Girl
Wie ihre Kollektionen reflektieren die Räumlichkeiten die Leidenschaft der Steirerin für Filmstars der 50er-Jahre, überliefertes Handwerk und nostalgische Muster. Die Assistenzzeit im Londoner Studio der britischen Punk-Mode-Queen Vivienne Westwood hat aber auch Spuren hinterlassen: in Form von peppigen Details und einer Vorliebe für Rock-Chic und Tattoos. Die Kleider sind sexy Hommagen an das Pin-up-Girl, die mit einem Schuss Ironie und der Betonung von Busen und Taille weibliche Kurven in der schmeichelnden Sanduhrform, mit Tülllagen und schwingenden Röcken zur Geltung bringen.
"Ich habe endlich eine Schneiderei, die groß genug ist, um lange Trachten- und schöne Hochzeitskleider zu machen", schwärmte Hoschek. Ihr Anliegen sei "die ganz hochwertige Maszschneiderei, altmodisch mit 'sz'". "Hochzeitskleider machen am meisten Spaß, abgesehen von den Kollektionen. Es macht Freude, für jemanden ein Kleid zu entwerfen, der verliebt ist. Das ist eine der dankbarsten Aufgaben."
Blutstropfen im Logo
Heiraten sei aber "fast schon unromantisch geworden. Ich bin bekanntlich Nostalgikerin und sehr altmodisch und damit gar nicht einverstanden." Deshalb bietet sie Details wie handgestickte Initialen - "alles, was man, wenn man heiratet, sonst vergeblich sucht". Lena Hoschek ist mit Herzblut bei der Sache. "Früher habe ich sogar einen Blutstropfen von mir ins Logo eingestickt. Man sticht sich ja sowieso immer." (red/APA, 27.4.2012)
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Also, die Schreibweise SZ statt dem ß ist der Ersatz dafür, dass es das ß (bis vor kurzem) nicht als Großbuchstaben gab. Die Schreibweise im Artikel (in Kleinbuchstaben) ist also falsch.
Was Lena Hoschek meint, ist der Umstand, dass Geschäfte oftmals in Großbuchstaben überschrieben waren und dabei eben das SZ verwendet wurde.
Lektoren und Schriftsetzer nicht mehr zu beschäftigen führt zuweilen auch nicht gerade zu besseren Ergebnissen, lieber Standard.
Dass in versal geschriebenen Plakaten und Firmenschildern immer wieder ein ß auftaucht statt des Doppel-s, ist schlicht falsch und hässlich.
MAßSCHNEIDEREI ist falsch und schaut grauenhaft aus, MASZSCHNEIDEREI ist nicht viel besser und MASSSCHNEIDEREI wäre mutig, traut sich aber niemand.
Das G’scheiteste ist: auf GROSSBUCHSTABEN (und nicht GROßBUCHSTABEN) verzichten, wenn ein ß im Wort enthalten ist.
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