Aufweichung des Regenwaldschutzes steht bevor

26. April 2012, 12:32

Parlament billigte umstrittene Gesetzesnovelle - Kritiker werten den Entwurf als "fatales Signal"

Brasília - Der Schutz des brasilianischen Regenwaldes könnte in Zukunft aufgeweicht werden. Das brasilianische Abgeordnetenhaus hat nach stundenlanger hitziger Debatte grundsätzlich einer umstrittenen Gesetzesnovelle zugestimmt, die eine Schwächung des Regenwaldschutzes beinhaltet. Die Parlamentarier stimmten Änderungen des sogenannten Código Florestal mehrheitlich zu, obwohl die Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff sich demonstrativ dagegen stellte. Damit erlitt Rousseff am Mittwochabend (Ortszeit) zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine schwere Schlappe im Unterhaus, da ihre Parteienkoalition ihrem Kurs nicht folgte.

Amnestie für illegale Rodungen

Der Entwurf kommt der Agrar-Lobby entgegen und öffnet Wege für eine Amnestie für illegale Rodungen, die bis Juli 2008 erfolgten. Kritiker werten den Entwurf als "fatales Signal" und Freibrief für einen Ausweitung der Abholzungen. Die Novelle war im Dezember vom Senat mit Änderungen beschlossen worden. Das seit Monaten heftig diskutierte Gesetz muss noch zur Unterschrift an Rousseff weitergeleitet werden. Allerdings kündigte sie mehrfach ein Veto für den Fall von Amnestieregelungen an.

Aus Sicht der Befürworter bringt die Novelle Rechtssicherheit für Landwirte und bessere Bedingungen für die Agrarproduktion. Die Waldzerstörung wird in Brasilien für nahezu zwei Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen verantwortlich gemacht. Von August 2010 bis Juli 2011 wurden nach offiziellen Angaben etwa 6238 Quadratkilometer Regenwald zerstört, elf Prozent weniger als im Vergleich zum Zeitraum 2009/2010. Brasilien will seine CO2-Emissionen bis 2020 drastisch reduzieren und die Waldabholzung dazu um 80 Prozent verringern. (APA/red, derstandard.at, 26.4.2012)

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Lösung erst bei Apokalypse?

Die manchmal verständlichen egoistischen Entscheidungen von Staaten werden wohl erst dann der internationalen Solidarität weichen, wenn die Katastrophen am Globus flächendeckend sind.

von wegen, dass Menschen in

Drittweltländern so wenig CO2 verbrauchen. Die verbruzeln in Brasilien mehr pro Kopf als die UsA.

schuld ist nicht nur brasilien, sondern auch WIR. wir kaufen dieses schei$$ holz naemlich. wir sollten mal vor der eigenen tuere zu kehren beginnen. oder unterm teakholztisch.

Immer schön weiteraxten. Bis das letzte Zweibeingemurks an CO2-Vergiftung gestorben ist. Dann wird sich in die kosmische Hintergrundstrahlung ein Lachen mischen.

Dazu passt der folgende (traurige) scherz:

Treffen sich zwei Planeten - sagt der eine: Mist, ich habe Menschen - sagt der andere: Keine Sorge, das vergeht von selbst wieder.

statt "menschen" nimm "homo sapiens". klingt noch mehr nach krankheit.

Jura Soyfer, der Weltuntergang

Danke, wusste ich nicht, habe es irgendwo einmal gelesen und mich aus diesem anlass daran erinnert.

Google Earth aus 1000km Hoehe betrachtet, Bezirk Rondonia, lt Wikipedia 25% abgeholzt, sieht eher nach 50% aus, 140000km² wurden hier abgeholzt sieht nach dem am schlimmtsten betroffenen Bezirk aus.
Bei einem globalen Bevoelkerungszuwachs von 80 mio/Jahr, wird über einen zugegeben längeren Zeitraum alles Regenwald abgeholzt werden.

Der Druck auf die Umwelt steigt unaufhaltsam,
irgendwie scheint es als würde die komplette Biomasse des Planeten in Menschen umgewandelt,
die Meere sind auch schon fast leer.

Solange die Bevölkerung wächst, ist es nicht anders möglich

Keine Naturschutzgebiet auf der Welt hat eine Chance auf Dauer, wenn an dessen Rand die Leute verhungern, und das werden sie, mit immer weiter steigender Bevölkerung.

Die Osterinseln zeigen ein dramatisches Beispiel: Totalzusammenbruch nach Aufbrauchen der Ressourcen, mit wenigen Überlebenden.

Stimmt in diesem Fall nicht,

hier geht's nicht darum, dass Menschen verhungern, sondern darum, dass einige den Hals nicht voll genug bekommen können.

nur, dort wird nichts angebaut, was den hunger der welt vertreibt, sondern öde zuckerrohr-, holz- und andere plantagen.

Nicht zu vergessen der beitrag der kath. kirche zu dem bevölkerungswachstum.

Der demente irre aus rom wird nicht müde, einen, wenn auch nicht allzugroßen beitrag zu der katastrophe zu leisten !

Die Bevölkerung verhungert (bzw. stirbt an Folgeerscheinungen von massivem Pestizideinsatz) dann halt am Rand der Sojafelder. Es geht hier garantiert nicht um den kleinen Mann.

Das traurige ist aber dass die Leute nicht hungern müssten!

Die hungern weil ein paar Weltverbesserer ein paar Ideen in die Welt gesetzt haben, diese im grunde gutgemeinten Ideen zuspruch fanden und schlecht umgesetzt wurden.
jetzt heisst es wieder von vorne Anfangen. Wertvolle Zeit (ca. ein Jahrhundert) ist in der Zwischenzeit verloren gegangen.

Genau meine Meinung

die natur wird zurückschlagen

und ob wir das überleben ist fraglich

Wenigstens werden die Hintermänner der Agrar-Lobby

ebenfalls auf dem Mensch-infizierten Planeten krepieren wenn erstmal die grüne Lunge der Erde verschwunden ist.

nein, werden sie nicht….wir werden uns darum prügeln, ihnen die letzten nahrungsmittel verkaufen zu dürfen.

so schaut's aus

Doch werden sie, alles nur eine Frage der Zeit.

Die können verkaufen was sie wollen und wenn sie sich auf den Kopf stellen wirds nix helfen wenn die Lebensbedingungen menschen-feindlich werden.

Also da stimmt doch was nicht.

In den ersten 3 Monaten 2012 wurde die 3fache Fläche ds Amazonas-Urwaldes gerodet als im Vergleichszeitraum von 2011. Das sind die Ergebnisse aus der Auswertung von Satellitenaufnahmen. Unter diesen Umständen von einer Reduzierung der Abholzung zu sprechen ist doch blanker Hohn. Die brasilianische Regierung hat doch längst die Kontrolle über ihre Wirtschaft verloren (wenn sie, sie jemals hatte).

Ja, man sollte den Schutz komplett abschaffen, und nur die Zahl Bäume stehen lassen, die benötigt wird um die Verbrecher die solches beschließen daran aufknüpfen zu können.

Die Welt war einmal ein Ort voller Regenwälder, dann kam die Industrie, und der Raubbau hat begonnen, die Folgen sind mehr als deutlich zu spüren. Und noch ist es nicht genug für einige. Vllt. wird ja mal realisiert - Geld kann man nicht fressen.

Das ist eine echte Sauerei! Da haben sich wieder ein paar Leute bestechen lassen!

2/3 der emissionen

Und damit zu 2/3 am bevorstehenden weltuntergang verantwotlich (das ist jetzt etwas überspitzt formuliert, aber nicht so falsch langfristig gesehen).

Da klimaschtz nun wirklich nicht angelegenheit eines einzigen staates ist, brauchen wir internationale schutzmaßnahmen

Ich bin für eine große aufkaufaktion von regenwald seitens der jetzigen industriestaaten, ein paar milliafden der eu für regenwaldschutz wären eine gute langzeitinvestition.

Und wenn wir ihr land schon nicht komplett aufkaufen können, dann bitte strenge kontrollen und auflagen auf zb brasilianische produkte, falls sie dem regenwald schaden (damit muss aber auch die eu einstecken und die massiven sojaimporte in den nächsten jahren stark vermindern anstatt sie zu erhöhen…)!

Sojaprodukte aus dem Regenwald sind normalerweise Futtermittel für Fleischproduktion. Das sollte man auch bedenken.

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