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Durham - Erstmals haben US-Forscher ohne den Einsatz von Stammzellen vernarbtes Gewebe direkt im Herzen einer Maus erneuert. Sie wandelten dazu die defekten Zellen ohne Umwege in Herzmuskelzellen um. Bewährt sich die Methode, könnte sie zur Behandlung von Patienten nach einem Herzinfarkt eingesetzt werden. Das Verfahren zeige aber ganz grundsätzlich einen neuen Weg auf, um krankes oder zerstörtes Gewebe im Körper zu erneuern. Die Wissenschafter um Tilanthi Jayawardena vom Duke University Medical Center (Durham/US-Staat North Carolina) stellen ihre Untersuchung im Fachblatt "Circulation Research" vor.
microRNA gegen Herzschwäche
Die Forscher setzten zur Umwandlung des vernarbten Gewebes sogenannte microRNA ein. Das sind Moleküle, die in der Zelle die Aktivität vieler Gene regulieren. Die Wissenschafter schleusten die microRNA in Fibroblasten ein, aus denen das Narbengewebe besteht. Diese Zellen bilden sich häufig nach einem Herzinfarkt in der betroffenen Region des Herzmuskels. Das Narbengewebe schränkt die Leistungsfähigkeit des Herzens ein, weshalb viele Patienten nach einem Infarkt an einer Herzschwäche leiden. (APA, 28.4.2012)
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