Verein für Anti-Piraterie will Vorratsdaten auch gegen Filesharer einsetzen

VAP begrüßt Urteil des EuGH und fordert von der Regierung eine Novellierung des Gesetzes

Wie der Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), in dem es heißt, dass die Herausgabe von Vorratsdaten zur Identifizierung von Filesharern nicht dem aktuellen EU-Recht widerspricht. Der VAP sieht damit die Herausgabe der IP-Adresse eines Internetnutzers bei Urheberrechtsverletzung als gerechtfertigt an.

Entscheidung "mutig und richtig"

Für "mutig und richtig" hält der VAP, dass der EuGH trotz "Shitstorms" an seiner Entscheidung festgehalten hat, und meint weiter: "Wenn man das Urheberrecht ernst nimmt, muss es auch im Netz möglich sein, mit legalen Mitteln herauszufinden, wer für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich ist."

Regierung soll handeln

Werner Müller, Geschäftsführer des VAP, fordert nun die österreichische Regierung auf zu handeln. Diese "muss die Gelegenheit der ohnehin kommenden Urheberrechtsgesetznovelle endlich für eine Reparatur dieses rechtsstaatlichen Missstandes" nutzen. Damit fordert der VAP etwas, was viele bei der Einführung der Vorratsdatenspeicherung befürchtet haben: nämlich die gesammelten Daten nicht nur für schwere Verbrechen heranzuziehen, sondern auch der Content-Industrie die Tür zu den Daten zu öffnen. (soc, derStandard.at, 25.4.2012)

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