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Kiew - Außer der früheren ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko haben auch andere in dem Land inhaftierte Oppositionelle teils schwere gesundheitliche Probleme. Der ehemalige Innenminister Juri Luzenko, der wie die Oppositionsführerin wegen Amtsmissbrauchs verurteilt wurde, leidet nach offiziellen Angaben etwa an Diabetes und einer Leberentzündung (Hepatitis). Auch gegen seine Verurteilung zu vier Jahren Gefängnis gibt es immer wieder scharfe Proteste von westlichen Politikern.
Der ehemalige Leiter des Verteidigungsministeriums, Valeri Iwaschtschenko, wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wegen dubioser Grundstücksgeschäfte zugunsten eines Mitglieds der Timoschenko-Partei. Er hatte zuletzt wie Timoschenko über Schmerzen im Rücken und im rechten Bein geklagt. Medien berichteten, dass ihm Schmerzspritzen verabreicht worden seien. Er wurde zuletzt aus der Krankenabteilung in den normalen Teil seines Gefängnisses verlegt.
Beide Seiten kriminell
Nach Schätzungen von Beobachtern sind gut ein Dutzend ehemaliger Gefolgsleute Timoschenkos in Haft. Die Führung von Präsident Viktor Janukowitsch sieht sich dem Vorwurf der Siegerjustiz nach der Machtübernahme ausgesetzt. Die Kritik an der vom Westen gerügten angeblichen Justizwillkür und einseitigen Verurteilung nur von Oppositionellen hält sich in der ukrainischen Bevölkerung allerdings in Grenzen.
Viele Menschen der Ex-Sowjetrepublik halten beide Seiten der verfeindeten Lager für kriminell. Kritisch betrachten viele Bürger zudem Vorschläge, der ehemaligen politischen Elite nun noch in Haft eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen. Menschenrechtler hatten in der Vergangenheit immer wieder die Zustände in ukrainischen Gefängnissen kritisiert, darunter Misshandlungen. (red, APA, 26.4.2012)
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Vitali Klitschko forderte zudem die Freilassung von Julia Timoschenko
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