T-Mobile fordert A1 heraus und startet Musikoffensive

26. April 2012, 12:40
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Kooperation mit dem Musik-Streaming Dienst Deezer - Zugriff auf 15 Millionen Tracks

Zum zehnten Geburtstag, werden "unsere Shops zu Musikclubs", so stellte T-Mobile Chef Robert Chvatal ein neues Service vor. Kunden des Mobilfunkers können künftig für 8,99 Euro pro Monat das Musik-Angebot des Streaming Dienstes Deezer nutzen. "15 Millionen Titel" , so Chvatal. Angeboten wird der Musikdienst ab 2. Mai.

App und Browser

Ergänzend bringt T-Mobile zwei Tarife (20,90 und 29,90 Euro im Monat) auf den Markt, die neben SMS, Sprachminuten und Daten auch die Nutzung von Deezer bietet. Das Musik-Service kann auch allen gängigen Smartphones, Tablets, PCs und Macs benutzt werden. Der Dienst kann via Apps oder Browser genutzt werden. "Auch offline", wie Firmenchef Axel Dauchez gegenüber Journalisten betonte. Die Tracks können auch heruntergeladen - und für die Zeit des Abos - genutzt werden. Das französische Unternehmen Deezer wurde erst 2007 gegründet, hat aber bereits nach Eigenangaben über 20 Millionen Nutzer und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 70 Mio. Euro (nach 20 Mio. Euro im Jahr 2010).

Spitze gegen A1

Robert Chvatal nutzte die Vorstellung der Angebote, um auch gegen A1 zu sticheln: „Bei uns zahlt den Kunden für Services, nicht für Jagdgesellschaften". Vom heimischen Marktführer bezahlte Jagdausflüge sorgen seit Monaten für Schlagzeilen.

Zusätzlich kündigte er  den Kampf um Platz eins am Mobilfunkmarkt an, nachdem Orange gerade von "3" übernommen wird - vorbehaltlich der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung. Zum Überholen von Marktführer A1 (Telekom Austria) muss Chvatal aber kräftig Gas geben - ihm fehlen noch gut 1,2 Millionen Kunden zum Gleichstand. Und das ohne den rund 750.000 Yesss!-Kunden, die A1 nach dem Orane-"3"-Deal von Orange übernimmt. (sum, derStandard.at 26.04. 2012)

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Deezer

  • Unternehmenssprecher Helmut Spudich, Marketingchef Thomas Kicker und T-Mobile Austria CEO Robert Chvatal bei der Vorstellung der Kooperation.
Robert Chvatal ließ im Rahmen einer Pressekonfernez noch einmal die Geschichte von T-Mobile Austria Revue passieren, die eigentlich viel älter als zehn Jahre ist. Die nunmehrige Tochter der Deutschen Telekom war als österreichisches Unternehmen unter dem Namen max-mobil 1996 gestartet, Chef war damals Hansjörg Tengg. Ihm folgte Georg Pölzl, der nunmehr die Österreichische Post anführt. 2007, ein Jahr nach der Übernahme des Mitbewerbers tele.ring, folgte dann der Tscheche Robert Chvatal auf den Steirer Pölzl. Ihm gelang es - dank der Marktmacht der Mutter Deutsche Telekom - als erster das iPhone in Österreich anzubieten.
    foto: sum

    Unternehmenssprecher Helmut Spudich, Marketingchef Thomas Kicker und T-Mobile Austria CEO Robert Chvatal bei der Vorstellung der Kooperation.

    Robert Chvatal ließ im Rahmen einer Pressekonfernez noch einmal die Geschichte von T-Mobile Austria Revue passieren, die eigentlich viel älter als zehn Jahre ist. Die nunmehrige Tochter der Deutschen Telekom war als österreichisches Unternehmen unter dem Namen max-mobil 1996 gestartet, Chef war damals Hansjörg Tengg. Ihm folgte Georg Pölzl, der nunmehr die Österreichische Post anführt. 2007, ein Jahr nach der Übernahme des Mitbewerbers tele.ring, folgte dann der Tscheche Robert Chvatal auf den Steirer Pölzl. Ihm gelang es - dank der Marktmacht der Mutter Deutsche Telekom - als erster das iPhone in Österreich anzubieten.

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