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Eine Beziehung zu führen war noch nie einfach. Mit dem Aufkommen von Social Media wurde es aber noch eine Spur schwieriger. Es ist für viele ein Gratwanderung, was man aus dem Beziehungsleben preisgeben darf und was lieber privat gehalten wird.
Rücksicht auf den Partner
Das gilt vor allem, wenn eine Hälfte des Paares nichts davon hält, auf Facebook oder per Tweet etwas über das romantische Wochenende oder ein verpfuschtes Abendessen zu lesen. So ein Post kann zu Irritation, Verlegenheit, Missverständnissen und verletzten Egos führen. So wie es die Tochter von Johnny Cash, Rosanne Cash, erleben musste, die auf Twitter viel über ihr Beziehungsleben plaudert.
Als ihr Mann, der Musiker John Leventhal, ins Tonstudio kam, fand er einen überraschten Tontechniker vor, der ihm mitteilte: "Ich dachte, du machst ein Nickerchen." Leventhal war erzürnt, dass seine Frau in einem Tweet der Welt mitgeteilt hatte, dass er gerade schläft.
Feste Regeln schon beim ersten Date
Damit das nicht passiert, wird heute oft schon beim ersten Date darüber gesprochen, was man über den anderen in den sozialen Netzwerken schreiben darf oder ob man die Person auf einem Foto verlinken darf. "Es gibt Standard-Auseinandersetzungen, die in vielen Beziehungen stattfinden, aber jetzt gibt es mehrere Zuschauer", sagte Lee Rainie, Direktor des Internet and American Life Project des Pew-Forschungszentrums, zur "New York Times".
Unterschiedliche Konfliktlösungen
Das Forschungszentrum hat mehr als ein Dutzend Paare befragt, wie üblich Meinungsverschiedenheiten über das Teilen von privaten Angelegenheiten in sozialen Netzwerken sind. Es gibt verschiedene Ansätze zur Konfliktlösung. Während ein Paar vor jeder Veröffentlichung die Posts des anderen durchliest, haben andere die Abmachung, gar nichts erst über die Beziehung zu schreiben. Andere wiederum lesen überhaupt nicht, was der andere postet, um nicht vor den Kopf gestoßen zu werden. (soc, derStandard.at, 26.4.2012)
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Unklar, wie viele davon App tatsächlich nutzen - Bisher dominieren negative Bewertungen
Exzessives Verwenden von Social Media ist wohl eher Symptom denn Ursache für eine nicht (mehr) funktionierende Beziehung...
Und alle ach so abgeklärten, die sich da über die doofen Verwender von Social Media ereifern mögen sich mal überlegen, was sie da selbst gerade machen, wenn sie in einem Internet-Forum posten...
Bei Social Media ists wie mit so vielem - es kommt auf die Dosis an.
Hallo, mir erschließt sich der Sinn von facebook nach wie vor nicht. Daher ehrlich gemeinte Frage: Wozu sollte ich der Welt mitteilen, was ich gerade mache?
Meine Freunde wissen es, denn entweder
1) treff ich mich mit ihnen oder
2) ruf ich sie an.
Hatte mal einen account, da postete ein bekannter: "Juhuu, gehe jetzt grillen". und 30 Minuten später: "Grillen abgesagt, es regnet". Ohne Schmäh, das war tatsächlich so.
Wo ist die Relevanz für mich? Wieso sollte ich das wissen wollen oder lesen müssen?
Auf mich wirkt es so, dass sich facebooker tendenziell produzieren müssen ("schau her, ich bin so cool") bzw. ihren Selbstwert massiv darüber definieren, dass andere eh glauben, dass sie toll sind. Kennt jemand Studien dazu?
Denk ich mir auch.
Freund von mir beim Skitourengehen:
* gehen grad rauf
* sind am GIpfel, super Sicht
* Traumpowder, Gruesse vom Schnee
* ....
Seitdem nehm ich ihn nicht mehr mit, alle gefuehlte 10min so ein #%$#-Statusbericht und dann lesen ob die anderen einen wohl beneiden.
Wenn all ihre Freunde im gleichen Grätzl wohnen, brauchen sie natürlich kein FB, sind diese über den ganzen Globus verstreut, ist es aber schon ganz praktisch.
Und das "sich produzieren müssen" ist wohl auch kein FB-spezifisches Phänomen. Jeder der ein (Hausnummer) Armani T-Shirt, eine Rolex, eine Ray Ban Sonnenbrille etc. hat, versucht damit "cool" zu sein...
Mir kommt vor, dass viele Sozial-Media-User gar nicht wissen, was sie tun. Bei FB hab ich einen Bekannten, der ständig seinen Aufenthaltsort bekannt gibt. Das ist vermutlich ein Schrei nach Aufmerksamkeit und dann ist er gegen eine Datenspeicherung usw ... naja seltsam. Dann bekam ich eine Einladung zu einer Party ... jetzt weiß jeder, dass ich zu dieser Party gehe - hab Meldung dann aber eh gleich ausgeblendet. Macht man bei dem Quatsch aber nicht mit, ist man gleich verklemmt und asozial ... wohin dies noch alles führen wird ... ich bin gespannt.
-> also ob mein(e) Partner(in) gerade ein Nickerchen macht, ein Häufchen setzt, oder nackt durch die Wohnung läuft, hat auf solchen Plattformen ohnehin nichts verloren. Für Leute mit ein wenig "Stil" sollte sich diese Problematik also eigentlich gar nicht stellen....
Und die, die jeden *Schas* posten müssen: selber schuld.
Unglaublich was Facebook etc. für einen Stellenwert in so manchem Leben eingenommen hat...
Wehmütig denke ich an die Zeiten zurück, wo man einfach wusste, wo und wann man seine Freunde zum Spielen antreffen konnte.
Ich will jetzt keine klassischen Wirtshausphrasen um mich schmeissen, mir kommt einfach vor, dass durch Handies und soziale Netzwerke nur alles komplizierter wird.
Es interessiert ja eh keinen mehr.
Mehr und mehr leute die bei FB 3-5 Jahre dabei waren hoeren wieder auf damit.
Es interssiert ja eh keinen ob mein Baby heute 3 oder 4 mal gross und klein gemacht hat.
oder
ob ich gut geschalfen habe oder gestern mir die Birne weggessoffen habe.
Erstens hat keiner Zeit den ganzen Muell zu lesen,
zweitens es ist ja wirklich nur das erste Jahr lustig.
ueber kurz oder lang wird FB wieder nur von gelangweiligten teenagern verwendet werden weil Erwachsene weder Zeit noch Lust dazu haben.
Zumindest ist das die Meinung meines Bekanntenkreises.
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