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Leistet David Alaba Außergewöhnliches, pflegt er Gott zu danken. So auch in Madrid.
Madrid/München - Natürlich konnte David Alaba seine Finalsperre nicht ohne Kritik an Schiedsrichter Viktor Kassai hinnehmen. "Ich wollte mich gar nicht in den Ball werfen, ich bin ausgerutscht. Aber ich habe den Ball nicht mit Absicht mit der Hand berührt", beschrieb der 19-jährige Wiener die verhängnisvolle Szene in der fünften Minute des Halbfinalrückspiels zwischen Real und seinen Bayern in Madrid.
Angel Di Maria hatte geschossen, Alaba war mit der Hand am Ball, der Ungar Kassai, 2011 Referee des Champions-League-Finales und Weltschiedsrichter, entschied regelkonform auf Elfmeter. Die gezückte gelbe Karte, die Alaba die Teilnahme am Finale kostet, war dem 36-Jährigen vom Reglement vorgeschrieben und also nicht, wie Alaba glaubte, "völlig ungerechtfertigt".
Selbst die glückstrahlenden Verantwortlichen der Bayern, deren Traum vom Heimfinale am 19. Mai in Erfüllung geht, griffen nicht Kassai, sondern das Regelwerk des europäischen Fußballverbandes (Uefa) an. "Nach der Gruppenphase müssten die gelben Karten weg sein", sagte Präsident Uli Hoeneß. Solche eine Regelung hätte Alaba allerdings nichts genützt, schließlich kassierte er seine insgesamt drei Verwarnungen in der K.-o.-Phase. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, Chef der europäischen Klubvereinigung, ist dafür, im Europacup analog zu Welt- und Europameisterschaften die Verwarnungen nach dem Viertelfinale zu streichen, um mit Ausnahme nach Ausschlüssen Sperren im Finale zu verhindern.
"Ein Champions-League-Finale verdient die besten Spieler", sagte Bayerns Kapitän Philipp Lahm, und zu denen, darüber herrschte Einigkeit, hätte Alaba gezählt. Wie er sein anfängliches Missgeschick verdaute, wie er seine Rolle als linker Verteidiger gegen die Stars von Real interpretierte, wie er sich ein ums andere Mal in den Angriff einschaltete, vor allem aber seine Souveränität als erster Elfmeterschütze der Münchner rang allen Beteiligten höchste Achtung ab. "Bei ihm muss man sich schon manchmal wundern, was der für ein Selbstvertrauen und eine Kaltschnäuzigkeit hat", sagte Hoeneß. "Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mir die Kraft und die Energie gegeben hat, dass ich den Elfer verwertet habe", sagte Alaba, den Jupp Heynckes schon im Pokalhalbfinale gegen Mönchengladbach der Nervenprobe im Elferschießen unterworfen hatte und nicht enttäuscht worden war. Der Coach sang eine Lobeshymne: "Er interpretiert die Rolle als Linksverteidiger wie kein anderer."
Wie kein anderer pflegt Jose Mourinho Niederlagen zu interpretieren. "Bayern hat das Endspiel verdient. Ich kann auch glücklich sein darüber, dass andere glücklich sind", sagte Reals portugiesischer Trainer nach einer Gratulationstour in der Kabine der Münchner. Die Elferfehlschüsse von Cristiano Ronaldo und Kaka hätten ihm lediglich gezeigt, "dass es Übermenschen nur im Kino gibt. Ich bin trotzdem sehr stolz auf meine Leute."
Die Kunde, dass die Fans des FC Barcelona das Scheitern von Real groß gefeiert hatten, bot Mourinho die willkommene Ablenkung. Barca, hob er an, schwinge sich zum "Großmeister des Spiels" auf, "aber sie wissen nichts! Nichts!" Einen Finaltipp wollte der Erzürnte nicht abgeben. Chelsea hat vier Gelbsperren zu verkraften, die Bayern drei. Und den Organisatoren stehen harte Tage bevor. Für das Endspiel gab es bereits eine Million Kartenanfragen. Die Gastgeber können nach Vorgabe der Uefa lediglich über 17.500 der 66.000 Plätze in der Allianz-Arena verfügen. (APA, sid, red, DER STANDARD, 27.4.2012)
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laut tz-online:
"Die internationale Spielergewerkschaft FIFPro wird bei der UEFA einen Vorstoß unternehmen: Die sowohl Chelsea als auch die Bayern betreffenden Gelb-Sperren von je drei Spielern sollen für das Finale aufgehoben werden. Dann könnten Ramires, Raul Meireles und Ivanovic für das Londoner Team auflaufen, Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo bei den Münchnern mitwirken."
... sondern auch unerwünscht - zumindest aus meiner sicht. chelsea hat durch seine taktik gelb sperren geradezu heraufbeschworen und bei real - bayern sahen wir ein spiel, das von großer härte (und viel schauspielkunst) geprägt war. die regel kommt ja gerade wegen solcher momente zum tragen. faire mannschaften (wieviele spieler wären denn bei barca gesperrt gewesen??) ziehen daraus einen vorteil. mannschaften, die eine harte spielweise mit viel fouls an den tag legen, werden zu Recht bestraft. die regel macht sinn und soll auch durchgezogen werden, wenn sie bei einem finalspiel zur anwendung kommt.
wieso schade?? sei froh!
http://www.laola1.tv/de/at/fus... 82980.html
...Austro-Italiener....bis letzter Woche noch
...Austro-Spanier....und jetzt
...wird aus dem verhassten FC Bayern ein FC Alaba und dem gehuldigt, die lieben Österreicher....!?!
Ich weiß nicht, was peinlicher ist....
PS: wieso laßt man eigentlich österreichische Teams nirgends mitspielen - gibts da irgendwelche Regeln, die ich nicht kenne?!?
ja es gibt regeln...zuerst muß man sich alls zuseher qualifizieren...wenn man dann in der endrunde ist hat man die berechtigung...als mannschaft gegen andere eine qualifikation zu bestreiten...du siehst, es ist nicht einfach...da die meisten österreicher schlecht sehen...LOL
Man soll den Alaba nicht schon bezeichnen jetzt ois Weltklassespüler wie mi...wie den Hans Krankl. Dabei gehts man ned amoi um mi... da Krankl is egal..wos woar..was war ist für die Geschichtsbücher und uninteressant! Mir gehts um den jungen Spüler, was sicher hat ein sehr grosses Talent. Aber ihn zu belasten mit meinen Erfoigen...süwaner Schuach, goidana Schuach, Legende des FC Bazzelona, Aushängeschüd des österr. Fußballs, 70 Tore in der Nationalmannschaft...das ist nicht in Urdnung, ist nicht gut für den Buam. Aber ich werde helfen...werde telefonieren mit seinem Trainer und meinem Freund Jupp Heynckes. Aber auch für den jungen Spüler Alaba steht mein Handy immer offen. Dankeschön.
Kleiner Exzerpt aus dem Regelbuch:
Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Ball mit seiner Hand oder seinem Arm absichtlich berührt. Der Schiedsrichter achtet bei der Beurteilung der Situation auf:
- die Bewegung der Hand zum Ball (nicht des Balls zur Hand),
- die Entfernung zwischen Gegner und Ball (unerwartetes Zuspiel),
- die Position der Hand (Das Berühren des Balls an sich ist noch kein Vergehen.),
- das Berühren des Balls durch einen Gegenstand in der Hand des Spielers
(Kleidung, Schienbeinschoner usw.), was ein Vergehen darstellt,
- das Treffen des Balls durch einen geworfenen Gegenstand (Schuh, Schien -
bein schoner usw.), was ein Vergehen darstellt.
Die die Schiedsrichter ja wohl kennen werden.
Wenn sich Alaba wie ein Tormann in den Schuss wirft und mit seinem Arm die Fläche, die er abdeckt, vergrößert, seh ich schon ein,dass das als Vergehen gewertet wird (siehe "Position der Hand"). Das ist so wie wenn ich mich mit abgestreckten Armen auf die Torlinie stell und dann angeschossen werde.
Blöd gelaufen für Alaba, weil er ja eigentlich ausgerutscht ist. Sowas ist für einen Schiedsrichter in kurzer Zeit aber schwer zu beurteilen. Und selbst dann könnte man sagen, dass die Hand halt weg vom Körper war (auch wenns ein natürlicher Reflex ist).
Wie gesagt, sehr unglücklich, der Schiedsrichter hätte vielleicht anders entscheiden können, aber er hat keinen Fehler gemacht.
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