Wiener Fachmedienverleger Rudolf Bohmann gestorben

25. April 2012, 16:12

Der Jurist und im Verlag der Eltern gelernte Schriftsetzer baute den Bohmann-Verlag zum zeitweilig größten Fachverlag des Landes auf

Wien - Als Geschäftsführer und Gesellschafter hat er sich vor Jahren zurückgezogen, als Berater, Vermittler, Kontakter wird Rudolf Bohmann dem Verlag fehlen: Montag starb der Verleger, fast 30 Jahre Präsident des Zeitschriftenverbands, mit 74. Er litt an Krebs. 

Der Jurist und im Verlag der Eltern gelernte Schriftsetzer baute den Bohmann-Verlag zum zeitweilig größten Fachverlag des Landes auf. 1994 verkaufte er an den niederländischen Verlag Wolters Kluwer; 2004 übernahm das österreichische Management, Gerhard Milletich und Gabriele Ambros den Bohmann-Verlag mit Fachtiteln etwa über Verkehr, Transport, Bau- und Haustechnik, Abfallwirtschaft in Österreich, Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien.

Bohmann produziert viele Publikationen der Stadt Wien wie wien.at. Bohmann pflegte exzellente Kontakte zur roten Stadtregierung; der Verlag tauchte in SP-Strategien als Vehikel für einen Einstieg bei der Krone auf. 2011 erhielt er die Lizenz für den Regionalsender Schau-TV. (fid, DER STANDARD, 25.4.2012)

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