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Studenten protestierten gegen den Senatsbeschluss.
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Der Senat der Universität Wien ist am Donnerstagnachmittag zusammengekommen, um über die Einführung von Studiengebühren abzustimmen. Auf Vorschlag des Rektorats wurde die Wiedereinführung der "Rest-Studienbeiträge" beschlossen, wie die Uni in einer Aussendung mitteilte. Damit wird der Nationalratsbeschluss, getroffen im September 2008 von SPÖ, FPÖ und Grünen, wieder in Kraft gesetzt. "Langzeitstudierende" und Studierende aus Drittstaaten, mit Ausnahme der Entwicklungsländer, sind von der Regelung umfasst und zahlen ab dem Studienjahr 2012/13 wieder 363,36 Euro pro Semester.
"Entscheidung nicht leicht gemacht"
Notwendig ist die Entscheidung laut Uni Wien auch, um rasch Klarheit über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erhalten. Zudem gebe es budgetäre Gründe, es gehe um neun Millionen Euro pro Jahr. "Die Universitätsleitung hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte der Senatsvorsitzender Helmut Fuchs. "Die Politik hat der Universität letztendlich keine andere Wahl gelassen. Schließlich geht es bei neun Millionen Euro auch darum, ob wir 150 JungwissenschafterInnen beschäftigen können oder nicht."
Handlungszwang
"Nicht zuletzt aus budgetären Gründen muss rasch wieder Rechtssicherheit in Bezug auf die Studienbeitragsfrage herrschen", sagte Rektor Heinz Engl. Ziel der Universität sei es, durch eine neuerliche Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) diese Klärung herbeizuführen. Nach der Aufhebung durch den VfGH und dem nachfolgenden Auslaufen der Studienbeitragsregelung sei die Uni von der Politik in einen Handlungszwang gebracht worden.
Studenten-Proteste
Die Senatssitzung wurde am Donnerstag von Studierenden-Demonstrationen begleitet. Mehrere hundert Demonstranten versuchten, die Sitzung zu stören. Die Polizei löste die Proteste im Hauptgebäude der Uni schließlich auf. Anschließend blockierten rund 200 Studenten zuerst den Ring vor dem Hauptgebäude und zogen dann weiter vor das Parlament.
Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger zogen die Studenten dann durch die Schottengasse über die Herrengasse zum Minoritenplatz. Vor dem Wissenschaftsministerium wurde eine Kundgebung abgehalten. Der Adressat der Proteste, Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, war zu diesem Zeitpunkt allerdings in Budapest bei einer Konferenz.
Ring-Sperre
Danach bewegte sich der Zug Richtung Burgtheater zum Parlament, wo sich nur noch rund 70 Studenten dem Protestzug anschlossen, so Hahslinger. Es kam zu keinen Zwischenfällen. Allerdings mussten die Straßen zum Teil für den Individual- und den öffentlichen Verkehr gesperrt werden. So gab es am Ring zwischen Schottengasse und Reichsratsstraße kein Weiterkommen für Auto und Bim. Auch als die Studenten vom Burgtheater zum Parlament zogen, wurde der Ring gesperrt.
"Beschluss ist extrem enttäuschend"
Die ÖH-Bundesvertretung "verurteilte" den Beschluss des Senats. Die Uni Wien müsse sich bewusst sein, dass sie hier "rechtswidrig und gegen die Studierenden" vorgehe. "Der heutige Beschluss ist extrem enttäuschend - es wurde nicht auf die Stimme der Studierenden gehört und einfach über ihre Köpfe hinweg entschieden. Wir hätten dem Senat mehr Rückgrat zugetraut", erklärte die ÖH. Sie kündigte an, sie werde "Studierende, die gegen die unrechtmäßigen Studiengebühren Klagen erheben, selbstverständlich unterstützen und weiterhin politischen Widerstand leisten".
Zwölf Pro- und fünf Gegenstimmen
Minister Töchterle nahm das Abstimmungsergebnis des Senats - zwölf Pro- und fünf Gegenstimmen - erfreut auf. Die derzeitige Gesetzeslage räume den Unis Möglichkeiten zur autonomen Einhebung von Studienbeiträgen ein, wie er das auch - verbunden mit einem Bündel sozialer Maßnahmen - mit seiner im Herbst vorgeschlagenen, aber von der SPÖ abgelehnten Neuregelung des Gesetzes habe erreichen wollen. "Ich begrüße daher den demokratischen Senatsbeschluss der Uni Wien, der mit großer Mehrheit erfolgt ist", sagte Töchterle zur APA.
Unterstützung für die Entscheidung von Rektorat und Senat kam auch von den Dekanen und Zentrumsleitern der Uni Wien in einer Aussendung. Die budgetäre Situation der Uni und die offene Rechtsfrage würden keine andere Wahl lassen. (APA/red, derStandard.at, 26.4.2012)
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wow??? führerschein sollte auch bezahlt werdne führerschein ist aber keien bildung oder ausbildung weil nahc dem man den führerschin hat fährt man für sich üpersönlich udn falls man für ein autounternehmen oder os arbeitet zahl die firma dir den führerschein so und so... omg
Was sind für dich Langzeitstudenten? Für mich jeweils Regelzeit plus 2 Semester. Keine Ahnung wies in den Geisteswissenschaften ist, aber in den Sozial- und Wirtschaftsiwssenschaften hab ich an 2 Unis andere Erfahrungen gemacht. Da haben eher die "Chiller" lange gebraucht oder/und Studierende die oft viel riskiert haben bei schwierigen Klausuren und so teilweise ganze Kurse nochmal besucht haben. Klar gabs auch welche mit nem Kind, sonstigen Verpflichtungen, aber doch nicht der Großteil. Bei den Rechtswissenschaften ists noch extremer. Aber wie bereits erwähnt hab ich keine Ahnung wies in den Geistes-und Naturwissenschaften aussieht, die TU kenn ich auch nur vom "hörnsagen"
zumindest nicht in einem gremium in dem sich 8 profs, 4 mittelbau, 4 studierende und 1 allgemeines universitätspersonal befinden.
allgemeinhin nennt man solcher art von herrschaft nicht demokratie (herrschaft der vielen), sondern aristokratie (herrschft der wenigen)...
Wenn jeder an der Uni abstimmen dürfte, dann hätte man bei dem Verhältnis Studenten zu Mittelbau zu Profs ein schönes Beispiel für eine dysfunktionale Demokratie. Man kann eben nicht alles demokratisieren. Da trifft sonst zu sehr das Sprichwort: Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu essen gibt.
ich versteh zwar nicht, warum du studierende zu wölfen und profs zu schafen machst, aber grundsätzlich stimme ich dir zu, dass es einen ausgeklügelteren modus an mitbestimmung bedarf als den der basisdemokratie einersetis oder der zahlenmäßig repräsentativen demokratie andererseits...
1. die proteste haben die senatssitzung ca. eine stunde lang blockiert. die senatssitzung musste schließlich an einem anderen ort (büro des senats) stattfinden. die polizei hat die dort vor ort seiende kundgebung nicht aufgelöst, sondern die senats mitglieder sind mit der sitzung fertig gewesen und sind rausgekommen. gegenseitige beschimpfungen (senat-protestierende) und die gewissheit ob der studiengebühren veranlassten die protestierenden
2. zum wissenschaftsministerium zu marschieren und von dort aus zum parlament, wo der protest friedlich ausklang.
3. wohl wurde der individualverkehr von den protestierenden blockiert, nicht aber die bim, die wurde IMMER! durchgelassen. lediglich die polizei ließ die gegenseite der bim nicht durch.
früher gabs für alle stipednium dann nur mehr für wenige und dann nur mehr für kurzzeitstudentInnen und jetzt gibts gebühren für nichtkurzzeitstudentInnen und dann kommen gebühren für alle und dann verdreifachen sich die gebühren..etc
ja es ist schön dass die bevölkerung sich für ewiges wirtschaftswachstum abrackert hier sieht man die früchte, bildung wird frei, die pensionen höher es gibt soziale unterstützung für allerlei minderheiten, projete und ideen werden gefördert......
o fuck ... jetzt bin ich in die traumwelt abgedriftet ... ;)
Es trifft doch eh nicht alle, sondern nur Studierende aus Drittstaaten udn langzeitstudenten.
Für zweckgebundnen Studiengeühren für alle spricht:
Jede Leistung die man erhält hat seinen Preis. Warum soll gerade höhere Bildung gratis sein?
Und Kosten entstehen klarerweise. Diese müssen gedeckt werden.
Warum soll das der Staat (= die Steuerzahler, deren überwiegende Mehrheit noch nie eine Uni von innen gesehen hat) zahlen.
Dass Leistung zu bewerten ist, ist klar. Nur entsteht sie beim Studium zum geringeren Teil bei den Lehrkräften - zu einem winzigen Teil bei der Infrastruktur (Ausnahme Bibliothek, denke ich). Was wird erwartet? Kluge Köpfe, Experten und Wissenschaftlerinnen. Wer investiert denn Jahre, verzichtet auf Freizeit und muss immer wieder überlegen, ob denn nicht doch das Erwerbsleben die bequemere/vernünftigere Alternative ist? Die Leistung liegt auf Seiten der Studierenden. Hier müssen nach wie vor Erleichterungen geschaffen werden in jeglicher Hinsicht. Und bei den JungforscherInnen liegt die Situation auch im Argen. De facto wird interdisziplinär seit Jahren nach Ausreden geforscht. Wissenschaftliche Elite sieht anders aus.
Also bitte. Wieviele von den Studierenden streben den eine Wissenschaftliche Karriere an oder können sich das überhaupt vorstellen. Weiters ist das Studentenleben, vor allem wenn man ein wenig unterstützt wird, oder/und Studienbeihilfe bekommt doch ein geiler Zeit. Günstige Auslandsaufenthalte an teilweise Top Unis, Kostenlose Seminare aus allen Studienrichtungen (durch persönlichen Kontakt (Sprechstunde gehen und nett fragen und auch begründen warum man eine Veranstaltung aus einem nicht artverwandten Studium besuchen/absolvieren möchte. So wurde ich fast immer aufgenommen. Bei 2 halt nur als Note ein Teilgenommen (Medizin). Dazu bessere Berufsaussichten usw. Warum gerade Jus, Pharmazie für alle! konstant gratis sein soll erklär mir bitte
In der Aufzählung wird auch dringend benötigter Forschungsnachwuchs erwähnt, ja. Dessen Beschäftigungsverhältnisse sind lächerlich. Wer sein Potenzial nutzen will, findet ebenfalls den breiteren Zugang an der Uni als an einer FH. Warum das alles gratis sein soll? Ist es nicht. Jedes Semester ist eine Spekulation auf ein höheres Einkommen.
Freizeitverhalten liegt wohl am Alter. Allerdings kann man sich nach Lehre und wenigen Jahren im Beruf noch mit Anfang 20 viele schöne Dinge leisten, die Studierenden noch nicht zugänglich sind. Es ist offensichtlich, dass nach Abbau der Mitbestimmung auch der Druck auf Studierende gestiegen ist. Studiengebühren verfolgen nicht das Ziel die Bildung am Stand der Zeit zu halten. Im Gegenteil.
"Freizeitverhalten liegt wohl am Alter. Allerdings kann man sich nach Lehre und wenigen Jahren im Beruf noch mit Anfang 20 viele schöne Dinge leisten, die Studierenden noch nicht zugänglich sind."
Die Studierenden gibts nicht. Ich hab 2 Studien aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften gemacht und mir gings subjektiv finanziell gut (Studienbeihilfe, ausgelaufener Bausparvertrag, bissi was haben Eltern zugeschossen weil ich im Betrieb mitgeholfen hab + Pflege, im Sommer hab ich "gearbeitet" (bezahlte Praktika und Fundraising)). Damit lag ich aber max. im Mittelfeld. Der Großteil der Studierenden ist nicht arm. Dazu unter der Woche Feiern ... (Ja ich kenne ua die ÖH Studien über die soz. Situation von Studierenden. Die sind ein Witz.)
Dann wirst du wohl auch überdurchschnittlich "performt" haben? Studiengebühren mit einem ordentlichem Förder- Stipendensystem würden dir dann sogar eher zu gute kommen. (Ob in Österreich so etwas (wäre doch ein radikaler Schritt) möglich ist, ist natürlich eine andere Frage. Zurück zu den aktuellen Gebühren. Würden dich 350 Euro im Semester (die man sogar bei 120 Euro Studienbeihilfe nicht zahlen muss) vom Studium abhalten bzw. dies sehr erschweren (damit mein ich nicht statt Lokalbesuche in Wohnungen feiern oder 1 Urlaub weniger)?
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