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Für das Gauderfest in Tirol braut Peter Kaufmann in der Zillertaler Brauerei Österreichs stärkstes Festbier.
Es gibt nicht allzu viele Feste in Österreich, für die es ein traditionell gebrautes Bier gibt. Weihnachten. Mancherorts auch Ostern - mit dem Zipfer Josefibock als meistverkauftem Frühjahrs-Starkbier. Oktoberbräu und Herbstbier versuchen die eine oder andere Brauerei - aber ohne zugehöriges Fest.
Und dann gibt es da noch das Gauderfest in Tirol. Für diese traditionelle Veranstaltung am ersten Maiwochenende braut Peter Kaufmann in der Zillertaler Brauerei Österreichs stärkstes Festbier - eigentlich einen hellen Maibock. Ursprünglich hatte dieser Gauderbock sogar Doppelbockstärke (über 18 Grad Stammwürze), aber auch das seit etlichen Jahren an moderne Trinkgewohnheiten angepasste Bockbier hat es mit 17 Grad Stammwürze und 7,8 Prozent Alkohol ordentlich in sich.
Vor allem deshalb, weil man gar nicht merkt, wie kräftig dieses acht Monate lang im eiskalten Lagertank gereifte Bier ist: Die goldgelbe Farbe würde auch einem Pils nicht schlecht anstehen, der Schaum ist kräftig, und der Duft erinnert an frisches Biskuit und an frische Feigen, und der Antrunk ist trügerisch schlank, wenn man das Bier zu stark gekühlt trinkt.
Hauch von Karamell und Pecannüssen
Bei der empfohlenen Trinktemperatur zwischen acht und zehn Grad zeigt sich der Gauderbock aber doch ein wenig vollmundiger, ein Hauch von Karamell und Pecannüssen ist ebenso im Trunk zu finden wie die cremig-wärmenden Vanilletöne und die verhaltene, gerade einmal für die perfekte Balance sorgende Bittere im Nachtrunk.
Es ist ein wirklich ziemlich einzigartiges Bier, dem man eine gute Prognose für jahrelange Reifung erstellen würde. Wenn man nicht wüsste, dass dieser Rat umsonst ist: Fast der gesamte Jahresvorrat des Gauderbocks wird am ersten Maiwochenende beim Gauderfest getrunken. Das Maifest auf dem Gauderlehen ist eines der ältesten Trachtenfeste Tirols, die Zillertaler Brauerei hat es um einige bierige Aspekte - etwa die jährliche Gambrinus-Rede - bereichert. Hinschauen lohnt, wie eine Beschreibung aus dem Jahr 1807 andeutet: "Im Zillertal gewähren die leichten und weiten Röcke der Weibsbilder, die sich beim Tanz in einem großen Rade bis über den Kopf drehen, dem wollüstigen Städter einen Anblick, der ihn nicht, so wie den daran gewöhnten Landsmann, in ganz kaltblütiger Stimmung lässt." Also: Auf zum Gauder! (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 27.4.2012)
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Normal heißts es liegt am Wasser. Stibimbt, nur hier
nicht, weil das Wasser ist ja superprima und das Bier .... nun ja...nicht in echt, ist.... nun mal...
schlechter als Heinecken oder Becks oder gar
Warsteiner, was man eben alles in oversees kriegt.
Stiegel geht, Punti ach, 17er ne, bleibt aber immer
zweite Wahl wenns was anderes gibt.
Woran liegts?
Kann ich angesichts des letzten Teils des Artikels den Schluss ziehen, dass der kaltblütige Zillertaler Landsmann beim "Deandldrahn" angesichts der Wadln der Madln derartig unbeeindruckt bleibt, dass es einen Gauderbock braucht damit sich überhaupt noch was drahd?
Nach Pekannuss schmeckt so gut wie alles weil
a) schmeckt selber nicht nach viel
b) hat nicht jeder Leser schon mal gekostet bzw. erinnert sich.
Das zu bemühen gleicht dem "Schmeckt wie Hühnchen"-Vergleich in ausländischen Spezietäten-Stätten.
Ich find's absurd. Genau so übrigens, in den Wein von Pfeffer bis zu Brombeeren alles reinzudichten oder in Kaffee eine Schokolade oder in Grillfleisch den Kakao.
In diesem Sinne
Prost/Mahlzeit
Heuer gibt es ein Novum.
Ich zitiere aus dem offiziellen Folder:
"Neu ist im Jahr 2012 der Gauder Steinbock, eine Bockbierspezialität, gebraut nach dem Originalrezept aus den 1920er-Jahren mit 22 Grad Stammwürze und 10,4 Volumsprozent Alkohol."
Kannt mal nen Bierfreund, Dr.
Der wollte nicht mal einen Kaffee selber bereiten.
Konnt er aber auch nicht.
"Ach, jetzt hätt ich Lust auf einen Kaffee" "Ja dann
mach Dir doch einen, Du weißt doch wo das Zeug
steht." "Nein, dann schmeckt er mir nicht mehr"
Dann lieber ein Bier, lach
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