Neuer Ärger für Contador

  •  Contador soll nach dem Medikationsplan des Dopingarztes Fuentes während der Tour de France 2005 Insulin gespritzt haben.
    foto: reuters/juan medina

    Contador soll nach dem Medikationsplan des Dopingarztes Fuentes während der Tour de France 2005 Insulin gespritzt haben.

Zeugenaussage eines ehemaligen Masseurs belastet den gesperrten Radstar erneut

Kaum hat Alberto Contador sein Comeback bei der Benelux-Rundfahrt im August angekündigt, droht dem Dopingsünder neuer Ärger. Das spanische Magazin "Interviu" veröffentlichte die Zeugenaussage eines ehemaligen Masseurs, der den Spanier schwer belastet. Der Zeuge, der aus Sicherheitsgründen auf Anonymität bestand, machte seine Aussage bereits 2011 im Rahmen der Dopingermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen Contador. Im Prozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wurde die Aussage allerdings auf Antrag der Anwälte von Contador nicht zugelassen, weil der ehemalige Angestellte des Teams Liberty Seguros auf Anonymität bestand.

Laut des spanischen Magazins sagte der Masseur aus, dass sich Contador während der Tour de France 2005 Insulin gespritzt habe. Der Arzt des Teams Liberty Seguros, bei dem neben Contador 2005 auch Roberto Heras und Joseba Beloki unter Vertrag standen, sei Eufemiano Fuentes gewesen. Insulin habe zum damaligen Medikationsplan des Dopingarztes gehört, so der Zeuge.

Der 29-Jährige Contador war am 6. Februar vom CAS wegen einer positiven Dopingprobe auf den Wirkstoff Clenbuterol bei der Tour de France 2010 rückwirkend mit einer zweijährigen Sperre belegt worden. Die Sperre läuft am 5. August dieses Jahres ab. Contador hatte erwogen, seine Sperre vor dem CAS anzufechten, verzichtete dann aber doch auf den Schritt. (sid, 25.4.2012)

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