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Innsbruck - Während die Technische Universität Wien plant, ihre Lehramtsstudien mit kommendem Wintersemester auszusetzen, will die Uni Innsbruck ihre Lehrer-Ausbildung künftig durch eine eigene Fakultät koordinieren und fördern. Der Universitätsrat hat gestern, Dienstag, die bereits zuvor angekündigte Einrichtung einer "School of Education" beschlossen, wie es in einer Aussendung der Uni heißt. Vorerst sollen zwei Institute entstehen, eines für LehrerInnenbildung und Schulforschung und eines für in thematische Arbeitsbereiche eingeteilte Fachdidaktik.
"Schlüssel zum Bildungserfolg"
Laut Rektor Tilmann Märk sind "motivierte und leistungsorientierte Lehrerinnen und Lehrer (...) der Schlüssel zum Bildungserfolg unserer Jugend". Die Einrichtung einer "School of Education" sei ein "bedeutender Schritt" für die Uni, um "hierbei für eine adäquate Ausbildung" sorgen zu können. Bereits seit vielen Jahren habe die Uni entsprechende Kompetenzen in der Lehrerausbildung aufgebaut "und über die notwendige Infrastruktur und die erforderliche Administration verfügt, um eine derartige Aufgabe gut zu bewältigen", so Märk.
Töchterle: Unis sollen federführend sein
Mit dem Aufbau einer "School of Education" realisiert die Uni Innsbruck das von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) präferierte Modell, wonach die Unis die Federführung in der neuen Lehrerausbildung übernehmen sollen. Die für Pädagogische Hochschulen (PH) zuständige Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wünscht sich indes die Erweiterung der PH um den Bereich der höheren Schulen und damit eine Aufwertung zu Pädagogischen Unis. Die Uni Innsbruck will jedenfalls sowohl PH als auch die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik und Horterziehung (Bakip) in der Fakultät einbinden. Im Sommer sollen Vertreter aller Einrichtungen aufeinandertreffen und "mögliche Integrationsschritte diskutieren sowie eine Ressourcen- und Terminplanung ausarbeiten". (APA, 25.4.2012)
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