Kritik an Nominierung von "Killerspiel" "Crysis 2"

25. April 2012, 15:54
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Die CDU/CSU kritisiert die Berücksichtigung des "Killerspiels" und fordert eine Neubesetzung der Jury

Wie Golem.de berichtet, kritisierte der medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen die Nominierung des Spiels "Crysis 2" für den Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie "Bestes Deutsches Spiel", da es sich dabei um ein "sogenanntes Killerspiel" handelt.

Crysis 2 ist nicht pädagogisch wertvoll

Laut CDU/CSU wurde "Crysis 2" nur wegen seiner "technisch-innovativen" Aspekte nominiert. Diese sollten laut Beschluss des Bundestages "ebenfalls eine, wenn auch nur sekundäre, Rolle spielen", wird Börnsen zitiert. Der 2007 initiierte Computerspielpreis soll an "qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle Computerspiele" vergeben werden. Dieser Punkt wurde bei der Nominierung von "Crysis 2" aber laut Börnsen ignoriert.

Neukonzeption und Neubesetzung gefordert

Er fordert daher "eine grundlegende Neukonzeption, eine deutliche Rückbesinnung auf den kulturell-pädagogischen Wert eines Computerspiels." Die CDU/CSU toleriert zwar jeden Erwachsenen, "der diese Art von Spielen in der Freizeit spielt", allerdings dürfen sie nicht mit einem Preis, der mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, ausgezeichnet werden.

Als Konsequenz soll daher auch die Jury neu besetzt werden, da sie "es vielen Eltern jetzt noch schwerer gemacht [hat], für alternative, sinnvolle Spiele zu werben." Der Deutsche Computerspielpreis 2012 wird am 26. April in Berlin vergeben. (soc, derStandard.at, 25.04.2012)

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    Für die CDU/CSU ist Crysis 2 nicht pädagogisch wertvoll.

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