Wiener Privatbank mit Ergebniseinbußen

Das Institut will dennoch die Dividende halten, für heuer wird ein solides Geschäft erwartet

Wien - Die börsenotierte auf Vorsorgewohnungen spezialisierte Wiener Privatbank musste im Geschäftsjahr 2011 Federn lassen. Das Betriebsergebnis verringerte sich auf 5,91 Mio. nach 6,07 Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis ging auf 8,88 Mio. (10,43 Mio.) Euro zurück und das Jahresergebnis ohne Fremdanteile belief sich auf 4,85 Mio. nach 5,93 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag ad hoc mit. Weil das Betriebsergebnis trotz Wegfalls eines Einmaleffekts und schwierigen Börsenumfelds positiv war, will der Vorstand von einer Dividendenkürzung absehen - unverändert solle 1 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Für heuer geht die Wiener Privatbank von einer "soliden Geschäftsentwicklung und einem positiven Jahresergebnis" aus.

Positiv auf das Ergebnis hätten sich in erster Linie das Immobiliengeschäft sowie das verbesserte Handelsergebnis ausgewirkt. Der Zinsüberschuss hat sich hingegen auf 2,11 Mio. nach 2,42 Mio. Euro leicht verringert und die Provisionen sind deutlich zurückgegangen. Der Provisionsüberschuss kam bei 2,76 Mio. nach 4,14 Mio. Euro zu liegen.

2010 hatte die Wiener Privatbank noch von Einmaleffekten aus Wertpapierverkäufen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen profitiert. Damals hatte das Ergebnis je Aktie 1,38 Euro betragen, 2011 waren es dann nur noch 1,14 Euro.

Geschäftsführung guter Dinge

Gesunken ist 2011 auch die Bilanzsumme, nämlich auf 90,72 Mio. Euro nach 118,11 Mio. Euro Ende 2011. Das Eigenkapital schrumpfte nach einer Kapitalherabsetzung im ersten Quartal 2011 auf 35,98 Mio. Euro nach 56,81 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote schrumpfte auf 40 Prozent nach 48 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2012 ist das Geschäftsführende Direktorium guter Dinge, was die Entwicklung des Kerngeschäfts mit Immobilien betrifft, denn nach wie vor begünstige das Marktumfeld Investments in Sachwerte. Daneben will die Privatbank das Geschäftsfeld Corporate & Private Banking ausbauen. Das Unternehmen hatte dazu im Sommer u. a. den Analysten Alfred Reisenberger angeheuert, er war zuvor bei der französischen Investmentbank Cheuvreux. (APA, 24.4.2012)

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"Damals hatte das Ergebnis je Aktie 1,38 Euro betragen, 2011 waren es dann nur noch 1,14 Euro."

Deutsche Sprache - schwere Sprache, vor allem an der Börse.

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