Die Heimkehr der Schnabelkanne

25. April 2012, 17:34
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Einer der bedeutendsten Funde aus der Keltenzeit wird jetzt im Halleiner Keltenmuseum ausgestellt

Salzburg - Rund 80 Jahre nach ihrer Entdeckung auf dem Halleiner Dürrnberg im September 1932 ist einer der bedeutendsten Funde aus der Keltenzeit wieder nach Hallein zurückgekehrt. Die knapp einen halben Meter hohe Bronzekanne ist rund 2.500 Jahre alt und wird jetzt im Halleiner Keltenmuseum ausgestellt.

Bis vor kurzem war der bedeutende Fund im Salzburg-Museum in der Landeshauptstadt zu besichtigen. Mit der Übernahme des Keltenmuseums durch das Landesmuseum Anfang 2012 wurde die Übersiedelung der frisch restaurierten Kanne möglich.

Das Meisterwerk keltischer Handwerkskunst war eine Grabbeigabe für einen hochrangigen, auf einem Streitwagen beigesetzten Keltenfürsten. Das Fassungsvermögen des archäologischen Kleinods beträgt 3,8 Liter.

Für Salinen-Boss Hannes Androsch - auch Ehrenpräsident der Freunde des Keltenmuseums - ist die noble Grabbeigabe auch ein Zeichen für die regen Handelsbeziehungen der Kelten. Diese stellten gewissermaßen "die ersten Spuren einer europäischen Gemeinschaft dar", sagt Androsch mit Verweis auf 7.000 Jahre Salzbergbau in Österreich. (neu/DER STANDARD, 26.4. 2012)

  • Salinen-Boss Hannes Androsch und Museumschef Erich Marx.
    foto: salzburg-museum

    Salinen-Boss Hannes Androsch und Museumschef Erich Marx.

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