Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Hamburg/München - Die erste europäischen Ratingagentur als Gegengewicht zu den drei marktbeherrschenden US-Agenturen soll nun doch in absehbarer Zeit an den Start gehen. Die Unternehmensberatung Roland Berger teilte am Donnerstag mit, es seien jetzt genug Zusagen von europäischen Banken und Versicherungen für eine Beteiligung vorhanden: Die "global tätige Ratingagentur europäischen Ursprungs steht kurz vor der Gründung".
Auf 300 Millionen Euro hatte Markus Krall, der das Projekt bei der Unternehmensberatung vorantreibt, den Finanzierungsbedarf ursprünglich beziffert. "Derzeit haben wir Zusagen in Höhe von 130 Millionen Euro", erklärte er in der Online-Ausgabe des "Manager Magazin". Und weiter: "Die Ratingagentur kann loslegen, wenn wir 150 bis 200 Millionen Euro rechtsverbindlich akquiriert haben. Die fehlenden etwa 100 Millionen kann die Agentur noch einwerben, wenn sie ihren Betrieb bereits aufgenommen hat."
Einer für Alle
Um die Verträge mit den Investoren abzuschließen, würden nun eine Stiftung und eine operative Gesellschaft als unabhängige Einheiten ins Leben gerufen. Staatliche Beteiligungen seien nicht vorgesehen. Markus Krall, Senior Partner bei Roland Berger, lege sein Amt im Mai nieder und werde Gründungs-Chef der neuen Ratingagentur. Voraussichtlich nächstes Jahr könne die Ratingagentur dann starten und die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Ländern bewerten, erklärte eine Berger-Sprecherin in München.
Derzeit beherrschen die drei Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch den Markt und verdienen mit ihren Benotungen Geld. Ihnen wird vorgeworfen, die Finanzkrise 2008 durch zu gute Noten für Ramschpapiere mitverursacht zu haben. Europäische Politiker werfen den US-Ratingagenturen außerdem vor, mit ihrer Herabstufung hoch verschuldeter Euro-Staaten die Euro-Krise verschärft zu haben. Bundesregierung und EU-Kommission hatten das Berger-Projekt begrüßt.
Erst Regen, dann Sonnenschein
Vor einigen Tagen hatte es in Berichten noch geheißen, das Projekt stehe auf der Kippe, weil sich nicht genügend Investoren fänden. Eine Berger-Sprecherin hatte daraufhin eingeräumt, es gebe bisher "keine konkreten Zusagen für angemessene finanzielle Beiträge". Man werde das Projekt aber weiter verfolgen. Angepeilt sei, dass die nicht gewinnorientierte Stiftung und die operative Gesellschaft im Herbst stehen.
Die Bertelsmann-Stiftung hat kürzlich ebenfalls ein Konzept für eine neue internationale Ratingagentur vorgelegt. Sie soll von einem Fonds im Volumen von ebenfalls 300 Millionen Euro finanziert werden, an dem sich auch Regierungen beteiligen können. Die Bertelsmann-Agentur würde nur die Bonität von Ländern bewerten, nicht von Unternehmen. (APA/red, derStandard.at, 26.4.2012)
Der Ex-Notenbanker White kritisiert die lockere Geldpolitik der Fed. Es sei fragwürdig, Menschen mit Anleihenkäufen zu Konsum zu drängen
Drei Monate nach den Kredithilfen will Zypern nachverhandeln. Die Euro-Partner blocken ab und streiten über die Bankenabwicklung
Der Staatsanwalt hat die Ermittlungen gegen Politiker und andere Kontrollore eingestellt
Ob Abfertigung und Pension des Angeklagten Duchatczek eingefroren werden, entscheidet sich bald
Die Mühlentochter GoodMills baut ihren Anteil an Deutschlands größter Mühle auf über 91 Prozent aus
Gerhard Roiss, seit zwei Jahren Chef des größten Unternehmen Österreichs, war im derStandard.at-Chat zu Gast
Obwohl zuletzt Bewegung bei automatischem Informationsaustausch signalisiert wurde
Die G-8-Länder haben eine größere Transparenz und gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen Steuerhinterziehung beschlossen
Magazin fördert eine bemerkenswerte Geschäftsbeziehung der Kärntner Hypo aus dem Jahr 2008 zutage
Solactive Shale Gas Total Return-Index
Hayes muss sich nach USA auch in Großbritannien verantworten - Anklage wegen Verschwörung
Komplexe strukturierte Finanz-Produkte werden wieder verstärkt aufgelegt. Investoren suchen angesichts niedriger Zinsen mehr Rendite und damit Risiko
Hinweise auf weiteren Fed-Kurs mit Spannung erwartet - Kapsch TrafficCom zieht einen 30-Millionen-Euro-Auftrag an Land
In Frankreich können die Aktionäre in Zukunft über die Managergehälter abstimmen. Dadurch vermeiden Unternehmen vorerst ein bindendes Gesetz
Klaus Regling, weist IWF-Kritik an der Griechenlandhilfe scharf zurück, der IWF sollte die Troika auf Sicht verlassen
Nur Kosten bei größeren Kapitalerhöhungen über dem Marktschnitt
Wetteinsätze sinken um ein Viertel
Nach dem "atemberaubenden Transfer" von Vermögen an die Finanzbranche hofft William Sharpe auf Kostenbewusstsein bei Anlegern
ja genau, die herabstufung der rating agenturen war ist schuld an der eu-misere...nicht die tatsache, dass trotz exorbitanter steuerquoten in der eu und trotz des relativ starken wirtschaftswachstums vor 2008 der schuldenberg stetig gestiegen ist. es sind immer die anderen schuld. die eu-politiker sind nur opfer der spekulanten, rating-agenturen und der usa. dieses unnütze europäische politiker-pack gehört echt verhaftet.
ganz super, echt - also wenn ich nicht nur ein depp sondern ein vollidiot wäre, würd ich jetzt jubeln - aber nachdem ich nur ein depp bin frag ich mich, was der scherz bringen soll?
alle ratingagenturen gehören den geldverkäufern, und ihre aufgabe besteht nur darin den kaufpreis für das geld, welches eigentlich jeder staat völlig gratis selbst herstellen könnte, individuell festzulegen - der eine (fed=ezb) stellt das klumpat her, und seine ratingagentur bestimmt wer das wertlose und ungedeckte zeug wie teuer (zins) kaufen muss.
das ist doch nur eine weitere ausprägung eines globalen betrugs mit pyramidenspielcharakter, den wir für ein "alternativloses" geldsystem halten, und der sich gerade selbst sprengt
es wird niemanden interessieren was diese pseudo-rating-agentur zu sagen hat. eine rating-agentur zu gründen mit dem ziel, "fairer" zu bewerten ist schon ein ziemlich verblödetes projekt (das x-te in einer reihe von idiotischen ideen unserer eu-politcelebrities). und was "fair" ist sagen dann die eu-politiker? also spanien und portugal bekommen dann AAA und alles ist in bester ordnung. ich werde dann natürlich, wenn ich spanien geld borgen möchte, dieser rating agentur vertrauen und einen spread auf meinen kredit verlangen, der AAA entspricht...da bin ich mal gespannt wie das funktioniert.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.