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Wien - Die Aktionäre der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) haben am Donnerstagabend den Staat als rettenden neuen Aktionär an Bord geholt. Der Bund ist nach einer Kapitalerhöhung in der Bank nun mit 43,3 Prozent beteiligt. Spätestens 2017 muss der Anteil wieder verkauft sein.
Vor dem Kapitaleinschuss erfolgte ein Kapitalschnitt, mit dem viel Steuergeld verbrannt wurde. Den Staat kostet die Rettung des Volksbanken-Spitzeninstituts mehr als eine Milliarde Euro.
Die Beschlüsse zu den Kapitalmaßnahmen fielen nach mehr als neun Stunden in der Hauptversammlung einstimmig. Der Vorstand wurde für 2011 entlastet. Zuvor war noch mit Pausen und Pannen stundenlang gepokert worden. Dem Vernehmen nach hatte Raiffeisen Entscheidungen blockiert.
Schelling wird Aufsichtsratschef
Die Republik Österreich hat an der Spitze des Aufsichtsrates der Bank das Ruder übernommen. Vorsitzender des neu gewählten Aufsichtsrates ist Hans Jörg Schelling, Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger.
Ihm zur Seite steht Franz Zwickl (Ex-Vorstand der Bank Austria und jetzt Aufsichtsrat der AVZ Holding) mit Susanne Althaler (Vorstand Generali Bank) und Klaus Kumpfmüller (Bundesfinanzierungsagentur).
Zwickl wäre, nachdem Ex-EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell wegen der noch laufenden "Sperrfrist" der EZB abgesagt hat, Wunschkandidat der SPÖ für den Vorsitz des Aufsichtsrates gewesen, während Schelling Favorit von Finanzministerin Maria Fekter (VP) war.
Die Wahl Schellings zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums erfolgte dem Vernehmen nach mit zwei Gegenstimmen. Schelling sieht unter dem neuen Großaktionär Republik Österreich einen guten Neustart für die Bank. Die Vergangenheit sei damit zwar noch nicht bewältigt, aber "unter Kontrolle", sagte Schelling.
Stand-alone-Lösung
Der Staat will die ÖVAG vorerst ohne Partner sanieren. Im Vordergrund stehe derzeit nicht eine Fusion mit der Bawag, dem Raiffeisensektor oder ein Verkauf ins Ausland, sagte Staatsbankenaufseher Klaus Liebscher. Zunächst müsse die ÖVAG auf gesunde Beine gestellt werden. Der gesamte Volksbanken-Sektor inklusive des Spitzeninstituts soll wie ein Institut behandelt werden, weshalb man zunächst "eine Stand-alone-Lösung forcieren wird", sagte Liebscher im Ö1-"Morgenjournal".
Liebscher ist Vorstand der Fimbag, die die Interessen des Staates bei den Problembanken Hypo Alpe Adria, Kommunalkredit und ÖVAG wahrnimmt. Ob der Bund das Geld aus der ÖVAG je wieder zurückbekommt, sei "eine gute, aber auch gleichzeitig schwere Frage. In den nächsten Jahren erwarte ich noch nicht, dass der Staat sein Geld zurückbekommen kann", sagte Liebscher. (APA/red, DER STANDARD, 27.4.2012)
Restrukturierungskosten und Immo-Abschreibungen belasten
ÖVAG-Chef Stephan Koren will die Bank bis Ende 2015 abgebaut haben und wartet auf den Raiffeisen-Sanierungsbeitrag
Die Österreichische Volksbanken AG hat noch zwei Dutzend Gesellschaften auf Zypern, Malta, Jersey
Die 61 "Kleinen" fühlen sich vom Spitzeninstitut gegängelt. Sie fürchten Einbußen und müssen mit Zusammenlegungen rechnen
Nehmts endlich Eure unverschämten Grapschhände aus den Säckeln der ehrlich arbeitenden Leute ihr B@nksterbande!
Warum soll ich für Eure Verluste zahlen?! Zuerst gehört Euer Eigentum gepfändet und dann ab auf den Acker.
Das hier die Mächtigen in Österreich (Raiffeisen) ihre Hände aller Orten im Spiel hatten ist wohl klar. Die wollten nicht selbst dran kommen. Vermutlich würde der Raiffeisen-Sektor im Parlament Clubstärke erreichen. Der grüne Riese sagt wo es lang geht und wer zahlen soll. Scharinger in Ehren, aber was da mit der BUWOG gelaufen ist, ist wohl der helle Wahnsinn, auch zum Vorteil der Raiffeisenbank OÖ. Auf Kosten aller. Und gleich der ehemalige Vizekanzler zu Raiffeisen, da prolongieren wir einfach die ganze Verhaberei. Zumindest wieder ein Baustein. Auf den Verlass ist.
nennt man auch noch "Sparpaket"
http://diealternative.org/belvedere... dergarten/
Wenn diese Allerdümmsten den gesamten verantwortlichen Vorstand und zwar jeweils von allen betroffenen Banken befragen wollten, wäre ja nichts dagegen einzuwenden.
Statt die Kapazität für die Rettung zu binden, hätte unsrer leiben Wirtschaftspolitiker schon lange ein Isolvenzrecht für Banken auf die Beine stellen können.
Hätten man schon in vier Fällen wunderbar anwenden können; hätte uns Steuerzahlern viel Geld erspart.
hat man das früher mal genannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stamokap
wird es einen Untersuchungsausschuss zum Thema Bankenrettung geben, und die jetzigen Mitglieder der Regierung werden sich wie heute Grasser und Co winden und wenden.
Es gibt keinen vernuenftigen Grund in Oesterreich jede Bank zu retten, ausser dass die dortigen - gut bezahlten - Manager mit den Politikern verhabert sind. Die Schmied war selbst jahrelang im Vorstand der Kommunalbank - die insgesamt mehr als 7 MILLIARDEN EURO vom Staat bekam.
Wer glaubt dies waere ein Zufall ist wahrlich auf der sprichwoertlichen Nudelsuppe dahergeschwommen.
Herr Schelling erfuellt, um AR-Chef zu werden ?
Ist er der Bankengesetze maechtig, hat er den Fit und Proper Test bestanden ? Hat er schon jemals in einer Bank gearbeitet ?
Oder hat er einfach nur das richtige Parteibuch ?
Das Herunterwirtschaften von Finanz-Unternehmen wird derzeit im großen Stil und Umfang und mit Vorsatz betrieben. Wenn dann alles Kapital ausgegeben und verspielt ist, wird das Geld der Bevölkerung hinein gepumpt. Ansonsten gibt es keinerlei Konsequenzen.
In dieser Form ist das organisierte Kriminalität in noch nie da gewesener Dimension mit Verwicklung bis in die höchsten Ebenen der Regierung.
Wann wird dafür zumindest einer der Manager zur Verantwortung gezogen? Wann wird ein Politiker, der zu diesen Vorgängen seine Erlaubnis gibt, vor ein Gericht gestellt?
Warum ist der Kaufpreis höher als 1 Euro für 100% Anteil? Das wäre der normale Kaufpreis für eine insolvente Firma in der Privatwirtschaft und manchmal - siehe AUA - muss der Verkäufer sogar ein paar hundert Millionen drauflegen um seine Firma loszuwerden. Sollte die Bank hingegen nicht insolvent sein, warum sollte dann der Staat einspringen?
Vielleicht sollte man die Regierungsverantwortung gleich an die Raiffeisengruppe übertragen. Damit spart sich die Bevölkerung Parlament u. Regierung, Raiffeisen die 'Beratorhonorare' und die 'Leistungsträger' den leidigen Leistungsnachweis. Synergien wohin man nur blickt ...
um selber keine Verluste zu erleiden. Wenn es der Bank wieder besser geht, wird der Aktienkurs wohl künstlich niedrig gehalten, der Staat steigt mit Verlust aus, und die nachhaltigen Gewinne gehören wieder den Privaten. Politik a la ÖVP/SPÖ.
Warum dürfen Aktionäre Gewinne einstreifen, müssen aber nicht für Verluste haften?
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