HTC One S: Flach, flott und doch kein Flaggschiff

Test |
  • HTC One S
Technische Ausstattung: 1 GB RAM und bis zu 16 GB Flash-Speicher, 1,5 GHz Dual-Core Qualcomm Snapdragon S4 Krait-SoC Prozessor
Display: 4,3 Zoll Super AMOLED-Touchscreen mit Gorilla-Glas, 16 Millionen Farben, 540 x 960 Pixel
Maße: 130,9 x 65 x 7,8 mm, 119,5 g 
Anschlüsse/Datenübertragung: WLAN, HDMI, Bluetooth 4.0
Akku: 1.650 mAh, Gesprächszeit GSM/UMTS: bis zu 7 Std., Standby-Zeit GSM/UMTS: bis zu etwa 440 Std.
Netze: UMTS/HSPA, GSM/GPRS/EDGE
SIM-Karte: microSIM
Preis: 423 Euro
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    foto: derstandard.at/eva zelechowski

    HTC One S

    Technische Ausstattung: 1 GB RAM und bis zu 16 GB Flash-Speicher, 1,5 GHz Dual-Core Qualcomm Snapdragon S4 Krait-SoC Prozessor

    Display: 4,3 Zoll Super AMOLED-Touchscreen mit Gorilla-Glas, 16 Millionen Farben, 540 x 960 Pixel

    Maße: 130,9 x 65 x 7,8 mm, 119,5 g

    Anschlüsse/Datenübertragung: WLAN, HDMI, Bluetooth 4.0

    Akku: 1.650 mAh, Gesprächszeit GSM/UMTS: bis zu 7 Std., Standby-Zeit GSM/UMTS: bis zu etwa 440 Std.

    Netze: UMTS/HSPA, GSM/GPRS/EDGE

    SIM-Karte: microSIM

    Preis: 423 Euro

  • Good bye, mini-SIM-Karte! HTC hat für das One S eine micro-SIM-Karte vorgesehen. Der Steckplatz befindet sich auf der Rückseite, oben links von der Kameralinse.
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    foto: derstandard.at/eva zelechowski

    Good bye, mini-SIM-Karte! HTC hat für das One S eine micro-SIM-Karte vorgesehen. Der Steckplatz befindet sich auf der Rückseite, oben links von der Kameralinse.

  • Kräftige Farben bei Außenfotografien, bei zu viel Sonneneinstrahlung wird das Bild überbelichtet.
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    foto: derstandard.at/eva zelechowski

    Kräftige Farben bei Außenfotografien, bei zu viel Sonneneinstrahlung wird das Bild überbelichtet.

Schicker Androide mit starker CPU und respektabler Kamera - Punkteabzug für fehlenden micro-SD-Slot und fix verbauten Akku

Gemeinsam mit den Modellen HTC One X - der WebStandard testete bereits ausführlich - und One V schickt der taiwanesische Hersteller das HTC One S ins Rennen. Beim Mobile World Congress im März wurde es als Mittelklasse-Gerät zwischen Einsteiger-Smartphone One V und Flaggschiff One X präsentiert. Es ist derzeit für etwa 423 Euro erhältlich.

Display

Das One S verfügt über ein 4,3 Zoll großes Super AMOLED-Display mit Gorilla Glas, das mit 540 x 960 Pixel auflöst und hinsichtlich Schärfe und Kontrast überzeugt. Positiv fällt auf, dass dem Bildschirm-Rahmen nicht viel Platz eingeräumt wurde. Ein 1,5 GHz Doppelkern Qualcomm Snapdragon S4 Krait-SoC bietet einwandfreie Performance und laut Herstellerangaben niedrigeren Stromverbrauch. Obwohl auf den derzeit am Markt stärksten Prozessor Tegra 3 verzichtet wurde, läuft das One S flüssig und flott, auch grafikintensive Spiele lassen sich ruckelfrei zocken. Einen großen Minuspunkt bringt der fest verbaute und nicht austauschbare 1.650-mAh-Akku mit sich.

Griffiges Design

Viel Augenmerk hat HTC auf das Design der One-Serie gelegt und dabei mit Ausnahme des Knicks beim One V eine einheitliche Linie verfolgt. Dank Unibody-Gehäuse wirkt das 120 Gramm schwere One S robust und die mattierte Rückseite des Smartphones fühlt sich angenehm griffig an. Auf dem unteren Rand des Touchscreens befinden sich drei Soft-Buttons aus Zurück, Home und Multitasking.

Das Gehäusematerial soll dank eines speziellen Verfahrens aus der Weltraumtechnik viermal so hart sein als herkömmliches Aluminium. Das Alu-Gehäuse weist eine mattschwarze Keramik-Metall-Oberfläche auf, und im Test lassen sich kleine Kratzer tatsächlich leicht wegwischen.

Hochgelobte Kamera löst Versprechen nicht zur Gänze ein 

Die vom Hersteller hochgelobte 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, ImageSense-Technologie und eigens entwickeltem ImageChip gilt als Herzstück des One S. Mit 0,15 Sekunden löst sie schnell aus und bietet Videostabilisierung sowie BSI-Sensor für bessere Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen. Eine nette Spielerei sind Optionen wie Zeitlupenaufnahme, integrierte Filter und der Continuous Shooting-Modus, mit dem bis zu 20 Bilder in rascher Abfolge möglich sind. Die Ergebnisse sind zwar durchaus respektabel, im Test zeigte sich jedoch, dass die Fotos in heller Umgebung überbelichtet waren. Bei der Kunstlicht-Einstellung sind die Aufnahmen leuchtend und scharf, ein Rotstich ist dennoch zu sehen.

Speicher-Mankos

Einen micro-SD-Slot sowie einen HDMI-out-Stecker sucht man beim One S vergebens. HTC stattete das Smartphone lediglich mit einem Micro-USB-Port aus, unter der kleinen Abdeckung auf der Rückseite befindet sich die Micro-SIM-Karte. Als interner Speicher sind von den 16GB lediglich 12 GB nutzbar. Als Trost stellt HTC zwei Jahre lang einen 25 GB großen Dropbox-Account zur Verfügung. Ins Netz gelangt man via UMTS oder WLAN, zur Datenübertragung stehen zudem Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Die Internet-Verbindung wird im Test sehr prompt hergestellt und ist stabil.

Android 4.0

Das HTC One S wird mit Android 4.0.3 "Ice Cream Sandwich" ausgeliefert. Darüber liegt die eigene Oberfläche Sense in der aktuellsten Version 4, die unauffälliger arbeitet als bisher. Etwas unnötig sind die vielen Anleitungstexte, die immer wieder aufpoppen. Neu in den Menüs sind die Flash-Option und die Lese-Funktion, die Webseiten nur als Text darstellt. Die zuletzt genutzten Apps werden nun in einer Cover-Flow-Ansicht angezeigt, die allerdings die Orientierung erschwert.

Fazit

Das HTC One S muss den Vergleich mit High-End-Smartphones einer höheren Preisklasse nicht scheuen. Dank dem leistungsstarken Dual-Core Snapdragon S4, einer abgespeckten Sense-Oberfläche und respektablen Kamera-Ergebnissen ist es ein fesches, schnelles und robustes Smartphone im Alu-Unibody. Mögliche KO-Argumente können neben der Sense-UI auch der fehlende micro-SD-Slot und nicht austauschbare Akku sein. Momentan kostet das HTC One S 423 Euro. (Eva Zelechowski, derStandard.at, 4.6.2012)

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