Als aus Grönland Island geworden ist

  • Stefan Eberharter auf der Insel Island.
    foto: apa/ jaeger

    Stefan Eberharter auf der Insel Island.

  • Auch vor Ort: Michael Walchhofer.
    foto: apa/ jaeger

    Auch vor Ort: Michael Walchhofer.

Vom Promotion-Event für die alpine Ski-WM 2013 in Schladming

Reykjavik - 1998 hatte der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit einem Skirennen in der Wüste von Dubai Werbung für die nordische WM 1999 in Ramsau und die alpine WM 2001 in St. Anton gemacht. Anno 2012 wollte der ÖSV den Promotion-Event für die alpine WM 2013 in Grönland abhalten. Doch der Himmel war entschieden dagegen.

Der Flieger mit rund 100 Personen an Bord, darunter ehemalige und aktive Skifahrer, Funktionäre, nationale und internationale Medien, konnte wegen Schlechtwetters nicht auf Grönland landen. Er blieb in der isländischen Hauptstadt Reykjavik. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel verlegte den Event, ein Skirennen, nach Island.

WM-OK-Chef Reinhold Zitz und Marketingchefin Michaela Reichel, die zwecks Aufbauarbeiten bereits in der grönländischen Hauptstadt Nuuk weilten, wurden samt Werbemitteln zeitgerecht ausgeflogen. Schröcksnadel hatte Grönland mit seiner weitgehend unberührten Natur gewählt, um einen Konnex zu den Bemühungen Schladmings, auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu setzen, herzustellen. "Wir haben Grönland aus zwei Gründen gewählt. Einerseits um mehr mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, andererseits um in einem sensiblen Land ein Umweltabkommen zu unterzeichnen."

Der ÖSV-Präsident wollte das "Projekt Grönland" vorstellen und eine Partnerschaftsurkunde mit dem dortigen Skiklub und der Stadt Nuuk unterschreiben. Die Charta wird nun erst nach der WM unterzeichnet, weil die Bürgermeisterin von Nuuk wegen des Wetters nicht zur Unterschrift nach Island fliegen konnte. (APA/red, DER STANDARD, 27.4.2012)

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