Russischer Mobilfunker MegaFon bereitet Weg für Börsengang

Milliardär Alisher Usmanow stockt Beteiligung auf knapp über 50 Prozent auf -

Für den russischen Mobilfunker MegaFon rückt nach einer Einigung der Anteilseigner der geplante Börsengang näher. Das Sagen bei der Nummer zwei auf dem russischen Markt wird künftig der reichste Mann Russlands haben: Alisher Usmanow. Bisher hält er über seine Firma AF Telecom 31,1 Prozent an Megafon. Der nach monatelangem Streit erzielten Verständigung zufolge stockt der Milliardär seine Beteiligung auf 50 Prozent plus eine Aktie auf, wie die Firmen am Dienstag mitteilten.

Abzug von TeliaSonera

Der bisherige Großaktionär TeliaSonera wird im Gegenzug schrittweise seinen Anteil von derzeit fast 44 Prozent auf gut 25 Prozent verringern. Den Skandinaviern spült der Deal zusammen mit einer zusätzlich vereinbarten Dividendenzahlung 2,5 Mrd. Euro in die Kasse - mehr als das 18-fache des ursprünglichen Investments.

Anleger zeigten sich hocherfreut: TeliaSonera-Aktien legten deutlich zu. Bis zum Nachmittag lagen sie noch fast sechs Prozent im Plus.

Praktisch

Im Zuge der Neuordnung steigt der russische Oligarch Mikhail Fridman, der zuletzt über die Firma Altimo rund 25 Prozent an Megafon hielt, ganz aus. Die drei Megafon-Eigner verständigten sich zudem darauf, "so bald wie praktisch möglich" eine Börsennotiz, auch in London, anzustreben, teilte TeliaSonera mit. Geplant ist, 20 Prozent der Megafon-Aktien an die Börse zu bringen.

Nach Informationen von Insidern dürfte Megafon auf eine Marktkapitalisierung von 20 Mrd. Dollar (15,2 Mrd. Euro) kommen und wäre damit sogar etwas mehr wert als die Rivalen MTS und Vimpelcom. Der Vereinbarung zufolge soll Megafon, das über immense Barmittel verfügt, nun erstmals eine Dividende ausschütten. (APA/Reuters)

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