UNO-Beobachtermission läuft nur schleppend an

26. April 2012, 10:33

Syrien gibt Rebellen die Schuld an der Explosion mehrerer Häuser

Die Entsendung der Syrien-Beobachter der Vereinten Nationen kommt nur schleppend voran. Die ersten 100 Experten der vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen 300-Mann-Beobachtermission würden erst in einem Monat in Syrien eintreffen, berichteten Diplomaten am Donnerstag in New York. Derzeit ist nur ein Vorauskommando im Land. Hintergrund sind offenbar technisch-logistische Schwierigkeiten bei der Vorbereitung.

Zwei Wochen nach ihrem offiziellen Beginn ist von der Waffenruhe, die der internationale Beauftragte Kofi Annan ausgehandelt hat, nichts mehr zu spüren. Regimegegner berichteten am Donnerstag, am Vortag seien landesweit 102 Menschen getötet worden.

Sorgen um Ausstellung von Visa

Der französische UNO-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous hatte dem Weltsicherheitsrat hinter verschlossenen Türen berichtet, dass monatlich etwa 100 Beobachter entsandt werden könnten. Personen mit entsprechender Qualifikation müssten zunächst von den Entsenderländern ausgesucht und von der UNO auf den Einsatz vorbereitet werden. Sorgen bereite auch die Ausstellung der erforderlichen Visa durch die syrische Regierung. Die Verweigerung eines Visums für einen schwedischen Beobachter war auf heftige Kritik gestoßen.

Annan hatte dem Rat berichtet, dass die Waffenruhe nur dort halte, wo die wenigen Beobachter präsent seien. Kaum seien sie zur nächsten Station unterwegs, greife das Regime wieder an.

Explosion in Hama

Bei einer Explosion im Süden der Stadt sind laut dem britischen Sender BBC bis zu 70 Menschen getötet worden. Mehrere Häuser in dem Viertel Mashaa at-Tayyar seien dabei beschädigt worden. Aktivisten machten dafür die syrische Regierung verantwortlich, die durch Beschuss oder einen Raketenangriff die schwere Explosion ausgelöst habe. Unter den Opfern sollen 13 Kinder und 15 Frauen sein.

Staatliche Medien in Syrien berichteten hingegen davon, dass eine Fabrik, in der die "bewaffneten Terroristen" Bomben hergestellt hätten, explodiert sei und dabei 16 Menschen getötet worden seien. Derzeit halten sich zwei UN-Beobachter in Hama auf.  

NATO: Syrien-Intervention undurchführbar

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hält ein NATO-Eingreifen in Syrien für nicht durchführbar. Im Gegensatz zu der vorjährigen Situation in Libyen, wo die NATO auf Basis eines klaren Mandats der Vereinten Nationen zum Schutz der dortigen Zivilbevölkerung operieren konnte, liege ein solcher Beschluss für Syrien nicht vor, sagte er laut Vorausmeldung vom Donnerstag dem deutschen Magazin "Cicero".

"In Libyen hatten wir die aktive Unterstützung der Länder aus der Region. Das ist in Syrien nicht der Fall", so Rasmussen. Das NATO-Mitglied Türkei hatte allerdings erklärt, es sehe die NATO in der Pflicht, ihm bei der Absicherung seiner Grenze zu Syrien zu helfen. Der im Artikel 5 des NATO-Vertrags vorgesehene Bündnisfall wurde erst einmal ausgerufen - nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001.

Die Opposition in Syrien bilde keine Einheit, und es gebe keine einzige Region, die bereits von der Opposition kontrolliert werde, sagte Rasmussen. Eine "große Herausforderung" für die NATO sieht er darin, "unsere Streitkräfte zu modernisieren und so umzugestalten, dass sie in der Lage sein werden, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupacken". Raketen seien heute die weltweit größte Bedrohung neben Terrorismus und der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. "Die traurige Tatsache ist, dass über 30 Länder darauf aus sind, sich Raketentechnologien anzueignen, oder bereits über solche verfügen. Manche dieser Raketen können schon das Territorium der NATO treffen." (APA/red, derStandard.at, 26.4.2012)

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"Europarat fordert Waffenembargo gegen Syrien

"Der UN-Sicherheitsrat sollte nach Ansicht des Europarates dringend ein Embargo für alle Waffenlieferungen nach Syrien beschließen. Auf diese Weise solle ein friedlicher Übergang in Syrien möglich gemacht werden, hieß es in einer Entschließung der Parlamentarier aus den 47 Europaratsländern, die am Donnerstag mit großer Mehrheit verabschiedet wurde.
Auch ein Großteil der russischen Parlamentarier stimmte am Donnerstag für die Resolution. Abgeordnete der Partei Einiges Russland von Wladimir Putin versuchten vergeblich, die Kritik an dem Regime von Präsident Baschar al-Assad abzuschwächen."

http://www.handelsblatt.com/politik/i... 60266.html

Die NATO ist amüsant.

Jetzt behauptet sie das sie nicht angreifen kann solange die UNO nicht ihr ok gibt.

Nun, das ok wird sie nicht erhalten. China und Russland werden keinen UN sanktionierten Angriffskrieg erlauben.

Der zweite Plan ist eben direkt über die Türkei anzugreifen und eine "Pufferzone" zu errichten.

Geduld, junger Padavan.

" Erdogan warnt Syrien vor erneuter Grenzverletzung"

"Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Regierung im benachbarten Syrien vor erneuten Grenzverletzungen gewarnt. Die Türkei verfüge über eine starke Armee, sagte Erdogan nach einer Meldung der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira. In dem Interview verwies Erdogan erneut auf ein mögliches Eingreifen der NATO. Sollte es weitere Grenzverletzungen geben, "werden wir als NATO-Land die notwendigen Schritte unternehmen". Er verwies ausdrücklich auf den so genannten Bündnisfall."

http://www.stern.de/news2/akt... 18951.html

Al-Akhbar print has been banned in #Syria as of today after Ibrahim al-Amin blasted the regime for arresting opposition figure Salama Kayla

"unsere Streitkräfte zu modernisieren und so umzugestalten, dass sie in der Lage sein werden, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupacken"...

... So steht es also in Wirklichkeit mit den demokratischen Bestrebungen. Man macht auf Krieg.

wären da nicht vergleichbare fälle immenser gewaltanwendung in der vergangenheit und zu anderen kriegerischen konflikten in anderen ländern, würde sich die medienwirksamkeit, die im zuge solcher ereignisse aufzukommen verspricht, nicht so viel nachdenken lassen müssen.

aber weil wir wissen, wie es sich um derart spektakuläre fälle verhält, sollten wir uns auch dieses mal wieder erklären lassen: wo ein nutzen, da der täter.

zumindest hat es sich für viele vergleichbare fälle spätestens im nachinein bestätigt.

Ich seh schon die kommenden Schlagzeilen:

UNO Beobachter von Rebellen erschossen - Diplomatischer Druck auf Assad steigt weil er grundsätzlich für alles in Syrien verantwortlich ist.

Ich seh sogar die übernächsten Schlagzeilen...

"supermike endlich Laptop weggenommen...Anstaltsleiter entschuldigt sich bei Standard.at Community"

Waffenhilfe aus Saudiarabien und Quatar funktioniert

die hören auch nicht auf die UNO. Jeder macht was er will.

I geh in Saft wenn Häuser in die Luft gehen! Welche Sprachkultur

wird da verbreitet?? Eine solche Explosion ist nur dann möglich wenn am betroffenen Ort größere Mengen Explosivstoffe oder ein großer LPG-Tank war. Ein Artilleriebeschuss oder die kleinen verwendeten Raketen können nie mehrere Häuser zerstören.

AHSU - Feststellung

Jüngsten Erkenntnissen von unabhängigen Mil-Experten zufolge handelt es sich bei dem Schadensbild um eine sogenannte "FROG" russischer Bauart

Nutzlast (Warhead) bis 500 KG
Reichweite - Boden-Boden bis 70 Km
Genauigkeit - Radius ca. 2,5 Km
Verbreitung CIS, Cuba, Egypt, Iraq, Kuwait, Libya, North Korea, Syria, Yemen

lol

Das hatten wir schon mal von dir.

Da hast du behauptet der Iran hat Truppen in Syrien.

Nun bringst du erneut die Behauptung das russische Waffen diesen Schaden verursachen.

Von den Salafisten schreibst du aber nie.

Wie kommt das? :>

http://www.armyrecognition.com/russia_ru... ns_uk.html

Sie meinen also ernsthaft, dass Hama nun mit ballistischen(!!) Raketen beschossen wird?

Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Martin Müller hat völlig Recht. Die Zerstörung so vieler massiver Häuser ist nicht durch gebräuchliche Raketen möglich, sondern deutet sehr deutlich auf ein vorhandenes Munitions- oder Waffenlager (Sprengstoff!) hin.
Das wiederum kann von sich aus oder durch Fremdeinwirkung hochgegangen sein.

@fzit

"unabhängigen Mil-Experten"

na dann mal her mit den Referenzen,

so hat ihre Behauptung nicht mehr Gehalt als der Klang einer Klospülung.

elettra - das sind pers. kontakte - all brass decorated - werds nicht outen

aber checkens doch selbst nach - einschlagsbild - zerstörungen etc - gelagerte sprengstoffe hinterlassen anderes zerstörungsbild (krater von kinetischem aufschlag fehlt)

also verlassen sie sich drauf - die AHSU meldungen werden nicht ohne "fact-checking" veröffentlicht

AHSU steht für nachvollziehbare information von verlässlichen "social-media-reportern"

"Jüngsten Erkenntnissen von unabhängigen Mil-Experten zufolge handelt es sich bei dem Schadensbild um eine sogenannte "FROG" russischer Bauart"

Sicher, die HE-Gefechtsköpfe sind ja bekannt dafür zu Auskochern zu führen, wie sie dem Propagandamaterial von AL Jalyer entnehmen können...

http://www.youtube.com/watch?fea... giasSxoL0Y

gehts noch???

AL Honzos baseless Propagandafilm xx989796 !

genauso wie der angegebene CEP von 2.5km vom "Militärexperten"....

also ca. V2 Niveau nur mit einem 7tel der Reichweite und die hälfte der Ladung.

aber was solls, wenns von Honzos "MIL-Eggsperten" kommt...

Wikipedia lügt sicher auch, selbst wenn die angaben dort plausibel klingen....

http://en.wikipedia.org/wiki/9K52_Luna-M

Vielleicht wars ja die Luftwaffe mit einer dickeren Bombe?

In dem Artikel wird von der Auslösung einer Explosion

gesprochen. Was ist der Unterschied zwischen verursachen und auslösen?

Ursächlich kann in einer Kausalitätskette vieles sein. "Auslösen" findet demgegenüber in zeitlicher und örtlicher Nähe zum verursachten Geschehen statt, ist also unmittelbarer.

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