Musikschule statt Klinik: Widerstand in Währing

24. April 2012, 20:07

Bezirksvorsteher Karl Homole ist unglücklich mit den Plänen der Stadt

Wien - Zum Areal der Semmelweis-Klinik in Währing haben die Wiener einen ganz besonderen Bezug, meint Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne): "Jeder ist entweder dort geboren oder kennt jemanden, der dort auf die Welt gekommen ist", sagte sie bei der offiziellen Verkündung der Pläne der Stadt für das Areal am Dienstag. Die Klinik übersiedelt bis 2016 ins Krankenhaus Nord in Floridsdorf; wie der Standard berichtete, sollen dort schon ab dem Herbst 2012 im privaten Musikgymnasium "Amadeus Vienna" Kinder aus aller Welt, vor allem aus Asien, unterrichtet werden.

Frei zugänglich

Das Areal bleibt gleichzeitig frei zugänglich, versprachen Vassilakou und Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Währings Bezirksvorsteher Karl Homole (ÖVP) ist dennoch unglücklich mit den Plänen der Stadt: Der Bezirk sei zwar "durchaus gewillt, das Vorhaben der Musikschule zu unterstützen" , es sei jedoch "ein Affront gegenüber der Währinger Bevölkerung, dass diese vor vollendete Tatsachen gestellt wird". Vassilakous Ankündigung, dass die Währinger nun in die weiteren Entscheidungen eingebunden werden, bezeichnet Homole als "Chuzpe", er fordert ein "Machtwort" von Häupl.

Internationale Gönner

Der Bürgermeister ließ am Dienstag offen, wie viel Geld die Stadt für die Klinikgebäude bekommt, man sei diesbezüglich noch in Verhandlungen. Finanziert wird das Projekt von internationalen Gönnern, der Haupt- Investor stammt aus Neuseeland und lebt in Singapur. Auch die Eltern der Kinder müssen gutsituiert sein: 15.000 Euro beträgt das Schulgeld pro Jahr, 15.000 Euro kostet das Internat. (hei, DER STANDARD, 25.42012)

Nachlese
Klavierübungen statt Babygeschrei
- Die einst weltberühmte Semmelweis-Geburtsklinik in Wien wird Privatschule mit Musikschwerpunkt für bis zu 600 Kinder

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Ich rede von Amadeus und nicht von Amadé. Wie und wann er Amadé verwendete ist eine andere Frage.

Ich hatte NUR von Amadé geschrieben. Daher auch mein Berichtigungsvorschlag, die Schule "Amadé Wien" zu nennen (wobei niemand den Namen Amadé kennt - jeder aber Amadeus).

Doch, die Sportwelt Amade ist recht erfolgreich damit! ;)

Lesen sie ihre Antworten nochmal genauer durch.

Mozarts Namen wurden je nach Anlaß und Ort unterschiedlich verwendet, mal heißt er Theopilus, mal Amadé oder Amadeus, mal Gottlieb - wie es damals allgemein üblich war.

Dass erst die Nachwelt auf den Namen "Amadeus" kam ist eine pseudokritische Legende.

http://en.wikipedia.org/wiki/Moza... t%27s_name

"Mozart never used the name except in jest, when he signed himself in mock Latin" - ihre eigene Quelle ;)

Es ist klar, dass die ÖVP gegen eine Schule ist

Mit ihrer Bildungsfeindlichkeit ist die ÖVP sogar gegen eine private Musikschule. Die ÖVP braucht eigentlich nur die Lehrer als Stimmvieh.

...Musikgymnasium "Amadeus Vienna" ....

hab immer gedacht, die övp ist immer so für's gymnasium...und jetzt wieder sudern...

seit die grünen an der macht sind

gibt es gerade bei der ÖVP verdächtig auffällig diesen überlauten ruf nach direkter demokratie und mitbestimmung.

ist das nicht etwas scheinheilig, betrachtet man das verhalten der schwarzen in anderen kontexten?

ich meine ein krankenhaus zieht um , eine musikschule kommt, so what?

darf man nicht nachfragen zu welchem Preis ein Grundstück in guter Lage verkauft wird?

Es ist schließlich keine städtische Musikschule die gebaut wird - so etwa errichtet die Gemeinde Wien trotz großen Bedarfs schon lange nicht mehr - sondern eine Privatschule mit Schwerpunkt Musik.

Um ausländischen Managern etwas zu bieten und ihr hervorragendes Mercer-Ranking zu halten lässt die Gemeinde Wien sehr viel Geld liegen. Das ist der Kern dieser Sache.

Wenn es nach der Bürgerinitiative ginge, käme noch viel weniger Geld in die Stadtkasse. Die wollte nämlich einen bloßen Park statt einer Nachnutzung und das unterstützt Homole. So wie die ÖVP die Stadt generell aushungern will, um sich dann scheinheilig über alles zu beklagen, das nicht funktioniert.

Öffentlicher Raum muß öffentlich bleiben

Die Behauptung ist ebenso falsch, wie Ihre andere - Insiderkenntnis geht Ihnen ab, also stellen Sie keine Behauptungen auf, die unrichtig sind. Durch Wiederholungen von Unwahrem ist noch keine Lüge zur Wahrheit geworden.

immerhin hat homole in währing über das parkpickerl abstimmen lassen - die rote in hernals hat es einfach beschlossen und hat nacher scheinheilig die bezirksbewohner mittels postwurf um abstimmung über die grenze ersucht.

ja und

haben wir über das letzte sparpaket abgestimmt, dass den grössten teil der österreicher wesentlich häter trifft, als das parkpickerl im 18.? wo war der aufschrei?

beim parkpickerl geht es ja nicht darum, dass es was kostet, sondern dass man es nicht bekommt wenn man nicht in diesem bezirk hauptgemeldet ist, und die parkscheine die dadurch nötig sind, die kosten dann mehr als das sparpaket....

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