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Wien - In Krankenhäusern sollte alles daran gesetzt werden, bei Patienten Infektionen bzw. Erkrankungen durch den Darm- und Spitalskeim Clostridium difficile (C. difficile) zu verhindern bzw. wirksam zu behandeln. Eine von Spezialisten der MedUni Wien gemeinsam mit Experten des Kaiser Franz Josef Spitals (KFJ/SMZ-Süd) durchgeführte Studie beweist, dass solche Patienten im Vergleich zu nicht Betroffenen die fünffache Spitalsmortalität aufweisen.
Die wissenschaftliche Untersuchung wurde jetzt online von der Fachzeitschrift "Infection" publiziert. Dabei analysierten Judith Wenisch, von der Klinischen Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin der MedUni Wien am AKH und die Co-Autoren die Daten von 38.644 im Jahr 2009 im KFJ stationär aufgenommenen Patienten und verglichen sie mit jenen von 185 Patienten, bei denen eine Infektion mit dem Keim nachgewiesen wurde.
Heimtückischer Keim
C. difficile-Bakterien sind heimtückisch. Sie leben nur unter anaeroben Bedingungen im Darm. Außerhalb bilden sie widerstandsfähige Sporen, die eingeatmet oder über die Nahrung aufgenommen werden können. Sie siedeln sich im Dickdarm an und können symptomlos bleiben oder bis zu invasiven Infektionen mit tödlicher Sepsis führen. Besonders häufig ist das bei Mehrfach-Kranken in Kliniken. Es handelt sich um einen typischen "Spitalskeim". Unter der bisher üblichen Therapie mit Antibiotika wie Vancomycin oder Metronidazol kommt es häufig zu Rückfällen. Mit Fidaxomicin gibt es hier seit kurzem ein neues Medikament mit offenbar besserer Wirkung.
Die Daten aus dem Kaiser Franz Josef-Spital sind ziemlich eindeutig, so die Autoren: "Insgesamt starben 24 der 185 Patienten mit C. difficile-Infektionen (13 Prozent), hingegen 1.021 der 38.459 Patienten ohne C. difficile-Infektionen (2,7 Prozent)." Das bedeutete eine um das 4,89-Fache gesteigerte Spitalsmortalität. Rechnete man das höhere Alter, Geschlecht und die bei den Infizierten offenbar auch erhöhte Rate an Mehrfacherkrankungen ein, blieb immerhin noch eine um das 2,74-Fache gesteigerte Sterblichkeit übrig.
Die Situation in dem Wiener Krankenhaus ist offenbar typisch für vergleichbare Spitäler. Christoph Wenisch, Leiter der Infektionsabteilung an dem Krankenhaus, erklärte vor einigen Wochen zu dem Thema bei einer Pressekonferenz in Wien: "Laut den Daten an unserem Spital kommt es zu 5,65 solcher Infektionen pro 10.000 Spitalstagen. Wir liegen da ganz ähnlich wie andere Krankenhäuser." Jedenfalls sollte man alles daran setzen, um C. difficile in Krankenhäusern möglichst effizient zu bekämpfen. (APA, 27.4.2012)
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Vielleicht sollte man Spitäler nicht zu Tode (!) sparen.
Heute kommt das Reinigungspersonal meist von Privaten Putzfirmen. Hygiene ist bei denen ein Fremdwort.
Wie oft sieht man Reinigungsdamen die zuerst das WC putzen um danach - mit ein und dem selben Putzlappen, die Türgriffe zu "reinigen".
Eine Hygieneoffensive sollte beim Personal beginnen.
dauernd. Ich habe genau aehnliches zuerst schon vor mehr als zehn Jahren beobachtet,in einem renomierten Wr. Privatspital. yNach meiner OP bin ich trotz Schmerzen entlassen worden um nach kurzer Zeit mit einer hochgradigen ecli Infection wieder eingeliefert wurde,danach kam eine langwierige Tortur... Auch danach habe ich das an verschiedenen Orten beobachtet.Das Putzpersonal wird nicht ordentlich geschult.Richtig ist auch das die Aerzte nachlaessig in Bezug auf das sind.
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