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Berlin - Die Berliner Film- und Fernsehproduktionsfirma Ufa will künftig auch auf Onlineplattformen ihre Chancen suchen. "Wir empfangen alle neuen Vertriebskanäle mit offenen Armen", sagte Wolf Bauer, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Dienstagabend in Berlin. Er führte als Beispiel das Videoportal YouTube an, das bereits exklusive Inhalte bestellt habe, oder Streamingplattformen wie Hulu oder Netfix. In Deutschland wollen ARD und ZDF demnächst ein Online-Portal für die Weiterverwertung ihrer Produkte eröffnen, die Privaten sind bisher mit einer gemeinsamen Plattform am Kartellamt gescheitert.
Bauer verwies bei der Finanzierung auf die ungeheure Bedeutung der internationalen Märkte. Der "weltweite Roll out" gehe heute noch viel schneller voran als zum Beispiel vor zehn Jahren beim Siegeszug der Castingshow "Pop Idol" (bei RTL als "Deutschland sucht den Superstar" bekanntgeworden). Auch die Einbindung Sozialer Netzwerke in die Programmstrategie werde für einen klassischen Anbieter wie die Ufa immer wichtiger, weil sich auch dort über Formen des "Micro-Payments" Gewinne erzielen lassen könnten.
Die Ufa muss im laufenden Jahr zunächst den Verlust des ARD-Auftrags für die Show "Gottschalk Live" verkraften, die noch bis zum 7. Juni von der Tochterfirma Grundy Light Entertainment produziert, wegen schwacher Quoten aber eingestellt wird. Neue Filme, die vorbereitet werden, sind zum Beispiel das Projekt "Nacht über Berlin - der Reichstagsbrand" (für die ARD) oder "Krokodil" nach einer Erzählung von Autor Philippe Djian mit Mario Adorf. (APA, 25.4.2012)
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