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Roadmap in die nachhaltige Energiezukunft

25. April 2012, 15:12
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Oesterreichs Energie Trendforum: Aktionsplan - Die österreichische E-Wirtschaft sucht nationalen Schulterschluss beim Umbau des Energiesystems

Die Zeit ist reif für entschlossenes Handeln - das war der Tenor des Trendforums von Oesterreichs Energie, das am 24. April in der „Wolke 19" des Ares Towers in der Wiener Donaucity stattfand. Im Zentrum der Diskussion stand der soeben präsentierte Aktionsplan der E-Wirtschaft, der den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft weisen soll.

Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, stellte in ihrem Eingangsreferat klar, dass es sich dabei nicht um einen Alleingang handeln könne, sondern dass die Herausforderungen einen nationalen Schulterschluss erforderten. „Es gibt einen Konsens bezüglich der Notwendigkeit der Gewährleistung der Versorgungssicherheit, wir stehen aber oft vor dem Problem mangelnder Akzeptanz für die dafür nötigen Maßnahmen. Hier muss noch viel getan werden", betonte Schmidt.

Oesterreichs Energie forciert Schulterschluss

Dass die österreichische E-Wirtschaft einen intensiven Dialog über die energiewirtschaftlichen Notwendigkeiten mit allen Interessensgruppen aktiv sucht, zeigte sich in der Zusammensetzung der Diskussionsrunde. Zum Gedankenaustausch geladen waren neben den Vertretern aus dem Bereich Energie auch Interessensvertreter aus den Sektoren Umwelt, der Sparte Arbeitnehmer und Konsumenten sowie der Kommunalpolitik.

Den wissenschaftlichen Part repräsentierte Peter Traupmann, Geschäftsführer der Austrian Energy Agency, der in seinem Diskussionsbeitrag die Hintergründe für den Aufstieg der Elektrizität zur Energieform der Zukunft skizzierte. Er verwies unter anderem darauf, dass durch den Umbau des Energiesystems der Stromverbrauch trotz verstärkter Effizienzbemühungen langfristig um bis zu 20 Prozent steigen werde. Leo Windtner, Vizepräsident von Oesterreichs Energie, ergänzte Traupmanns Ausführungen mit Verweis auf die Schwerpunkte des Aktionsplans von Oesterreichs Energie, der auf der Grundlage dieser Entwicklung konzipiert wurde. „Der Umstieg auf die Erneuerbaren, der Ausbau der Wasserkraft und der Netze, die Schaffung von Speichermöglichkeiten - es kommt eine Fülle neuer Herausforderungen auf die Branche zu. Die Versorgungssicherheit zu leistbaren Preisen zu gewährleisten, ist unsere Aufgabe", betonte Windtner.

Lösung von Detailfragen in konstruktiven Diskussionen

Klaus Kastenhofer, politischer Geschäftsführer von Global 2000 brachte zwar seine Bedenken bezüglich eines grenzenlosen Wachstums zum Ausdruck, bekundete aber gleichzeitig seine Bereitschaft, an einer konstruktiven Diskussion über den Ausbau des Energiesystems mitwirken zu wollen. "Auch die Interessensvertreter des Umweltschutzes sind sich bewusst, dass Energie ein zentraler Bereich unseres Lebens ist", so Kastenhofer. Der gab sich überzeugt davon, dass sich bezüglich der Ausbauvorhaben der E-Wirtschaft über weite Strecken ein Konsens finden lasse, „allerdings muss es auch eine Akzeptanz geben, dass nicht alles möglich sein darf."

Ähnlich äußerte sich auch Silvia Angelo, Abteilungsleiterin Wirtschaftspolitik in der Arbeiterkammer Wien. Die E-Wirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsmotor, der Arbeitsplätze schaffe und dafür Unterstützung verdiene. Sie warnte allerdings davor, bei den Expansionsbemühungen die Arbeitnehmer und Konsumenten aus dem Auge zu verlieren. Es müsse vor allem vermieden werden, dass es zu einer neuen Energiearmut komme. „Die Leistbarkeit der Energieversorgung muss auch für ärmere Bevölkerungsgruppen gewährleistet bleiben, so Angelo.

Aufklärungsarbeit soll Bedenken der Bevölkerung ausräumen

Auf die Bedeutung der Einbindung der Bevölkerung bei Planung und Durchführung neuer Projekte verwies Walter Leiss, Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebunds. „Die Thematik der Energie wird in der Bevölkerung erkannt, es gilt aber eine allgemeine Bewusstseinsänderung zu kommunizieren", so Leiss. Nur durch Information, Darstellung und Transparenz ließen sich Bedenken ausräumen, die im schlimmsten Fall in einem organisierten Widerstand münden könnten. „Den Gemeinden kommt hierbei eine wichtige Rolle zu, auch hinsichtlich der Vorbildwirkung durch eigene Maßnahmen", sagte Leiss mit Verweis auf positive Beispiele wie das burgenländische Güssing.

Alle Diskussionsteilnehmer gaben sich überzeugt, dass Österreich die großen Herausforderungen im Energiebereich meistern wird. Gleichzeitig herrschte bei allen die Zuversicht vor, dass der Dissens in einigen Detailfragen im fortgesetzten Diskurs ausgeräumt werden und die zentralen Anliegen in einem nationalen Schulterschluss gemeinsam bewältigt werden könnten.

Video zur Veranstaltung: Zeit zum Handeln! - Der Aktionsplan von Oesterreichs Energie

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Die Leser/innen von derStandard.at haben im Rahmen des von Oesterreichs Energie initiierten Energiediskurses die Möglichkeit, Fragen zur Zukunft der Energieversorgung direkt an Generalsekretärin Barbara Schmidt zu stellen und sich so an der Diskussion aktiv zu beteiligen.

Die Antworten erscheinen regelmäßig hier auf dieser Seite. Senden Sie ihre Fragen an energiediskurs@derStandard.at oder als Posting unterhalb dieses Artikels!

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    foto: oesterreichs energie

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