US-Soldat nach Obama-Kritik auf Facebook entlassen

Unteroffizier nannte US-Präsident einen Lügner

Nach kritischen Kommentaren über US-Präsident Barack Obama auf Facebook hat ein amerikanischer Unteroffizier seinen Posten im Militär verloren. Der Soldat Gary Stein werde "anders als ehrenhaft" aus der Marineinfanterie entlassen, weil er sich auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk mehrfach negativ über den Präsidenten ausgelassen habe, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit). Stein nannte Obama einen Lügner und signalisierte, sich nicht an "illegale" Anweisungen des Oberbefehlshabers im Weißen Haus halten zu wollen.

Untersuchausschuss bestätigt

Die Entlassung war vor mehreren Wochen eingeleitet und ist nun von einem Untersuchausschuss bestätigt worden. Während der Prüfungsphase war Kritik an der Behandlung des Soldaten laut geworden. Unterstützer beriefen sich auf seine verfassungsmäßige Meinungsfreiheit. Das Militär meint hingegen, Stein habe Regeln verletzt, die politische Aktivitäten von Mitgliedern der Streitkräfte limitieren. Er sei zudem mehrfach von Vorgesetzten gewarnt worden. Sobald die Entlassung rechtskräftig wird, verliert der Soldat seine Versorgungsansprüche. (APA, 26.4.2012)

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8 Postings
Naja, also über "Kritik" wie in der Überschrift erwähnt geht das ja wohl hinaus

Schließlich stellt der Soldat quasi Befehlsverweigerung in Aussicht, und stempelt Anweisungen aus dem Weißen Haus als "illegal" ab (Alternative Leseweise: Er will sich nur nicht an die Anweisungen aus dem Weißen Haus kommen, die er für illegal einschätzt, neben den legalen aus dem Weißen Haus. Aber no na..).

Nur von Obama-Kritik zu schreiben in der Headline und einen Bezug zur Entlassung herzustellen, lässt doch diesen Sachverhalt etwas unterbetont.

headline hunting, leider auch im standard kaum noch ohne ...

Die Terroranschläge der AMis mit Drohnen in Afghanistan, Pakistan und Jemen darf man aber sicherlich korrekt als illegale Anweisungen betrachten!

jo genau.

Der Soldat hatte sicher dieselbe Meinung wie ein durchschnittlicher standardforumspostender Kommunennostalgiker.

Kriegsverbrechen bleiben Kriegsverbrechen.

Erkläre du bitte wie du Mordangriffe durch Soldaten rechtfertigen kannst.

Wieso kommt sowas in die internationalen medien? Mit namen sogar, find ich schon bissl übertrieben.

Nie über den Chef auf FB auslassen ;)

soll wohl eine Lehre sein =))

Vollkommen legitim.

Ein Soldat sollte die Anweisungen seines Vorgesetzten zum einen nicht in Frage stellen und zum anderen diesen nicht diffamieren.

(jaja ich weiß schon in Österreich sieht man das anders, aber hier besteht der Militärdienst auch nur aus Schikane)

Ein Soldat sollte loyal seinem Vorgesetztem(vor allem dem Oberbefehlshaber gegenüber) sein. Sonst wäre dieser in einem Krieg nicht zu gebrauchen, wenn an dieser Loyalität gezweifelt würde.

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