Festplattenabgabe: Anonymous greift Austromechana an

25. April 2012, 10:28
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    foto: screenshot, derstandard.at

Protest gegen geplante Urheberrechtsabgabe - Auch ORF-Seiten lahmgelegt

Die Netzaktivisten von Anonymous Austria sorgen erneut für Schlagzeilen. Am Dienstag griff das Hacktivisten-Kollektiv Websites der Austromechana und des ORF an. Dabei setzten sie Denial-of-Service-Attacken ein. Bei solchen Attacken werden Server gezielt mit Anfragen bombardiert, bis diese wegen Überlastung nur noch langsam funktionieren oder ganz zusammenbrechen. Mit der Aktion protestiert Anonymous Austria laut eigenen Angaben gegen die geplante Festplattenabgabe.

"TANGO STILL DOWN: aume.at #Contentmafia"

Auf dem Twitter-Account von Anonymous Austria war zu lesen: "TANGO STILL DOWN: aume.at #Contentmafia". Die Aktivisten bedankten sich bei ihren "Brüdern aus Deutschland" für die Unterstützung. Die Anfrage des WebStandard, ob die Austromechana einen Angriff auf ihre Website bestätigen kann, wurde noch nicht beantwortet.

"#Kollateralschaden"

Ebenfalls nicht verschont hat AnonAustria u.a. die Seiten contentsales.orf.at und zukunft.orf.at, wie die Hacktivisten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch twitterten. Die Aktivisten schreiben von einem "#Kollateralschaden", da die Seiten auf dem gleichen Server wie aume.at liegen. Die Seiten waren am Mittwochmorgen nicht erreichbar. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Anonymous weitere Websites attackiert, darunter jene des Kulturministeriums.

Update 15:30

Inzwischen hat die Austromechana auf ihrer Website, die immer noch nicht aufrufbar ist, ein kurzes Statement veröffentlicht. "Wir machen Pause". Auf Twitter stichelt darauf Anonymous Austria: "Hoffentlich für immer". (ez, derStandard.at, 25.4.2012)

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Ich habe nichts impliziert, sondern meinte,

Sie hätten impliziert, Verwertungsgesellschaften und Künstler hätten nichts miteinander zu tun.
Zu Ihrer Frage: In den Diskussionen der letzten Zeit, bei den Stellungnahmen der Kritiker von etwa "Kunst hat Recht", in den Artikeln der Kulturrisse, in den Verlautbarungen der IG-Kultur, werden die einzelnen Urheberrechte abgelehnt, aber pauschale Abgaben gefordert.

Zu Google: Der User kann dem Kommerzvertrag zustimmen oder nicht, aber er verkauft seine Daten dennoch. Aber der Autor etwa, dessen Buch bei Googlebooks erfasst werden sollte, hätte gegen den Milliardenkonzern keine Chance gehabt. Es waren die Verwertungsgesellschaften in Europa, die hier Googlebooks ein wenig stoppten.

Halte ich nicht für valide Referenzen.

Googles Datensammelwahn ist natürlich bedenklich, das ist klar.

Dennoch ist zumindest die IDEE von freier Information wie etwa über Googlebooks eine erstrebenswerte. Die halt in unserer doch kommerziell geprägten Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert wird.

Nochmal: freie Information bedeutet nicht dass das Urheberrecht abgesprochen wird. Der Autor bleibt immer noch der Autor.

Es geht nur um "Nutzungsrechte". Diese sind heutzutage sehr absurd teilweise. Wieso kann man Urheberrechte überhaupt übertragen? (z.B. bei Auftragswerken, oder z.B. Franchise-Lizensierungen)

Es gibt eine Vermangelung zwischen Nutzungs- und Urheberrechten, die man zuerst lösen sollte, vor allem anderen.

Das Urheberrecht umfasst auch das Nutzungsrecht.

Ein Autor möchte oft im bestimmen Kontext nur erscheinen. Er sieht sich etwa als Vertreter einer Verlagskultur. Der Musiker will nicht als Beiwerk eines Films oder eines Clips missbraucht sein. Er will über sein Werk mitbestimmen. Zumindest zu Beginn muss doch der Künstler mitbestimmen, wie sein Werk in die Öffentlichkeit tritt. Ein bildender Künstler will doch auch nicht als Werbeträger fungieren müssen. Eine Sängerin möchte zumindest mitreden, ob sie etwa auf einer freiheitlichen Website verlinkt ist oder nicht.

Googlebooks ist keine öffentliche Bibliothek. Was den Kunden hier geboten wird, bestimmt der Profit. Zur freien Information, die Sie zurecht einmahnen:Die EU müsste eine solche Bibliothek aufbauen. Das wäre gut.

Googlebooks ist eine durchaus wertvolle Quelle für Forscher. Das belegt auch dass man aus Googlebooks bibtex-Einträge einfach generieren kann.

Und die EU baut bereits eine solche Bibliothek auf, das Projekt nennt sich Europeana Connect.

Ich verwende googlebooks auch, aber

ich misstraue dem Projekt gleichwohl und danke den Verwertungsgesellschaften uns vor seinen maßlosen Begehrlichkeiten geschützt zu haben.

Die Rechte der Urheber wurden da ungefragt übergangen.

Sehr gut, von Europeana Connect zu hören. Werde mich darüber weiter informieren.

amazon liefert Speichermedien schon seit über 4 Jahren nicht mehr nach at. Warum das erst vor wenigen Tagen in der zeitung stand ist mir ein Rätsel.

stimmt nicht, ich habe noch vor wenigen monaten externe festplatten über amazon.de gekauft.

bisher konnte man computer, mp3 player etc schon noch kaufen.

Das stimmt doch nicht!

Ich habe zuletzt Anfang 2011 von amazon WD Platten gekauft und zwar direkt von amazon NICHT Marketplace.

Weil Amazon jetzt alles mit Speicher nicht mehr liefert (Smartphones, Recorder usw. - alles nur mehr DE)

Nochmals....

es wird doch keiner "vorverurteilt".
Es ist auch keine Strafpauschale....

sondern?

was sonst?

Auf meinem Rechner befindet sich nur lizensierte SW ( ob gekauft oder Open Source). Wenn ich mir Musik/Filme runterlade, dann von einem offiziellen Anbieter. Warum soll ich dann doppelt zahlen? Also doch eine Strafpauschale.

sondern?

Wofür wird denn Geld verlangt? Dafür, dass urheberrechtlich geschütztes Material auf dem Datenträger gespeichert wird. Das geschieht pauschal, obwohl beim Kauf nicht feststeht, was für Daten auf dem Datenträger gespeichert werden.

Zweitens sind viele dieser Daten, die angeblich auf dem Datenträger gespeichert werden könnten, mit einem Kopierschutz versehen. Diesen zu umgehen bringt einen rechtlich in eine Grauzone.

Insgesamt muss man also zahlen, weil jemand davon ausgeht, dass der Käufer der Festplatte etwas rechtlich nicht ganz Einwandfreies plant.

Ich bitte Sie, kopieren Sie eine Ihrer Cds drauf, oder noch besser, eine CD Ihres Partners, dann haben Sie die Kosten der Gebühr wieder herinnen.

Ich weiss auch nicht, warum ich Steuern zahlen muss, werd' offensichtlich missbraucht, weil mir unterstellt wird, dass ich irgendwas vom Staat profitieren könnte.

sondern leistungsloses einkommen

für die "elite"

Sie wissen aber schon, dass 50% der Mittel aus der Festplattenabgabe dazu verwendet werden um jungen Künstlern finanzielle Hilfe für Produktionen und Toursupport zu geben. Die restlichen 50% werden direkt an die Urheber ausgeschüttet. Lediglich ein geringer Prozentsatz wird für die Verwaltungskosten einbehalten. Ehrlich gesagt finde ich das nicht besonders elitär, besonders da 90% der Österreichischen Musiker ohne diese Unterstützung gar nicht produzieren könnten. Und ACHTUNG! Ich meine nicht "davon leben". Mit produzieren meine ich "das Geld für eine Produktion zusammenkratzen"

toll, jetzt darf ich auch noch

die "nachwuchsförderung" der MI bezahlen, in anderen branchen regelt so was "der markt". nix neues, dass diejnigen die den wettbewerb prdigen diesen am liebstn für sich selbst abschaffen möchten...

Na dann werden diese jungen Künstler sicher auch verstehen...

... dass sie mir für meine selbstgemachten Fotos ein paar Euro abdrücken. Könnte auch eine finanzielle Hilfe brauchen!

wenn diese produktionen so ein müll sind, dass eh keiner dafür bezahlen will, dann brauch ich das auch nicht ...

Jungen Künstlern die ich nicht mal KENNE.

Wieso soll man für etwas zahlen das man nicht konsumiert?

Leider wissen das die wenigsten

Weil die meisten Poster hier nur marktschreierisch agieren, ohne tatsächlich den Sinn zu erkennen.

Übrigens - aber auch das hat hier schon jemand klar gestellt - gibts die Abgabe in D schon lange.

Es ist unerheblich ob man das weiß, denn der Punkt ist: man zahlt für etwas was man nicht konsumiert.

Das ist unfair.

Ein Spendenkonto für junge Künstler wär effektiver, und direkter.

Sie zahlen auch Krankenversicherung und konsumieren (hoffentlich) nicht so viel, wie Sie einzahlen.

Gesundheitsvorsorge und Kunstförderung gehören zu den Aufgaben der Gesellschaft. Bei allem, was die Gesellschaft bzw. der Staat finanziert, wird man an manchen Stellen mehr zahlen als man direkt konsumiert.

So sehr ich gegen diese Abgabe bin, Ihr Argument kann ich nicht akzeptieren.

PS: und ich wäre auch mehr dafür wenn es 100% Kunstförderung wäre.

Ist es aber nicht. Es werden eben auch Produktionen von etablierten Künstlern finanziert, oder etablierte Künstler (oder nenn ma's "Mainstream"?) bekommen Einnahmen daraus, die ich einfach nicht unterstützen will.

Meine These ist, ein Spendenkonto für Kunstförderung würde erstens 100% Kunstförderung sein und zweitens mehr bringen.

Und das könnte sich jeder Künstler sogar selbst einrichten - ich kenne genug Komponisten die nur durch Internettätigkeit genug Fans haben, und ihre Musik dann gar nicht mehr verkaufen müssen sondern gratis zum Anhören anbieten (etwa auf Platformen wie bandcamp). Die leben dann nur von den Donations.

Ich bin da überall Ihrer Meinung. Dass die Unis nicht vernünftig finanziert werden, ist auch ein schwerwiegendes Problem, hat aber mit diesem Thema recht wenig zu tun.

Meine Aussage war nur, dass das Argument "Ich zahle für etwas, das ich nicht konsumiere, also sollte ich nicht zahlen müssen." nicht stichhaltig ist.

Es kann hoch talentierte Künstler geben, die aber im Aufbau von Onlinefannetzwerken nicht so begabt sind. Für die wäre eine zentrale Stelle, die finanzielle Starthilfe gibt, sehr nützlich.
Bildhauerei über Internet geht nicht so gut wie Musik... ;)

Da die Gesellschaft als Ganzes Kunst fördnern soll, spricht mMn nichts dagegen, Steuergeld dafür zu verwenden. Ein reines Spendenkonto scheint mir zu wenig.

Kunstförderung aber bitte nicht über Festplatten! Das ist einfach absurd.

Ich bin ja bei Ihnen dass Kunst gefördert werden muß. Aber da muß es andere Möglichkeiten geben als eine Festplattenabgabe. Vor allem eine, die mit dem Argument "Privatkopie finanzieren" begründet wird (welches aber immer weniger erlaubt ist, weil praktisch eh alles schon kopiergeschützt ist, und das darf man ja nicht umgehen). Und wenn das ganze noch mit Raubkopieren zusammengemischt wird.

Im Übrigen: Uni-Finanzierung gehört auch zu den Aufgaben der Gesellschaft, aber da scheint's kein Problem zu geben einfach zur sparen.

Ja und? Was geht mich das an ob die produzieren können oder nicht? Gibt eh von allem schon viel zu viel! Sollens halt bei der Bank einen Kredit nehmen wenns Geld brauchen!

Raus mit dem Kommerz -

aus dem internet?

Ein blöde Frage

aber vielleicht traut sich keiner die stellen:

Gibt es eine Unterscheidung zwischen leeren und vollen Platten bei der Abgabe?

Weil auf vollen Platten wäre ja beim Erwerb gar kein Platz für pauschal zu bezahlendes urheberrechtlich geschütztes Material mehr :-)

gebt mir rot - duck und weg

Warum sollte es einen Unterschied geben? Bei der Content-Mafia und den gekauften Regierungsmarionetten machts ja auch keinen Unterschied obs jetzt Trottel oder Volltrottel sind ...

Wo wir wieder bei der Volltrottel Abgabe für Politiker und Wirtschaftstreibende wären.

Kommt schon noch...

Ich hab noch viele Festplatten

von meinen alten Rechnern.

Thema verfehlt

auf "beiden" Seiten.
Die Prüfung auf Warencharakter physisch existenter Waren (==CD, Buch, Zeitschrift, Gemälde, Foto etc.) ist relativ einfach möglich und wird durch allerlei Instanzen wie Verkäufer, Einkäufer, Polizei und Zoll durchgeführt und zwar üblicherweise auf Flächen, die mehr oder minder öffentlich sind, ohne Gerichtsbeschluss kommt keiner in meine Wohnung um zu prüfen, ob für die Bücher im Regal Rechnungen oder Zahlbelege existierten; auch ist eine Prüfung auf offener Strasse, ob das Buch, das ich mitführe, bezahlt ist, eher unüblich, selbst bei Verlassen eines Ladens ist die Unterstellung, das von mir Mitgeführte sei aus dem Laden und womöglich unbezahlt, problematisch.
Bei nicht-körperlichen, nicht-dinglichen Waren ist die Sach

---> hier weiter

Sache schon komplizierter: Hier soll ich nun für die _Möglichkeit_, dass auf einer Festplatte illegal Kopiertes Platz habe, eine Abgabe fällig werden, ähnlich der Zumutung, für ein Bücherregal seien Abgaben an die Austro-Mechana zu leisten, weil da drinnen illegal erworbene Werke/Bücher Platz hätten, jede Verputz wird ebenso mit dieser Abgabe belegt, weil da illegale Kopien junger Meister hängen könnten usw.
Im Prinzip ist diese Festplattenabgabe das Eingeständnis, dass die Regeln des Urheberrechtes nicht eingehalten _werden_ _können_, dass also Urheberrecht, basierend auf dingliche Werkstücke, nicht mehr greift und auch gesetzestreue Bürger dafür zahlen, dass ein Gesetz unzeitgemäss ist.

>>> da auch noch weiter

Um nun auf diese Analogie Strasse–Wohnung in den „Neuen“ Medien einzugehen: Während ein Zöllner an der Grenze prüfen kann, wieviele Zigaretten ich einführe, meine Rolex eine Fälschung sei etc., ist dies im Internet nicht so leicht möglich, soll aber mittels diverser Überwachungsinstanzen eingeführt werden. Nun ist das „Netz“ eben kein Ort und die Unterscheidung zwischen Strasse und Wohnung dort nicht möglich. Der Einfachheit halber werden nun alle Bytes „öffentlich“, und das aber heisst: Zensur. Das frisst denn doch ein Grossteil der Betroffenen nicht und daher diese heftige Ablehnung. Auch ist das rechtssichere Festmachen, ob denn eine Datei Ware/geschütztes Werkstück sei, selbst unter Sachverständigen schnell strittig.

eine datei die ein musikstück oder ein film ist,

ist definitiv eine schützbare ware, daran wird es auch unter experten keinen zweifel geben.

sehen sie die ura als beitrag den sie zahlen weil ihre privatsphäre gewahrt bleibt: die aume kann nicht in ihre platte reinschauen und nach von musik belegtem speicherplatz abrechnen. ergo wird eine statistisch berechnete pauschale auf alle medien verlangt. das trifft auch "unschuldige", aber die privatsphäre aller bleibt im gegenzug gewahrt.

ich bin ganz und gar nicht für die zensur. die privatsphäre einzelner darf aber die musik und filmbranche nicht daran hindern ein entgelt für ihre tätigkeit zu bekommen. die ura scheint ein gangbarer kompromiss zu sein.

Tja

den Warencharakter einer zugegebenen grossen Zahl, das hätte ich gerne vorgehüpft. Denn diese Datei ist nichts anderes, als eine Zahl in sedezimaler Schreibweise, wenn maschinenlesbar dargestellt. Und so werden wir dereinst, wenn die Rechner schnell genug sind (CUDA lässt grüssen!) für die Verwendung der Zahl Pi je nach Anzahl der Stellen an Urheberrechtsvereine zahlen müssen, da nicht nur die neuesten Werke sondern alle Werke, die erst geschaffen werden auch, darin enthalten sind.
Ich warte auf den Zeitpunkt, wo das Errechnen einer mp3-Datei schneller geht, als das Downloden; Beispiele wie das gehen könnte gibts jetzt schon in Haskell (googeln…)

Okok, auch die MI wird diese Scripts ausliefern…

das problem ist ja nicht dass man die zahl nicht

generieren könnte, das geht schon jetzt. ich denke das problem ist dass die anzahl der zahlen die "gut klingen" bzw. als werk akzeptiert werden könnten um vieles kleiner ist als die anzahl aller möglichen zahlen insgesamt. oder?

die frage ist wohl auch ob sie es schaffen mit ihrem

generator bewaffnet eine zahl zu schaffen die nachher ein hit wird. oder die wenigstens ein regisseur als filmmusik akzeptieren würde. ich denke das wird verdammt schwierig.

natürlich haben sie recht: es sind alles nur zahlen. nur wie diese zahlen entstanden sind, und warum es genau die zahlen sind die am schluss rauskommen liegt in einem komplexen prozess begründet, der durch die tatsache dass man mit einem zahlengenerator bewaffnet vielleicht zufällig dieselbe zahl generieren könnte nicht entwertet werden kann.

ich hab das gefühl jetzt wirds philosophisch.

also sie meinen: jede datei ist nur eine zahl, die man ja auch anders generieren könnte als mühsam ein musikstück zu generieren indem man es erst komponiert, dann aufnimmt und mischt und als datei speichert, verstehe ich das richtig?

wenn das aber so einfach ist wie sie sagen...warum machst dann keiner? warum setzten sich die komponisten immer noch hin, erfinden mühsam melodien und akkordfolgen und nehmen das ganze dann auf?

könnte es damit zu tun haben dass die anzahl der möglichen zahlen einfach so gigantisch gross ist dass kein mensch mit einem "zahlengenerator" bewaffnet innerhalb einer vernünftigen zeitspanne eine auswahl treffen könnte welche zahl jetzt gut klingt und ein werk ist?

wieso ist es ein kompromiss, alle zu kriminalisieren, nur damit man ihnen nicht hinterherspitzelt?

wieso muss man allen hinterherspitzeln?

was heißt "nur damit man ihnen nicht hinterherspitzelt"?
Gerade melden diverse Vereine ihre Wünsche an, wegen Urheberrechtsverletzungen auf die Vorratsdaten zugreifen zu wollen. Offenbar will man beides!

Das was sie beschreiben ist nichts anderes als Schutzgeld. Wie die Maifa eben. Der Ausdruck Contentmafia wird nicht ohne Grund verwendet.

die ura ist übrigens kein schutzgeld.

sie ist das entgelt dafür dass sie ihre privatkopien machen dürfen, also die erworbene musik im privaten bereich für private zwecke (backup etc.) vervielfältigen dürfen. alles klar?

ich mag die grossen plattenfirmen

und ihre praktiken, im vertrieb werden etwa machtpositionen extrem ausgenutzt, auch nicht. der ausdruck contentmafia ist überspitzt aber treffend. allerdings ist ihre stossrichtung eine falsche: sie wollen den urhebern ihr entgelt vorenthalten, letztendlich deshalb weil wir ein kapitalistisches system haben. mit dem bin ich auch nicht immer glücklich, es ist aber nicht nur im musikbereich so dass es eine "contentmafia" gibt und kleine marktteilnehmer ausgebeutet werden, das ist in der ganzen wirtschaft üblich. ich fände es schön wenn sich die konsumenten mit den kleinen kunstschaffenden, die nicht so berühmt sind und teilweise durch den rost fallen, solidarisieren würden um gemeinsam etwas gegen bestehende ungerechtigkeiten zu tun.

und was ist dann mit software?

Also jeder entwickler, erfinder &&& hat ähnliche probleme. nur die verlangen nicht von allen einen beitrag, sndern kümmern sich selbst um PATENTE. diese kosten geld und sind maximal 20jahre gültig.

Meiner meinung nach sollte es bei film und musik ähnlich funktionieren.

aber man kann ja eh im ausland einkaufen. die folge wird sein, dass zwar künstler gut leben können, dafür händler wegen umsatzeinbußen verkäufer entlassen müssen.

software ist eine andere sache.

zur nutzung für software werden (auch) lizenzen vergeben. diese werden teilweise recht rigoros geschützt mittels verschiedenster kopierschutzverfahren. teilweise mit beschränkten eingriffen in die privatsphäre, wenn also programme kontakt zum server des entwicklers aufnehmen. ich erinnere nur daran was los war als sich ein paar plattenfirmen erdreistet haben sowas mit cd's zu versuchen (rootkits). das hat sich ganz schnell wieder aufgehört.

die tatsache dass eine branche umsatzeinbussen haben könnte ist kein argument dafür einer anderen das rechtmässig zustehende entgelt für ihre arbeit gänzlich vorzuenthalten. die argumentation muss halt immer verhältnismässig sein.

Umgekehrt: Die Verletzung der Privatsphäre ist bei einer Urheberrechtsverletzung (zumindest im nichtkommerziellen Fall) nicht verhältnismässig!

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