Für 100.000 Pfund: Ein Objektiv, das hinter sich selbst blicken kann

Nikons 6mm-f/2.8-Fisheye-Objektiv ist ein echtes Sammlerstück

1970 wurde es auf der Photokina erstmals präsentiert, 1972 ging Nikons 6mm-f/2.8-Fisheye-Objektiv der Nikkor-Serie in Produktion. Bis heute ist es das einzige Objektiv, das einen Betrachtungswinkel von 220 Grad einfangen kann. Damals wurde es nur auf Anfrage gefertigt, eines der seltenen Stücke wird am Dienstag vom britischen Händler Grays of Westminster angeboten - für stolze 100.000 Pfund (123.000 Euro).

Rarität

Das 6mm-Objektiv war zu seiner Zeit für wissenschaftliche Einsätze und industrielle Anwendungen, aber auch für spezielle Effekte bei der Porträt-Aufnahme oder bei der Fotografie von (Innen-)Architektur gedacht. Bei einem Gewicht von fünf Kilogramm und einem Durchmesser von 23,6 Zentimeter überragt es jede Spiegelreflexkamera.

Das "6mm f2.8 Fisheye Nikkor", wie es mit vollem Namen heißt, wurde zur gleichen Zeit wie das Nikkor-Objektiv mit der größten Brennweite eingeführt - das "2.000mm f/11 Reflex Nikkor".

Geschichte

Die Nikkor-Serie umfasste damit das breiteste Brennweitenspektrum in der 35mm-Fotografie. Wie dieser extreme Weitwinkel des 6mm-Nikkor in Aktion aussieht, zeigen zahlreiche Beispiele auf Fotoplattformen wie Flickr. 

Auf der anderen Seite der Extreme steht Canons "5200mm F14 Prime"-Objektiv (Youtube-Video). 2010 wurde eine der ebenfalls äußerst seltenen, 100 Kilogramm schweren 5200mm-Optiken um 55.000 Dollar auf Ebay angeboten. (zw, derStandard.at, 24.4.2012)

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