Toter im Wienerwald nahe Gablitz gefunden

Leiche war in Plane verpackt - Laut Obduktion erlitt Opfer massive Schläge auf den Kopf

Wien-Umgebung - Mordalarm in Niederösterreich: Am Donnerstag ist auf einer Waldfläche nahe Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung) eine Leiche gefunden worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Der Körper war in einer Plane verpackt und verschnürt, die Beine fehlten. Die Obduktion ergab, dass dem 50 bis 60 Jahre alten Mann mindestens drei massive Schläge auf den linken Scheitel mit einem stumpfen Gegenstand zugefügt worden waren, sagte Chefinspektor Leopold Etz. Die Identität der Leiche blieb auch am Freitag weiterhin unbekannt, ein Fingerspurenabgleich in der nationalen Datenbank verlief negativ.

Die Leiche wies keine Abwehrverletzungen auf. Die Beine waren unterhalb des Rumpfes abgetrennt worden. Der Todeszeitpunkt liegt laut der Untersuchung durch Gerichtsmediziner Wolfgang Denk einige Tage zurück. Die Auffindungsstelle - einige Meter unterhalb der Böschung einer Forstzufahrtsstraße zur Teufelswiese - war nicht der Tatort.

Paket mit Seil verschnürt

Ein Passant hatte den grausigen Fund gegen 12.30 Uhr gemacht. Das mit Seilen verschnürte Paket wies offensichtlich menschliche Konturen auf, weshalb er die Polizeiinspektion Gablitz verständigte.

In der Folge übernahmen Beamte der Mord- und Tatortgruppe des LKA NÖ die weitere Amtshandlung. Aufgrund des dringenden Verdachtes, dass es sich bei dem verpackten Gegenstand um einen menschlichen Körper handeln könnte, wurde die Staatsanwaltschaft St. Pölten informiert, die eine Obduktion anordnete.

Der Mann war etwa 1,7 Meter groß und 75 Kilogramm schwer. Er hatte eine Zahnprothese. Bekleidet war der Tote mit Jeanshose und Jeanshemd sowie Unterhose und Unterleibchen. Am Handgelenk trug das Opfer eine Armbanduhr der Marke Jacques Lemans.

Das LKA NÖ überprüft Abgängigkeiten, Hinweise werden an den Journaldienst unter der Telefonnummer 059133-30-3333 erbeten. (APA, 26.4.2012)

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