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Die bereits erwartete überarbeitete Smart-Meter-Verordnung wurde heute von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) erlassen (siehe Bundesgesetzblatt) - in enger Abstimmung mit Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), wie extra betont wurde.
Wie bereits berichtet, wird darin nun das Jahr 2019 als Jahr des Vollausbaus genannt, und nicht mehr 2018 wie in der arg kritisierten Erstfassung. Der Stufenausbauplan beginne deshalb erst 2015, womit die Netzbetreiber "eine angemessene und realistische Vorlaufzeit für die Umsetzung der Einführung intelligenter Messgeräte" bekommen würden, so Mitterlehner.
Bisher sind in Österreich knapp 200.000 von insgesamt rund 5,7 Millionen Stromzählern auf Smart Meter ("intelligente Stromzähler") umgerüstet. Bis 2019 sollen 95 Prozent der Haushalte mit intelligenten Stromzählern versehen sein.
"Mehrkosten einmalig bei 40 Euro"
"Der Austausch des Zählers durch die Netzbetreiber soll grundsätzlich bereits über das Messentgelt, das von der unabhängigen Regulierungskommission festgelegt wird, abgedeckt werden", schreibt das Wirtschaftsministerium. "Die Mehrkosten der Beschaffung eines Smart Meter gegenüber einem herkömmlichen Zähler belaufen sich einmalig auf rund 40 Euro. Auf eine Nutzungsdauer von 15 Jahren berechnet entspricht dies im Monat nur in etwa 20 Cent." Mitterlehner betonte, man habe umfangreiche Vorkehrungen zum Datenschutz getroffen.
Mitterlehner erinnerte bei der Ankündigung der Verordnung auf eine Studie von PriceWaterhouseCoopers (PwC), die in einem Modellzeitraum von 15 Jahren einen Nettokostenvorteil für die Endverbraucher von über einer Milliarde Euro errechnet. Laut PwC könne der Verbrauch über alle Kundengruppen durch die Smart Meter im Schnitt um rund 3,5 Prozent pro Jahr reduziert werden. Die Consultingfirma berechnet den "volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen" über 15 Jahren mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro, wobei die Aufwendungen lediglich um rund 400 Millionen Euro niedriger liegen.
Endkunden "größte Nutznießer"
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), der E-Wirtschaftsverband Oesterreichs Energie, die Regulierungsbehörde E-Control, die Energie AG Oberösterreich sowie die Industriellenvereinigung begrüßten die Verordnung. Für den Stromregulator sind die Endkunden die "größten Nutznießer von Smart Metering".
Weiter skeptisch bleiben die Arbeiterkammer, Datenschützer sowie die Mietervereinigung Österreich (MVÖ). Letztere hatte gegen die Einführung der Smart Meter eine Unterschriftensammlung gestartet und begründet ihre Opposition mit den Zusatzkosten und ungelösten Datenschutz-Problemen. Die Ärztekammer warnte außerdem vor möglichen gesundheitlichen Problemen durch Elektrosmog.
MVÖ will genau beobachten
Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung, begrüßt, dass seitens der handelnden Ministerien die von der MVÖ aufgezeigten Problemkreise zu entsprechenden Veränderungen in der Verordnung geführt haben. Die Mietervereinigung will nun "genau beobachten", ob die Zusage, dass es zu keinen Mehrkosten für die Konsumenten kommen werde, eingehalten wird. Eine Garantie dafür könne allerdings "weder aus dem Gesetz (ElWOG) noch aus der Verordnung herausgelesen werden".
Dass die Verordnung nun noch vor der anstehenden Novellierung des ElWOG erlassen wurde, sorgt beim Präsidenten der Mietervereinigung überdies für Erstaunen. "Damit fußt die Einführungsverordnung auf einer verfassungswidrigen Norm. Die Datenschutzaspekte müssen nämlich im ElWOG geregelt werden, was bis dato noch nicht umgesetzt wurde. Auch der Inhalt der Verordnung zur Datensicherheit wird noch ein Prüfstein für das gesamte Projekt werden."
Für die Arbeiterkammer schießt der Wirtschaftsminister mit den neuen Vorgaben weiterhin "weit über die EU-Vorgaben hinaus", denn der EU-Fahrplan sieht bis 2020 "nur" mindestens 80 Prozent Verbreitung vor. "Weiterhin vorgesehen sind die verpflichtenden Zwischenziele. Das bedeutet: Stufenweise sollen schon bis Ende 2015 mindestens zehn Prozent der Zähler getauscht werden, bis Ende 2017 mindestens 70 Prozent", heißt es in einer Aussendung der AK. "Die Zwischenziele führen vor allem zu einer überhasteten Einführung. Dadurch drohen überhöhte Systempreise und 'stranded investments', weil die europäischen Standards fehlen." (red, derStandard.at, 24.4.2012)
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die Verordnung wird also umgesetzt. immer noch basierend auf EINER studie! die ANGENOMMENEN kosten beziehen sich auf einen angeblichen MEHRPREIS. gibt es sonst keine kosten? und was passiert wenn die "kosten" nicht halten oder der "volkswirtschaftliche" nutzen nicht eintritt? wetten die unterzeichnenden herren haften nicht? ausserdem sind die artikel im standard dermassen unkritisch dass einem schlecht wird!
eines fehlt bisher noch:
Der Staat kann in Zukunft verhindern dass sie zu viel Warmwasser mit Strom herstellen, indem er verordnet, dass der Strom abgeschaltet wird.
Dann gibt's "erfrischende" Duscherlebnisse, wegen dem CO2 natürlich, mit Hundetraining hat das nichts zu tun. ;)
Photovoltaik-Anlage (hauptsächlich im Sommer) und Gas-BHKW (z.B. Whispergen; hauptsächlich im Winter) und schon ist die Strommafia ausgetrickst.
Wenn die Akkus billiger sind, werden dann in 5 bis 7 Jahren 100 % Sromautonomie realisiert: I'm lovin it!
Bei der nepotistischen Verflechtung in Ösistan, reicht wohl ein Anruf und der Energielieferant teilt dem Gis jeden Haushalt mit TV Gerät mit. Praktisch! Nur nicht für uns. Irgendwie sind viele Neuerungen der letzten Zeit, nie gut für uns. ;(
die politiker... uns nicht vertreten, weil wir einfach die falschen strukturen zulange aufbauen ließen.
wir haben uns von "brot und spiele" und "teile und herrsche" spielchen ablenken lassen und jetzt sind wir im ar...
und wir sehen weiter zu.
sogar zu diesem dreck hier gibts offenbar fans, wenn ich so die postings lese...
wäre zeit, dass wir unseren kindern wieder selbst was beibringen, satt auf den staat zu vertrauen...
Berücksichtigen diese Smartmeter dann auch die Blindleistung? (http://de.wikipedia.org/wiki/Blindleistung)
Kann mir gut vorstellen, dass das ein Ziel der Energielieferanten sein wird - dann zahlen wir was wirklich "verbraucht" wird und nicht was zum Beispiel auf der ach so tollen Made in China Energiesparlampe drauf steht.
8.
"Die intelligenten Messgeräte sind dahingehend auszustatten, dass die Möglichkeit besteht, die Kundenanlage von der Ferne abzusperren oder für die Wiedereinschaltung und Freigabe durch den Kunden aus der Ferne zu unterstützen sowie deren maximalen Bezug an elektrischer Leistung zu begrenzen."
was sagt der standardreporter dazu?
es scheint eher an ihrer schwachen vorstellungskraft zu liegen, sich nicht vorstellen zu können, dass es dann möglich sein wird enorm energiekosten einsparen zu können. so wie jetzt die meisten heizen (gedankenlos 24 stunden durch, auch wenn niemand im haues ist, usw.) kann es jeden falls nicht bleiben. dass an sehr genau auf die betreiber schauen muss, ist klar. sonst linken sie den endkunden natürlich schon. geht aber auch anders. die zeit des 'gedankenlosen' ist bei endverbraucher UND betreiber vorbei.
anscheind bin ich da der gegen die mühlen kämpft. aber an alle rot strichler: SIND SIE MIT IHREN RECHNUNGEN VON ENERGIELIEFERANTEN ZUFRIEDEN? ICH NICHT! das sind meines erachtens mafia methoden. ICH WILL: wer wenig verbraucht, soll weniger zahlen (und nicht ca. 2/3 grundgebühren), und eine basis auf andere tarife umstellen zu können ist der SMART METER.
2/3 Grundgebühr stimmt absolut nicht - sowohl der Großteil der Netzgebühren, als auch des Energiepreises ist schon jetzt verbrauchsabhängig (außer sie haben eine Jahresstromrechnung, die nicht höher liegt als 80 Euro).
Der Reiz möglicher flexibler Tarife liegt für die Stromversorger darin, dass sie ihr Einkaufsrisiko im Großhandel 1 zu 1 auf die KonsumentInnen abwälzen können. Damit schaffen wir eine Situation wie bei den Treibstoffpreisen, die mit dem Hinweis auf den Weltmarktpreis mehrfach täglich geändert werden. Ich bin gespannt, wie zufrieden Sie dann mit Ihrer Rechnung sind...
1) Was macht Sie glauben, daß durch Smart-Meters die Grundgebühren sinken werden? Diese Geräte verursachen höhere Betriebskosten als die alten Geräte und zusätzlich hohe Investitionskosten.
2) Ob Sie viel oder wenig verbrauchen, lässt sich bereits heute mit den alten Geräten feststellen. Dass ein geringerer Verbrauch nicht wesentlich geringere Kosten verursacht, ist durch Energieversorger/Politik so gewollt und wird sich daher auch durch die Smart-Meter nicht ändern.
3) Was sie wollen, ist den Verantwortlichen sowieso vollkommen egal. Die Energieversorger wollen möglichst viel Geld mit Ihnen verdienen, die Politiker wollen das auch und gleichzeitig wollen sie gläserne Menschen schaffen.
Wenn ich Ihre ziemlich substanzlosen Aussagen lese, zweifle ich doch eher daran, daß Sie verstehen, wovon Sie schreiben.
Mit substanzlos meine ich übrigens, daß Sie Ihre Behautungen in keinster Weise argumentieren bzw. durch irgendwelche Fakten unterlegen. Ihre Argumentation lautet im Großen und Ganzen: Alles wird gut, weil ich das so will, und wer etwas anderes behauptet, versteht nichts von der Sache.
ist ja schon gut, aber ich sags ihnen nochmals: ich bin auf der richtigen fährte, und sie kleben an dem anachronistischen. das was zukünftig passierten wird nennt sich M2M, und wir alle werden davon betroffen sein, und auch davon profitieren. wie das bisher gelaufen ist, ist 100% ineffizienter blödsinn. aber nur weil man es nicht anders kennt, gibts ein grossen geschrei. da sieht man wieder: mit den den dummen endkonsumenten ist wirklich alles zu machen. und wer die Paranoia hat, und meint er wird dabei *ausspioniert* (z.b. wann und wieviel er duscht, usw.), dem ist eh nicht zu helfen. ich sage ihnen den wahren grund des unmutes der änderung: 1. jeder meint 'es kostet' ihn was (sic), 2. und nochmals fantasielosigkeit.
Da müssen´s aber vielleicht doch noch ein bisserl an der Formulierung feilen, Herr Mitterlehner. So wie es derzeit dasteht ergibt ihr Kommentar nämlich für den normal intelligenten, gedankenlosen Durchschnitts-Konsumsklaven keinen wirklichen Sinn.
Ich heize übrigens mit Gas, Herr Minister. Wie genau hilft mir jetzt ein Smart-Meter dabei, den Gasverbrauch geankenvoller und somit niedriger zu halten?
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