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Noch steht das Antikorruptionspaket nicht, aber über die Grundzüge soll zwischen den Koalitionsparteien Einigkeit bestehen. Wie das Ö1-"Morgenjournal" berichtet, soll es vor allem bei der Offenlegung der Parteispenden eine Annäherung geben. Sowohl SPÖ-Klubobmann Josef Cap als auch sein ÖVP-Kollege Karlheinz Kopf können sich nun eine Offenlegung unter der Grenze von 7.000 Euro vorstellen.
An einer Neudefinition dieser Grenze werde es nicht scheitern, auch eine Grenze von 5.000 Euro sei denkbar, sagte Kopf. "Es ist müßig, sich bei diesem Thema so lange aufzuhalten", so der ÖVP-Klubobmann. "Ich denke, das ist schon ein Signal, dass wir uns in Richtung Konsens bewegen können", meinte Cap.
Kommt es zu keiner Offenlegung, soll es in Zukunft auch zu finanziellen Strafen kommen, auch Vorfeldorganisationen wie Gewerkschaften und Seniorenvertreter sollen ihre Spenden offenlegen müssen.
Uneinigkeit bei Parteifirmen
Uneins sind sich die befragten Klubobmänner hingegen bei der Frage, inwiefern die Finanzgeschäfte der Parteien offengelegt werden müssen. Der ÖVP sind vor allem die Firmen der Wiener SPÖ ein Dorn im Auge, Kopf fordert, dass die Aufträge offengelegt werden, die von öffentlicher Seite an die parteieigenen Firmen erteilt werden. "Man kann das durchaus als indirekte Parteienförderung sehen", so Kopf.
Anders sieht es Cap: "Wir wollen nicht hineinsehen in die Bücher von Firmen, sondern wir wollen einfach nur wissen, gibt es hier Geschäfte und scheint das im Rechenschaftsbericht auf, und das kann ja alle Parteien betreffen, nicht nur die SPÖ."
Strengere Regeln beim Anfüttern
Am Freitag soll das fertige Paket bei der Regierungsklausur präsentiert werden, einig dürfte man beim Thema Anfüttern von Politikern sein. Hier soll in Zukunft bereits der Versuch der Beeinflussung unter Strafe stehen. Auch die berufliche und ehrenamtliche Tätigkeit von Politikern soll auf einer Website öffentlich gemacht werden.
Faymann fordert bundeseinheitliche Regelung
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hätte beim Transparenzpaket gerne eine bundeseinheitliche Regelung. "Unser Ziel ist, am Schluss soll es für alle gelten", meinte der SPÖ-Chef am Dienstag im Pressefoyer nach dem Ministerrat. Bezüglich der kolportierten 5.000-Euro-Grenze für die Offenlegung von Spenden erklärte der Kanzler, es werde "etwa in diese Richtung" gehen.
Ländergrenze unklar
ÖVP-Obmann Michael Spindelegger zeigte sich am Dienstag vor dem Ministerrat offen dafür, dass die Deklarierungspflicht nicht erst bei 7.000 Euro beginnt, sondern bereits bei 5.000 Euro. Noch unklar ist, wie auch die Länder in die neuen Spendenregeln einbezogen werden. Spindelegger wies darauf hin, dass es zunächst ein Verfassungsgesetz brauche, um von Bundesseite Änderungen bei den Ländern zu vollziehen.
Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), der einer der Hauptverhandler des Transparenzpakets ist, kann sich vorstellen, dass die Länder individuelle Wertgrenzen festlegen, diese könnten aber nur niedriger sein als der vom Bund festgelegte Schwellenwert. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) meinte allgemein, dass für die Bundesländer grundsätzlich die gleichen Spielregeln gelten, diese aber Details für sich enger bzw. anders regeln könnten.
Wahlkampfkosten sollen begrenzt werden
Hundstorfer geht auch davon aus, dass man bis Freitag eine Regelung findet, wie man die Wahlkampfkosten begrenzen könnte. Details sollen noch in weiteren Verhandlungen festgelegt werden. Bereits Dienstagnachmittag sollte es eine neue Gesprächsrunde geben, kündigte Spindelegger an.
ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch kann sich bei den Wahlkampfkosten eine Grenze von fünf oder sechs Millionen Euro pro Partei inklusive Sanktionen wie Strafzahlungen vorstellen, wie er in der "ZiB 2" sagte. Keine Zahlen nannte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas.
Die FPÖ sprach am Dienstag in einer Aussendung von einer "Pseudo-Kostenbremse" und gar von "Maßnahmen der strukturellen Gewalt gegen die Opposition". So schlussfolgerten die Freiheitlichen aus Rudas' Aussagen im ORF, dass "die Oppositionsparteien endgültig zum Schweigen verdammt und kleingehalten" werden sollen. Rudas fühlt sich missverstanden: Selbstverständlich sollten für alle Parteien die gleichen Obergrenzen gelten, betonte sie gegenüber der APA. Die Limits könnten aber beispielsweise je nach Größe des Gremiums, also etwa Landtag oder Nationalrat, unterschiedlich hoch sein. Sie warf im Gegenzug der FPÖ vor, keine Kostenbeschränkung haben zu wollen, weil die FPÖ am meisten für Kampagnen ausgebe. (APA/red, derStandard.at, 24.4.2012)
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Radikale Elemente erhoffen sich auf diese Weise endlich die Mitgliederliste der ihnen verhassten Parteien/Organisationen in die Hände zu bekommen, um Terror ausüben zu können. Bei dem Stil so manchen Postings hier, kam mir dieser Verdacht.
Und was fangen Sie mit dem Wissen an, dass die Frau Popaschalek oder der Herr Öztürk 2 Euro am Volksstimmefest der KPÖ oder bei Maifest der SPÖ gespendet hat?
OK, man kann damit sicher viele Leute, die ihren Namen nicht im Internet lesen wollen, abhalten, überhaupt auf ein Fest zu gehen, geschweige denn irgendwem irgendetwas zu spenden. Wenn das die Absicht ist, dann ist der Ruf nach Transparenz nur ein Vorwand.
so eine elende augenauswischerei. so eine sinnlose scheindiskussion. korruptionisten koalition.
ehrlichkeit ist keine verhandlungssache. redlichkeit ist nicht verhandelbar!
weil es in der bisherigen disskussion nicht vorgekommen ist: wie ist das mit den aufsichtsrat und sonstigen "viel geld und wenig aufwand" jobs, die ex politiker so gerne bekleiden. ist das dann die nachspeise?
Sonst kommen immer wieder Karrieretypen in den Nationalrat denen das ganze Gesetze beschließen und ähnliches vollkommen egal ist, solange die Bezahlung stimmt.
Deswegen bin ich für eine Offenlegung sämtlicher Einkommen aller Politiker im Nationalrat. Ebenfalls eine Meldepflicht + Offenlegung aller Konten, auch im Ausland. Weiters auch eine Meldepflicht für den Erhalt von größeren Mengen von Bargeld (ab ca. 100€).
Ein Verstoß gegen diese Bestimmung ist mit einer Gefängnisstrafe von mindestens 5 Jahren zu bestrafen.
Weiters muss Korruption hart bestraft werden (Ebenfalls verpflichtend Gefängnis).
(Und ja ich weiß, dass das in Österreich sicher nicht passieren wird. Aber man wird doch noch träumen dürfen)
ich spende 5 euro, damit faymann, spindelegger, kopf, rudas, cap, strache /er vor allen anderen/, und und und endlich aus der politik verschwinden können
zum glück muß ich sie noch nicht deklarieren,
aber vielleicht kann ich sie ja von der steuer absetzen
auf der liste der nicht der nicht-veröffentlichten Parteispenden sieht dann so aus:
z.b:
80x 4900 Euro von Novomatic
60x 4900 Euro von usw..
10x 4900 Euro von .....
20x 4900 Euro von usw.
50x 4900 Euro von blabala
40x 4900 Euro von
Die Großspender jeweils schön in einer zeile
parteispenden und deren höhe hin oder her,
das eigentliche problem liegt in der durch das parlament beschlossenen parteienförderung (legalisierte geldzuschanzung auf kosten der steuerzahler), die ständig erhöht wird für politiker, die im grunde zu feige und unfähig sind, ein land und seine bevölkerung und seine resourcen im sinne des volkswohles zu gestalten, die vielmehr selbstherrlich nur den eigenen profit und den ihrer freunde vor augen haben (derzeitiger stand). dabei schließe ich keine partei aus
solange es die parteienförderung in dieser ausufernden konstruktion gibt, ist die parteienspende nur ein "unwichtiges" nebenschauspiel
Ob 5000 oder 7000 ist völlig egal. Beides ist viel zu hoch. Um den Betrag kann man in Österreich schon einen Bürgermeister kaufen.
Vor allem aber: wenn die Spende wieder nur in einer nirgends veröffentlichten Liste endet, wird sich nix ändern in dieser Republik.
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