Leben neben Tschernobyl

Ansichtssache
26. April 2012, 06:15

Am 26. April jährt sich die ukrainische Atomkatastrophe von Tschernobyl. In Russland, Weißrussland und der Ukraine finden Gedenkveranstaltungen statt. Für viele ist die Katastrophe noch sehr präsent, für manche lebensbestimmend - etwa für die letzten verbliebenen Einwohner von Tulgovitschi, einem kleinen weißrussischen Dorf nahe des Atomsperrgebietes rund um die Reaktoren im benachbarten Tschernobyl.

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foto: reuters/vasily fedosenko

Ivan Shamianok ist einer der letzten sechs Einwohner von Tulgovitschi.

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Interessant immer wieder die stark tendenziöse Wortwahl:"und von den Verbliebenen

sind mittlerweile viele verstorben."
Das klingt ja furchtbar oder?!? Nur, dass halt fast nur alte Menschen geblieben sind und diese eher an Alterschwäche als sonstigen Krankheiten sterben.
Und wie einige Poster unten schon erwähnt haben: Die durchschnittliche Lebenserwartung in Russland ist <60Jahre, die gezeigten Menschen sind alle über 80! Irgend wie hat man das Gefühl, dass bei den verbliebenen die Lebenserwartung eher höher als niedirger ist als in Restlichen Land ;)

Aber ich mache der Redaktion für diese Wortwahl nur bedingt Vorwürfe: die AntiAtom-Gehirnwäsche in Österreich ist so allumfassend, dass man sich andere Ursachen für Sterblichkeit und nicht tendenziöse Gedanken/Formulierungen gar nicht mehr vorstellen kann ;)

interessant wäre übrigens folgende fragestellung:

die energiebranche als eine der reichsten branchen
stellt wieviele finanzielle mittel für die
erforschung und optimierung der öko-sozialen verträglichkeit
ihres jeweiligen energieträgers zur verfügung?

"öko-soziale-Verträglichkeit"

Schönes Modewort, nur bitte -was zur Hölle soll es denn bedeuten? - Dass wir vielleicht irgend welchen Soziologie-Klugschwätzern einen Haufen Geld dafür geben sollen, dass sie dann was? -Eh nichts verändern können/wollen?
Ein Staudamm ist halt ein Staudamm, er überflutet Land und kann auch brechen. Ein Kohlerevier ist ein Kohlerevier: man kann Rücklagen für Rückbau, Bergschäden usw. aufbauen und auch gute Filter in die Kraftwerke einbauen. Letztlich bleibt aber vom Braunkohlerevier eine "Seenplatte" zurück, vom Untertagebau jahrelange Bergsetzungen(Schäden an Häusern) und auch bei guten Filtern kommt noch genug Giftiges raus. Biomasse zerstört den Wald usw.
Kernkraft ist nunmal im Regelbetrieb das Umwelt- und Menschen-Verträglichste.

Sie werdens vielleicht nicht für möglich halten

aber es gibt leute in der wissenschaft mit guten ideen,
die solche probleme lösen werden

das derstandard pro-atomkraft ist, weiß man ja

weshalb das leben neben tschernobyl in seiner
ganzen harmlosigkeit präsentiert wird

hier ein alternativfoto

http://fudder.de/artikel/2... lbtraeume/

Jaja, derstandard ist ja SOOO proatom ;)

Sagen Sie auf welchem Planeten wohnen denn eigentlich Sie???
Und ehrlich gesagt: ich kenne eine ganze Menge ERNSTE Studien über Geburtschäden und Missbildungen die durch Strahlung verursacht werden -oder eben auch nicht.
Aus medizinischen Bestrahlungsanwendungen zb.
Nur kommen da Schwellenwerte für nenneswerte Effekte raus die bei der evakuierten Bevölkerung NIE erreicht wurden. Die reden bei 50-100mSv davon, dass zwar ein gewisses Risiko für zb. Leukämie besteht aber das (zusätzliche) Risiko letztlich so klein ist, dass sie deshalb nie zu einer Abtreibung raten würden. Auch die Wahrscheinlichkeit für Trisomie21 war (wenn überhaupt) nur in einem Zeitfenster von wenigen Tagen erhöht(~2promille statt ein promille normal).

erklären Sie doch bitte:

warum hat die arme atomkraftlobby
kein geld

um die forschung zu finanzieren, die
aus der atomkraft eine wirklich sozial und ökologisch verträgliche energiequelle macht?

Weil diese Kraftwerke das längst sind!

Nur gibts halt Idioten die das nicht wahrhaben wollen und Boulvardmedien ala Kronenzeitung die sich ganz unsozial einen Arsch daran verdienen den Leuten Angst einzujagen. :-)

wenn die forschung ausgereift wäre

würde im gesamten prozeß und von den abfallprodukten der atomenergiegewinnung
keine gefahren mehr ausgehen

d.h. der gesamte prozeß wäre tatsächlich beherrscht und daher unter allen Umständen kontrollierbar

deshalb: zurück an den start!
d.h. atomkraftenergieewinnung zurück in die forschung

entwickeln sie sofort einen strahlensauger!
entwickeln sie sofort eine methode, die radioaktive strahlen neutralisiert!

warum gibt es dann probleme mit fukushima?

wenn sie das sind?

und was ist eigentlich mit dem atommüll, den sie produzierten - ist der auch schon sozial und ökologisch verträglich?

warum müssen eigentlich betonhüllen gebaut werden um die ruine
jetzt wieder eine neue, weil die alte verfällt

weil alles so harmlos ist?

Zum ersten verfällt die alte hülle nicht wegen irgend welcher Materialschäden

die durch Strahlung entstehen, sondern weil diese unter großer Eile mit Robotern und ferngesteuerten Betonpumpen gebaut wurde und dementsprechend nicht gerade brauchbare Anforderungen an Wetterfestigkeit und Langlebigkeit efüllt(Wenn Wasser in feine Risse und Löcher eindringt und dieses im Winter friert geht halt der Beton durch Frostaufbrüche kaputt).
Zum anderen wird von russischen Physikern des öteren behauptet, dass man die Hülle brauchen würde weil der Kern sonst wieder kritisch werden könnte. Das ist aber extrem unwahrscheinlich(Wasser ist ein deutlich schlechterer Moderator als Graphit und dieser ist zum Großteil verbrannt).
Das wahrscheinlichste ist, das das Ding eingehaust wird um in der Zone bald Menschen rückzusiedeln.

das ist dann vermutlich wohl alles von
schweren alkoholikern oder kindsmöderInnen
in die wege geleitet

um der armen atomkraftlobby das leben schwer zu machen

Nein, aber von irren Deutschen(und Österreichern)

die sich selbst für "Gutmenschen" halten aber in Wirklichkeit nur einer perversen Freude an Panik, Besserwisserei und Hexenjägerei fröhnen.

und das sind dann Ihrer meinung nach wohl die anderen irren

http://www.nti.org/

Und abgesehen davon gibts glaube ich überhaupt keine Studie die eine erhöhte

Wahrscheinlichkeit für Geburtsfehler bestätigt.
Das was man auf diesen Bildern sieht dürfte eher eine Mischung aus erhöhter Aufmerksamkeit für spontane Fälle sein, die es immer und überall gibt(z.b. auch in Ö VOR 1986) und vorallem die Folge von Alkoholmissbrauch, der vorallem mit den SOZIALEN Problemen in diesen Gegenden zu tun hat.
Wenn Sie schon öfter nach diese Waisenhäusern im Internet gesucht haben wird Ihnen auch aufgefallen sein, dass viele der Kinder garnicht sichtbar krank sind: weil Sie auch nicht krank sind!- weil sie von ihren Alk-/Drogensüchtigen, arbeitslosen Eltern dort abgegeben wurden.
Und die Waisenhäuser verdienen mit diesen Kindern dann an den katastrophendusligen Westlern(Deutschen,Österreichern) -eine schöne Moral!

aha... und weil alles so harmlos ist

deshalb wurden wohl zigtausende menschen evaquiert
und das gesamte gebiet verfällt

weil alles so harmlos ist

wozu laufen eigentlich die arbeiter dort immer mit den weißen schutzanzügen etc. herum?

weil alles so harmlos ist

warum durfte man in den jahren 1986 kein obst und
gemüse ernten und essen in AT

weil alles so harmlos ist

warum sind denn atomkraftwerke sperrzonen

weil alles sooooo harmlos ist, tralalalalalallallallooooo

Die Menschen wurden evakuiert weil TATSÄCHLICH

ein Reaktorkern "offen" also ohne Schutzhülle war und wochenlang Lichterloh brannte. Es wurden unglaubliche Mengen an Strahlung freigesetzt und bis heute sind auch 100-200Menschen dadurch gestorben. Bis in 50Jahren werden es womöglich tatsächlich 2000-4000 Opfer werden und ohne Evakuierungen wären es vermutlich noch sehr viel mehr gewesen.
Ich bestreite nicht, dass der größte Atomunfall überhaupt war und eine der größeren technischen Katastrophen vergleichbar mit Bophal in der Chemieindustrie.
Aber was heißt das? Machen wir wegen Bopal keine Cyanid-chemie mehr(in Ö tatsächlich, sowas haben wir nach China u. co ausgelagert!).
Fahren wir nicht mehr zur See weil die Titanic untergegangen ist?
Ähnlich große Flächen werden durch den

Kohle-Tagebau oder die Errichtung von Speicherseen für Pumpspeicherkraftwerke

zerstört! Und diese Flächen sind dann WIRKLICH ökologische Wüsten. In der Tschernobyl-zone hingegen stellt sich gerade die ursprüngliche Fauna dieser Region wieder ein und es leben Wölfe, Bären und Wildpferde.
Kulturlandschaft wurde also zu sowas wie ein Nationalpark. per Unfall, seltener als alle 25Jahre. Kohlegruben entstehen nicht PER UNFALL, Stauseen zerstören nicht ganze Täler PER UNFALL, Mais, Raps und Palmöl Monokulturen entwerten nicht den Boden und entziehen ihn wichtigerer Nutzung(Lebensmittel) -PER UNFALL.
All das kann nicht durch bessere Kontainments und strengeres Sicherheitsmanagement verhindert werden. Stattessen werden diese Verbrechen an unserer Welt und Zukunft GEZIELT gefordert und durchgeführt, von Menschen wie Ihnen!

und "von Menschen wie Ihnen!"

werden mit vorliebe unterstellungen und verleumdungen in die welt gesetzt um Ihre eigenen
vorurteile zu stützen

gerne oute ich mich Ihnen gegenüber als anhänger
der sonnenenergiegewinnung - da sollte man die forschung intensivieren

über die folgen von geschluckter radioaktivität
http://en.wikipedia.org/wiki/Pois... Litvinenko

zur grauzone friedliche/kriegerische nutzung von
atomenergie siehe
http://www.nti.org/about/pro... ect-vinca/

zum aktuellen stand der "beherrschung nutzung von atomenergie" siehe
http://derstandard.at/133232392... angenommen

bei kohle- und wasserkraft weiß man wenigstens was,
bei radioakt wird vermuted

Auch nicht anders wie woanders in Ost Europa

Wer durch unsere Oestlcihen Nachbarlaender faehrt stellt fest das es nicht anders ist.

Mir ist nicht ganz klar was man jetzt hier damit sagen will?

Aber ganz nett der Herr ruestig ruestig!

Dazu passend empfehle ich "Der Radfahrer von Tschernobyl" von Javier Sebastian ... Sehr gutes Buch.

Diese Russen :)

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