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STANDARD: Vor einer Woche haben Sie Israels Premier Benjamin Netanjahu im Namen von Präsident Mahmud Abbas einen Brief über die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen überreicht. Am Dienstag hat Israel drei illegal gebaute Siedlungen im Westjordanland für legal erklärt. War das die Antwort?
Saeb Erekat: Ich verurteile diese Entscheidung der israelischen Regierung auf das Schärfste. Alle Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal. Der Brief war ein Versuch, den Friedensprozess wieder aufleben zu lassen und die Zwei-Staaten-Lösung zu bewahren. Der Premier hat die Wahl zwischen Siedlungen und Frieden, beides geht nicht. Der Brief forderte Herrn Netanjahu auf, den Frieden zu wählen, zwei Staaten auf Basis (der Grenzen, Anm.) von 1967.
STANDARD: Ist der Vorstoß also gescheitert?
Erekat: Der Brief war kein Ziel, sondern ein Instrument. Er sollte Herrn Netanjahu daran erinnern, dass es einen Friedensprozess gibt und Vereinbarungen, die eingehalten werden müssen. Die Entscheidung über die drei Siedlungen ist eine Antwort, ja - das ist meine persönliche Meinung. Offensichtlich lautet die Wahl, die Siedlungsaktivitäten fortzuführen. Wenn das der Fall ist, bedeutet es, dass sie (die Israelis, Anm.) die Zwei-Staaten-Lösung unterminieren und den Friedensprozess zerstören. Aber Israels Premier sagte mir, dass er in zwei Wochen einen Brief an Abu Mazen (Abbas, Anm.) schicken wird. Darauf warten wir.
Standard: Was wird der nächste Schritt sein - ein Antrag auf Aufwertung Ihres Status in der UN-Generalversammlung, was eine De-facto-Anerkennung als Staat bedeuten würde?
Erekat: Wir könnten uns sehr bald an die Generalversammlung wenden, ja. Es ist eine Option. Das ist unser volles Recht. Aber vorerst warten wir auf den Brief.
STANDARD: Stunden nach der Entscheidung über die Siedlungen hat Netanjahu am Dienstag erstmals erklärt, er unterstütze einen „zusammenhängenden" Staat für die Palästinenser, dieser solle nicht wie ein Schweizer Käse aussehen.
Erekat: Ich wünsche mir wirklich, dass Herr Netanjahu unser Partner ist. Aber wenn er einen „zusammenhängenden" palästinensischen Staat ankündigt und am selben Tag drei Siedlungen auf diesem Land baut - was sollen wir daraus schließen? Das ist Landnahme und untergräbt die Zwei-Staaten-Lösung und den Friedensprozess. Hier hat sich Herr Netanjahu für die Siedlungen entschieden, nicht für den Frieden.
STANDARD: Was verlangen Sie von Israel - wo ist die rote Linie?
Erekat: Stoppt die Siedlungen.
STANDARD: Ein neues Moratorium?
Erekat: Ein neues Moratorium, ja. Wir wollen Verhandlungen, aber sinnvolle Verhandlungen. Wir wollen eine Zwei-Staaten-Lösung erreichen. Dafür muss Israel seine Verpflichtung anerkennen, die Siedlungsaktivitäten zu stoppen.
STANDARD: Die innerpalästinensische Versöhnung zwischen Hamas im Gazastreifen und der Fatah im Westjordanland ist trotz mehrfacher Absichtserklärungen noch nicht vorangekommen.
Erekat: Das ist ein großes Versagen von uns Palästinensern. Der einzige Weg zu koexistieren ist, dass wir akzeptieren, dass wir zur Wahlurne gehen - und nicht zur Waffe greifen, wenn es Differenzen gibt. Ich hoffe, dass Hamas sich für Wahlen entscheidet. Denn darum geht es derzeit: Wahlen vorzubereiten. Die Hamas hat der zentralen Wahlkommission bis jetzt aber nicht erlaubt, die Wählerlisten zu aktualisieren.
STANDARD: Unterminiert dieser Konflikt nicht Ihre Forderungen?
Erekat: Er schwächt uns. Aber viele Befreiungsbewegungen hatten konkurrierende Parteien und wurden von der Uno anerkannt. Und die ganze Welt, auch die Hamas, hat die PLO als Repräsentanten der Palästinenser anerkannt. (Julia Raabe, DER STANDARD, 26.4.2012)
Saeb Erekat (57) ist palästinensischer Chefunterhändler für die Verhandlungen mit Israel und Mitglied des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). In Wien war er auf Einladung der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik und der Vereinten Nationen.
Große Siedlungsblöcke sollen allerdings bei Israel bleiben
Demonstranten fordern "dritte Intifada" gegen Israel
Kritischer Sozialreport im Vorfeld des "Jerusalem-Tages" veröffentlicht
Nur wenige Tage nach Berichten über Einfrieren des Siedlungsbaus
Einigungsentwurf bei Versöhnungsgesprächen mit der Türkei
Fast zeitgleich sind diese Woche Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Peking zu Besuch
Israels Premier: Streit mit Palästinensern "nicht territorial"
Allerdings keine Anerkennung von Israel als "jüdischer Staat"
Palästinenser-Präsident auf Arbeitsbesuch in Wien - Fischer sagt nichts zu angeblichen Nahost-Geheimverhandlungen in Österreich
Rakete traf unbemannten Flugkörper acht Kilometer westlich von Haifa - Hisbollah dementiert Entsendung von unbemanntem Flugzeug
Polizei: Mann wurde von Palästinenser an Bushaltestelle erstochen - Militär untersucht Vorfall
Laut Kreisen nach anhaltenden politischen Unstimmigkeiten mit Abbas
Diesmal keine Steinwürfe auf Sicherheitskräfte in Oz Zion
Zentren sollen am Dienstag wieder geöffnet werden
Auch Österreich dabei - Anregung von Ashton
Zusammenstöße mit israelischen Soldaten an Straßensperre
Im Westen beliebter Technokrat stürzt über palästinensische Finanzkrise
Palästinensergruppe bestätigte 56-Jährigen, der seit 2004 an der Spitze der Organisation steht - Hoffnung auf moderateren Kurs
Streit mit Präsident Abbas - Westen warnte vor Entlassung Fayyads
Vereinbarung zwischen Abbas und jordanischem König, Jerusalem vor "Judaisierung" zu schützen
US-Außenminister auf mehrtägiger Nahost-Mission - Gaza-Übergänge nach Raketenangriff geschlossen
14 palästinensische Abgeordnete sitzen in israelischen Gefängnissen ein
Vereinte Nationen nennen Verschlechterung der Sicherheitslage als Grund - Hamas spricht von "ungerechtfertigter" Entscheidung
Schritt solle binnen zwei Monaten erfolgen
Zunächst keine Anträge auf Aufwertung von internationalem Status
Moment, nach landläufiger Forenmeinung müsste der palästinensische Chefunterhändler Erekat eigentlich Rassist und Antisemit sein! Wie kann man nur die aktuelle israelische Regierung kritisieren!!
Politisch korrekt wäre ja was anderes, was schon andere Kritiker zu spühren bekommen haben ...
...übrigens finde ich dennoch Ihren Kommentar zum "wachsenden Antisemitismus", über den sich niemand mehr zu beschweren braucht, auch ein wenig. Also, naja. Ein wenig eben.
- Ganz nebenbei: Der Staat Israel ist nicht gleichzusetzen mit "dem Semitischen" an sich (und ich in meiner "Unverschämtheit" schon gar nicht, ich bin überdies ganz anderer Abstammung), bezüglich dessen Sie offenbar doch wieder ganz gerne ein bißchen "Anti-" sind. Auch eine seltsame und ein wenig traurige Einstellung, wie ich finde.
es könnte sogar sein, dass da semiten, die gar keine (mehr) sind, semiten unterdrücken, die das problem haben, in die falsche religion hineingeboren worden zu sein.
ja, ich möchte eigentlich fast wetten, dass es mehr palästinensische semiten gibt als jüdische.
insofern trifft die antisemitismuskeule ja in wahrheit nie ihr ziel.
Überdies mißversteht man mich. Ich sagte doch gar nicht, daß ich Israels Siedlungsbau irgendwie gutheiße.
Das Problem ist nur, daß die moralischen Fragen gar nicht erst greifen. Israel will es so, und Israel kann so, also wird so getan. Angst vor Sanktionen etc.? - Ach was.
Meiner Ansicht nach ist so eben die Geschichte. Der Stärkere verfährt nach seinem Willen und Gutdünken, und habe der Schwächere vielleicht das moralische Recht mehr auf seiner Seite. Macht schlägt Moral. Man kann das bedauern, aber nicht leugnen. (Man kann auch mir rote Striche für meine reine Sachverhaltsdarstellung geben, wenn das ein besseres Gefühl macht. Aber ich hab's nicht so eingerichtet.)
auch hier muss ich dir zustimmen. man muss etwas nicht gut heißen, nur weil man es realistisch sieht. fakt ist, die mächtigen der welt, sprich die bankster und das finanzkapital, die hinter dem westlichen wirtschaftsmodell stehen, protegieren israel und solange das so ist, bleiben die palästinenser außen vor.
die unifil mission im libanon gibt es seit 1978, kriege konnte sie keine verhindern, und entwaffnet hat sie ebenfalls niemanden, insbesondere nicht hizbullah, was durch un sc res 1559 und 1680 klar verlangt wird. eine internationale schutztruppe ist gemäss den erfahrungen keine lösung des problems.
Genau. Bitte beginnen sie damit:
- Keine Arzneimittel von Teva und Ratiopharm
- Kein Intel und Windows mehr... d.h. bitte PC abschalten
- Bitte vorallem in ihrem Krankenhaus vor jeder Behandlung nachfragen, ob die Geräte (wie z.B. MR) nicht aus Israel kommen
Den Rest googlen sie mal bitte.
Windows wurde durch eine israelische Firma entwickelt?
Ratiopharm stellt Generika her, hat daher auf diese Medikamente keine Patente und diese können durch jede andere Pharmafirma auch produziert werden.
Dazu müssen Sie sich schon andere Argumente überlegen.
na und? Was hat es damit zu tun? Boykottieren sie mal schön die größten Generika Hersteller der Welt. Hoffe, Sie bleiben gesund. Und es wird ihnen wohl schlecht werden, wenn sie herausfinden, wieviele Sachen und Produkte in ihrem täglichen Gebrauch ursprüngliche aus israelische Forschung und Entwicklung entwickelt wurden.
Und bzgl. MS:
http://www.timesofisrael.com/microsoft... hink-next/
Zitag: Israelische Jungunternehmer und Unternehmensgründer geniessen eine günstige finanzpolitische Struktur wie an keinem anderen Ort der Welt. Die jungen Führungskräfte profitieren dabei von der allgemeinen Wehrpflicht, der Militärdienst macht sie in formativen Jahren nicht nur mit unabwägbaren Herausforderungen vertraut, sondern auch mit hoch entwickelter Technologie. Ende des Zitats
Ihr einziges Ziel ist es die Palästinenser zu assimilieren oder auszurotten. Anders kann man sich die Unterminierung des nun doch schon seit ein zwei tagen laufenden Friedensprozesses nicht erklären.
Alles andere Blabla ist nur ein ablenken von Tatsachen schaffen wie Siedlungs Bau, Landraub oder Mauerbau
.
Ich frage mich nur wie lange sich die USA als Schutzmacht Israels noch in quasi Geiselhaft nähmen lässt. Israel hat war einmal die einzige wirkliche Demokratie in der Region und ein beständiger Partner nur den Boden der Demokratie hat es schon vor geraumer zeit verlassen. Da für Israel nur die Jüdischen Einwohner zählen wird allen anderen ein stein nach den anderen in den weg gelegt. Dürfen nicht in die Armee oder berufe ausüben.
immerhin hat er in san franciso und bradford studiert, er kennt also die bittere armut. und hat eine menge förderungen von israel kassiert, als er an der an-najah-universität gelehrt hat. mit diesen förderungen hat er auch die lüge des massakers von jenin verbreitet, wo er behauptet hat es hätte 500 tote gegeben. selbst die ngos human rights watch und amnesty international haben diese behauptungen zurück gewiesen. tatsächlich sind die meisten durch palästinensische sprengfallen ums leben gekommen. also ein mann den man unbedingt glauben muss, versteht er doch so gut die amren palästinenser.
wer medien aus nahost verfolgt, kennt die massiven koruptionsvorwürfe gegen ihm.
defacto ist es so dass Israel keinen Frieden will und das merken nun schon alle. aber so lange die USA den Quargelsturz über Israel halten wird sich nichts ändern. Nur wie lange wird das noch sein?
Wenn die Palästinenser anfangen sic Gandhi zum Vorbild zu nähmen und einen Friedlichen Protest aufziehen ist es mit Israel zu ende. Denn wen wie beim letzten mal das Militär gegen die Demonstranten vorgeht vor der Weltöffentlichkeit wird die Stimmung und der druck sich ändern.
Gandhi hat das vorgemacht sie müssen es nur nachmachen und Geduld haben.
Ich finds echt witzig.
Bzw traurig. Scheißtraurig und gefährlich.
Und ich gebs ganz offen zu: für mich geht die Gefahr von der einzigen Weltreligion aus, die keine Aufklärung in irgendeiner Form durchmachen musste und noch mittelalterliche Moralvorstellungen mit sich herumschleppt.
Aber wir sind nun mal in einem Extremistenfreundlichen und Kriegsgeilen Land kommt mir vor, da lässt man sich schon gern mal einlullen.
Aber ja, die armen armen Hamas, würden sich Ghandie niemals zum Vorbild nehmen - die bringen Leute wie Ghandi um!
gewaltfreien wiederstand.
Den ich der einen Partei in diesen streit ans herzen legen würde.
Natürlich hätte ich ihnen auch Maciavelli und von Clausewitz ans herzen legen können nur wäre der effekt in diesen fall ein gegenteiliger als der gewünschte sicher kein friedlicher gewesen.
Aber das wissen Sie sicher.
Deswegen wählte ich diese Person der geschichte.
Ich hoffe mit diesen erleuternden worten konnte ich ihnen behilflich sein .
wenn Juden und Araber lange daran arbeiten, wird es auch ihnen gelingen. sie sind nicht heilig und wenn schon heilig, dann die ganze welt.
es ist eine Frechheit mit welchen schwachsinn, die der Menschheit die zeit stehlen.
im Prinzip sind beide völker rassistisch. eigentlich ist es die ganze weltbevölkerung. solange bis wir uns von unseren genen geistig trennen können.
pflanzen sind auch rassistisch. sie helfen ihren verwandten mehr als fremden pflanzen mit wasser ect.
Eigentlich nur deprimierend wie die dumme, religiös-fundamentalistische und sehr kurzsichtige Politik Israels Zukunft zunichte macht.
Es gibt nur zwei Optionen:
Entweder eine Zwei-Staaten Lösung mit beiderseits akzeptierten Grenzen als Grundlage für Friedensverträge mit den Nachbarstaaten und der arabischen Welt.
Oder die Vertreibung der Palästinenser und der Verlass auf die militärische Stärke um den Zorn der Nachbarn zurückzuhalten.
Ob es aber mit Option 2 in 100 oder 150 Jahren noch einen israelischen Staat gibt mag ich ernsthaft bezweifeln.
Ich fand das früher auch immer die Beste Lösung.
Nur hat mir mein Besuch in der Region gezeigt wie unvorstellbar groß der Hass auf beiden Seiten ist und so eine Lösung daher in den nächsten Jahren nicht möglich sein wird.
Außerdem wurde Israel ja als "jüdischer" Staat errichtet, weswegen Millionen von Moslems dort einfach nicht aufgenommen werden könnten ohne den jüdischen Staat an sich abzuschaffen (wofür es in Israel keinesfalls eine Mehrheit geben wird).
und zwar vehement, dann wird das bis zum st. nimmerleinstag so weitergehen.
israel muss in seine schranken verwiesen werden, es muss einen (überlebensfähigen) palistinenserstaat geben und verstösse müssen hart sanktioniert werden.
so wie es jetzt läuft, bedeutet der konflikt ein dauerhaftes sicherheitsrisiko für die gesamte region.
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