Uniqa führt Kapitalerhöhung durch

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    grafik: apa

Das Versicherungsunternehmen führt eine Kapitalerhöhung durch, aber nur für Altaktionäre

Wien - Der börsenotierte UNIQA-Versicherungskonzern wird noch heuer sein Kapital um 500 Mio. Euro erhöhen, als "Zwischenschritt" zum für 2013 geplanten "Re-IPO", wie der Konzern heute, Freitag, im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz ad hoc mitteilte. Diese Kapitalerhöhung werde ausschließlich den bestehenden Aktionären angeboten. Die beiden Kernaktionäre Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Austria Privatstiftung werden ihre Bezugsrechte "jedenfalls voll ausüben". Der Streubesitz liegt laut Firmencompass bei 9,5 Prozent.

Das Jahr 2011 schloss die UNIQA wegen Griechenland-Abschreibungen und Aufwendungen für die Neuausrichtung mit Verlust: Das EGT lag bei minus 325,6 Mio. Euro, nach plus 141,8 Mio. Euro, das Konzernergebnis bei minus 245,6 Mio. Euro (nach +42,3 Mio. Euro). Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, für 2011 keine Dividende auszuschütten.

Schwankende Kapitalmärkte

Im Ergebnis des Jahres 2011 seien "erhebliche Einmaleffekte" enthalten. Die Abschreibungen auf griechische Staatspapiere lagen netto bei 348 Mio. Euro, die Aufwendungen für die Neuausrichtung der UNIQA-Group - inklusive Abschreibungen auf Beteiligungen - bei 175,8 Mio. Euro. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich eine Änderung der Rückversicherungsstrategie mit 40 Mio. Euro im Ergebnis enthalten.

Aufgrund der volatilen Kapitalmärkte sei derzeit nicht absehbar, ob man zum Zeitpunkt des geplanten Re-IPO im Jahr 2013 ein attraktives Kapitalmarktumfeld vorfinden werde, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Um die sich derzeit bietenden Wachstumschancen in Zentral- und Osteuropa (CEE) jetzt nutzen zu können, werde daher die heurige Kapitalerhöhung geplant. Die dafür notwendigen Grundsatzbeschlüsse seien in der gestrigen Aufsichtsratssitzung gefasst worden.

Am Re-IPO halte die UNIQA als zentralem Bestandteil ihrer Wachstumsstrategie fest. Die Vorbereitungen seien angelaufen.

Neue "UNIQA Österreich"

Dafür soll auch die Konzernstruktur gestrafft werden. Geplant sei, dass die Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung und Collegialität Versicherung auf Gegenseitigkeit ihre Beteiligungen an der UNIQA Personenversicherung AG in der Höhe von gemeinsam 36,6 Prozent in die börsennotierte Holding UNIQA Versicherungen AG gegen Gewährung neuer Aktien an UNIQA Versicherungen AG als Sacheinlage einbringen. Zudem sollen die UNIQA Sachversicherung AG und die Call Direct Versicherung AG mit der UNIQA Personenversicherung AG als neuer "UNIQA Österreich" verschmolzen werden, die zu 100 Prozent der börsennotierten Holding gehören wird.

Das operative Kerngeschäft habe sich 2011 solide entwickelt, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Die laufenden Prämien - einschließlich der Sparanteile der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung - stiegen um 4,7 Prozent auf 5,38 (5,14) Mrd. Euro. Die verrechneten Prämien - exklusive der Sparanteile der fonds-und indexgebundenen Lebensversicherung - sanken leicht um 0,6 Prozent auf 5,35 (5,38) Mrd. Euro. (APA, 27.4.2012)

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