AKW-Stresstest: EU-Kommissar Oettinger lässt Vorlage im Juni platzen

Thomas Mayer, 26. April 2012, 18:35
  • Atomkraftwerke in der EU sollen nach dem Geschmack von Energiekommissar Günther Oettinger schärfer kontrolliert werden.
    foto: marcus brandt dpa/lno

    Atomkraftwerke in der EU sollen nach dem Geschmack von Energiekommissar Günther Oettinger schärfer kontrolliert werden.

Energiekommissar verlangt mehr AKW-Prüfungen vor Ort durch internationale Teams

Nach der Verabschiedung des Stresstest-Berichts für Atomkraftwerke in der EU sowie in der Schweiz und der Ukraine durch den EU-Ministerrat in Luxemburg verlangt die EU-Kommission weitere Prüfungen. Dem zuständigen Energiekommissar Günther Oettinger reichen die von den Experten vorgenommenen Vorortkontrollen durch die Experten, die dem Bericht zugrunde liegen, nicht aus. Er wird den Stresstest, der vor einem Jahr nach der Katastrophe von Fukushima von den Staats- und Regierungschefs in Auftrag gegeben worden war, beim nächsten EU-Gipfel im Juni nicht zum Beschluss vorlegen, wie das geplant war, sondern nur als Zwischenstand.

Oettinger verlangt nach Informationen des STANDARD, dass deutlich mehr AKWs durch sogenannte "gemischte Expertenteams" untersucht werden. So sei das vor einem Jahr vereinbart worden, heißt es in Brüssel, aber nicht eingehalten worden. Der Kommissar bemängelt, dass viel zu wenige und auch nicht die offensichtlich gefährlicheren Meiler wie Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze angeschaut worden seien. In Deutschland habe der mit der Prüfung beauftragte Regulator überhaupt nur eines von neun laufenden AKWs überprüft, in Frankreich gar nur vier von insgesamt 58. In 14 Ländern der EU gibt es 147 AKWs.

Keine Liste

Solange es keine vertiefte Prüfung gebe, sei auch von der Kommission keine abschließende Zustimmung zum Bericht zu erwarten, heißt es bei Oettinger, "so wurde nicht gewettet". Die Kommission bemängelt auch, dass es zwar 17 Länderreports gibt, aber keine Liste, mit den in der EU und in den drei beteiligten Ländern laufenden 147 AKWs gibt: "Es gibt daher jetzt keinen Endbericht." Die Bürger müssten klar nachvollziehen und verstehen können, was die Ergebnisse der Prüfung seien.

Oettinger selbst sagt: "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. Ich werde meinen Bericht erst vorlegen, wenn ich alle Informationen habe."

Die Abstimmung im EU-Ministerrat, der derzeit in Luxemburg tagt, war nach den Worten des österreichischen Umweltministers Nikolaus Berlakovich nur einhellig, nicht einstimmig. 26 Staaten hätten dafür gestimmt, aber Österreich habe sich der Stimme enthalten und so die Annahme ermöglicht. (Thomas Mayer, derStandard.at, 26.4.2012)

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14 Postings
Gesichtsausdruck

Unsympatischer Look
Es ist noch nichts passiert

Wartet einmal ab bis der erst Deutsch kann!

Das sicherste Atomkraftwerk der Welt steht in Zwentendorf!

Es ist kriminell aus Profitgier die Welt für zigtausende Jahre mit Tabuzonen zuzupflastern. Der Profit ist schön privat und im Dreck gehen die Menschen zugrunde. Die Burschen sind so blind vor lauter Raffgier, daß sie nicht realisieren, daß auch ihre Nachkommen betroffen sind. Aus dieser Katastrophe kann sich einmal auch die dickste Brieftasche nicht freikaufen.

super ötti, danke :-))

war doch von Anfang an klar

dass das eine Augenauswischerei is. Schade.

Und ich dachte mir bisher immer, dass Oettinger ein nur ein schlechter Komedian ist....

http://www.youtube.com/watch?v=-... re=related

no one can reach him the water

when he speaks english

es muss wohl wieder eins zreissen

Wendehals oder

Charakterschwein, das ist hier die Frage der Benennung unseres(?) Ministers: Auf jeden Fall erfüllt N.B. ALLE Klischees, die man Politikern so zuschreibt.

Ich muss brechen gehen, dann werde ich mein Mutbürgertum fortsetzen!

der ist gekauft

der ist gekauft

allzuspät erkannt: rohrkrepierer stress test

Berlakovich hat sich also enthalten um eine Annahme des Berichtes möglich zu machen! Eine Anti-AKW-Großtat ist hieraus nicht erkennbar. Oettinger ist es somit vorbehalten geblieben den Bericht als Zwischenstand zu werten und weiterevaluieren zu lassen. Aber jetzt erst festzustellen, dass Fessenheim gar nicht geprüft wurde, D nicht alle AKW geprüft hat, etc. ist schon kurios, wenn der französische und der deutsche Bericht bereits seit 2.Jan vorliegen.
Und wie es konkret weitergehen soll, verschweigt uns der Bericht noch, wo es doch faktisch nahezu keine unabhängigen Experten mehr gibt. Und übrigens: Litauen ist auch EU-Mtglied. Nur zwei Nicht-EU-Mitglieder haben freiwillig mitgemacht: Schweiz und Ukraine - so stehts auch auf www.ensreg.eu

allzuspät erkannt: rohrkrepierer stress test

Berlakovich hat sich also enthalten um eine Annahme des Berichtes möglich zu machen! Eine Anti-AKW-Großtat ist hieraus nicht erkennbar. Oettinger ist es somit vorbehalten geblieben den Bericht als Zwischenstand zu werten und weiterevaluieren zu lassen. Aber jetzt erst festzustellen, dass Fessenheim gar nicht geprüft wurde, D nicht alle AKW geprüft hat, etc. ist schon kurios, wenn der französische und der deutsche Bericht bereits seit 2.Jan vorliegen.
Und wie es konkret weitergehen soll, verschweigt uns der Bericht noch, wo es doch faktisch nahezu keine unabhängigen Experten mehr gibt. Und übrigens: Litauen ist auch EU-Mtglied. Nur zwei Nicht-EU-Mitglieder haben freiwillig mitgemacht: Schweiz und Ukraine - so stehts auch auf www.ensreg.eu

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