Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Rangun - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hofft, von der verpflichtenden Eidesleistung auf die unter der früheren Militärdiktatur erlassene Verfassung befreit zu werden, um an der Parlamentsarbeit teilnehmen zu können. "Wir hoffen, dass das Problem in nicht allzu langer Zeit gelöst werden kann, damit wir unserem Vaterland nicht nur außerhalb des Parlaments dienen können, wie wir es seit über 20 Jahren getan haben", sagte die Friedensnobelpreisträgerin am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Außenminister Giulio Terzi in Rangun.
Sie sei entschlossen, mit Präsident Thein Sein weiter für die Demokratisierung des Landes zu kooperieren, erklärte Suu Kyi. "Wir sind überzeugt, dass der Präsident in seinen Reformanstrengungen aufrichtig ist", fügte sie hinzu. Bisher hatte der Staatschef und frühere Junta-General eine Änderung der Eidesformel verweigert. Die 66-jährige Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) hatte mit ihrer Partei bei den Nachwahlen vom 1. April 43 von 45 vergebenen Sitzen gewonnen. Bei den Nachwahlen war es lediglich um sieben Prozent aller Mandate gegangen. Suu Kyi hatte angekündigt, sie werde sich durch eine Mitgliedschaft im Parlament nicht von den Machthabern in Haftung nehmen und sich in das derzeitige System einbinden lassen.
"Disziplinierte Demokratie"
Burma wurde seit 1962 von einer Militärdiktatur beherrscht, die sich 2010 einen zivilen Anstrich gab. Die 2008 erlassene Verfassung sichert dem Militär die Vorherrschaft in einem als "disziplinierte Demokratie" definierten Regierungssystem. Bei den manipulierten Wahlen vom November 2010, von denen die NLD ausgeschlossen war, hatte die Junta-Partei "Union für Solidarität und Entwicklung" (USDP) 80 Prozent der Parlamentsmandate bekommen. Ein Viertel der Abgeordnetensitze und mehrere Schlüsselressorts in der Regierung sind laut Verfassung den Streitkräften vorbehalten. Darüber hinaus sitzen über 70 hohe Offiziere, die offiziell aus der Armee ausgeschieden sind, als "Zivilisten" im Parlament, das nur einmal jährlich tagt.
Nach den Bestimmungen der Verfassung muss der Staatspräsident "mit militärischen Angelegenheiten vertraut" sein, was bedeutet, dass er aus den Reihen der Streitkräfte kommen muss. Die Ministerien für Inneres, Verteidigung und Grenzschutz sind dem Militär vorbehalten. Im Fall einer "Gefährdung der nationalen Sicherheit und Solidarität" übernimmt der Generalstabschef automatisch den Regierungsvorsitz und fungiert als Oberster Kriegsrechtsadministrator. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, in denen jeweils ein Viertel der Sitze von den Streitkräften besetzt wird. Bei der Zulassung von politischen Parteien hat die Armee das letzte Wort. Jede Verfassungsänderung erfordert eine Vierfünftelmehrheit, damit sind Änderungen ohne Billigung durch das Militär von vornherein ausgeschlossen.
Ex-Junta-Premier Thein Sein hatte seinen Generalsrang niedergelegt, um als Spitzenkandidat der "Union für Solidarität und Entwicklung" anzutreten, einer Massenorganisation des alten Regimes mit 25 Millionen Zwangsmitgliedern, die sich 2010 als Partei konstituiert hatte. (APA, 26.4.2012)
Asien-Experte Ulrich Delius über eine neue Vorschrift in Burma, die den ethnischen Konflikt wohl noch verschärfen wird
Gespräche zwischen Menschenrechtskommission und Erziehungsministerium
Oppositionsführerin Aung Suu Kyi kritisiert neue Verordnung - Human Rights Watch spricht von "ethnischer Säuberung"
Da sie mit einem Ausländer verheiratet war, müsste dafür allerdings die Verfassung geändert werden
Der Besuch von Burmas Staatschef Thein Sein bei Präsident Barack Obama im Weißen Haus machte das US-Dilemma in einer geopolitischen Schlüsselregion deutlich
Präsident Thein Sein will Fälle aller Häftlinge überpüfen lassen
Die Regierung müsse sicherstellen, dass Verantwortliche für Gewalt der Justiz überstellt würden
Durchbruch in zweijährigem Konflikt
Experte Gerhard Will über mangelhafte Reformen in Burma, ethnische Konflikte und eine nicht mehr heilige Oppositionsführerin
Erster Besuch eines burmesischen Staatschefs in Washington seit fast 50 Jahren
Trotz neuer Vorwürfe - Lediglich das Waffenembargo bleibt weiterhin in Kraft
Polizei verhängt in Oakkan Ausgangssperre und Versammlungsverbot
Mindestens 32 Tote in den letzten Tagen - UN-Sondergesandter besucht verwüstete Stadt Meiktila
Mord an Muslimen ohne Einschreiten der Sicherheitskräfte
Ganze Stadtteile von Meiktila in Schutt und Asche - mindestens fünf Tote
Als weiteres Zeichen der Öffnung unter Präsident Thein Sein gewertet
Moscheen und Schule zerstört - Berichte über mehrere Todesopfer
Mehr als 11.000 Menschen werden obdachlos
Staatspräsident auf Besuch in Wien - NGOs warnen vor Rückfall in alte Diktaturzeiten
Zahl der Toten bei Unruhen stieg auf 40
Anrainer: Geschäfte aus Furcht vor Übergriffen verriegelt
Im Nordosten des autoritär regierten Landes sollen Kampfhubschrauber und Jets gegen Unabhängigkeitskämpfer eingesetzt werden
Präsident Thein Sein besucht Canberra
Ashok Nigam, höchster UN-Vertreter im Land, über schwierige Hilfsaktionen, Reformbemühungen und Barack Obamas Besuch
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.