Todesschüsse in Florida: Polizeichef darf nicht zurücktreten

24. April 2012, 06:39

Angeklagter bekennt sich "nicht schuldig"

Washington - Im Skandal um die Todesschüsse auf den afroamerikanischen Teenager Trayvon Martin wollte der Polizeichef von Sanford, Bill Lee, sein Amt niederlegen. Laut US-Medienberichten vom Montag soll das städtische Komitee die Kündigung von Lee aber abgelehnt haben. Es sei entschieden worden, dass er im Amt bleiben soll.

Der Angeklagte George Zimmerman, der auf Kaution freigelassen worden war, plädierte unterdessen auf "nicht schuldig", berichtete der TV-Sender CNN. Zimmermans Anwalt konnte zunächst nicht für eine Bestätigung erreicht werden. Der Verteidiger Mark O'Mara hat demnach beantragt, dass Zimmerman nicht persönlich bei der Anklageverlesung am 8. Mai erscheinen muss.

Todesschüsse als freiwilliger Wachmann

Der freiwillige Wachmann in einer Weißen-Siedlung soll Ende Februar den unbewaffneten 17 Jahre alten Trayvon Martin bei einer Patrouille in Sanford erschossen haben. Er beruft sich auf Notwehrgesetze. Die Polizei ließ Zimmerman zunächst laufen und zeigte ihn nicht an. Erst Anfang des Monats - nach einer landesweiten Welle der Empörung - wurde er wegen Mordes angeklagt. Vergangene Woche hatte sich Zimmerman im Gerichtssaal bei den Eltern des Opfers entschuldigt.

Seit Montag ist Zimmerman gegen eine Kaution von 150 000 Dollar (rund 114 000 Euro) bis zur Verhandlung auf freiem Fuß. Wo er sich nun aufhält, wurde nicht bekannt. Sein Verteidiger hatte zuvor gesagt, dass sich der 28-Jährige bis zum Prozess wahrscheinlich weiterhin vor der Öffentlichkeit verbergen werde, wie er es bereits vor seiner Festnahme getan hatte. Sowohl Zimmerman als auch seine Familie hätten mehrere Todesdrohungen erhalten, zitierte der Sender CNN den Anwalt. (APA,

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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

man landet dort entweder als Unschuldiger in der Death Row oder man erschiesst jemanden und es passiert nix

ok, zugegeben, so arg ists auch nicht aber........die Möglichkeit besteht

Kaution

Wer hat eigentlich die Kaution gestellt?
150.000 sind ja wohl keine Kleinigkeit.
Hat da die NRA vielleicht etwas geholfen?

Entweder die oder ein bail Leder

Bei dem du praktisch einen kredit aufnimmst und bei Verurteilung oder Freispruch den bail + Zinsen zurückzahlst.

Es gibt in den USA Unternehmen die einem die Kaution auf Kredit gewähren (meistens zu 10% Zinsen). Aus diesem Grund gibt es auch Kautions-Kopfgeld-Jäger in den USA.
Ein derartiger Prozess ist natürlich eine gute Werbung für ein solches Unternehmen.

"Der freiwillige Wachmann in einer Weißen-Siedlung"

Hmm, Rascism, anyone?

Florida, ein Apartheid-Staat?

Freiwilliger Wachmann ?

Bürgerwehr ist dann doch die bessere Übersetzung von neighborhood watch

Na, das ist natürlich dann etwas ganz anderes,

die dürfen selbstverständlich unbewaffnete Jugendliche töten.

Das habe und wollte ich nicht sagen

Die Übersetzung mit freiwilliger wachdienst ist nur schlicht falsch bzw. Zu harmlos

Falsch oder harmlos oder sonst was erübrigt sich,

US-Normen kann man nicht übersetzen.
Sie können das?
Dann übersetzen Sie doch bitte einmal "stand your ground" so, daß das auch die Tötung eines Widersachers rechtfertigt.
In Florida ist das geltendes Recht.
Bei uns würden Sie mit Notwehrüberschreitung schon sehr billig davon kommen.

Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen

nichts anderes ist "Stand Your Ground". Wer sich legal irgendwo aufhält, der darf sich auch dortselbst verteidigen, selbst wenn ein Rückzug völlig gefahrlos möglich wäre.

Bei uns gilt §3 StGB (Auszugsweise) "Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der notwendigen Verteidigung bedient." Wobei "notwendig" das ist, was den rechtswidrigen Angriff zuverlässig beendet - auch lethale Gewalt.

"Freiwilliger Wachmann"

I.e. ein Schießbuden-Cowboy, der beim Terminus "Gewaltmonopol des Staates" laut zu lachen anfängt...

"Der freiwillige Wachmann in einer Weißen-Siedlung.."

das problem sind eindeutig die 'farbigen'!

denn hätte ein freiwilliger wachmann in einer schwarzen-siedlung einen weißen jugendlichen erschossen, dann wäre er schon längst gelyncht worden oder säße auf dem elektrischen: problem gelöst!

Und wofür gibt es hier rot? Wenn die Hautfarben vertausch wären, wäre der Schütze in den USA schon längstens verurteilt.

in den USA hat man noch die Courage zurückzutreten, hier nicht mehr...Respekt.

Im punktuellen Fall haben Sie recht und es fällt zu Recht auf. Verallgemeinern würde ich es aber auch nicht. In anderen, ähnlichen Fällen passierte es dort auch nicht.

Darum würde ich dafür plädieren, es der Person und nicht einer Nationalidee zugrunde zu legen.

Ist er noch im Amt?

Ja. Also kein Respekt. Schließlich ist der kein Katholischer Bischof, der Benedikt XVI. fragen muß, ob er zurücktreten darf, oder?

Er hat seinen Rücktritt angeboten. Allein das unterscheidet die Situation grundlegend von all dem, das ich hierzulande in den letzten Jahren so mitbekomme.

Das beschönigt die Situation nicht, ist aber ein auffallender Punkt, den man durchaus sehen soll. Er unterscheidet sich ja auch von anderen, ähnlichen Fällen in den USA in der Vergangenheit.

ja, ist er, aber er hat den Rücktritt angeboten...und das ist ihm hoch anzurechnen.

Und was hätte der Rücktritt gebracht?

da muss nicht der Polizeichef, ...

sondern der Goeverneur von Florida, der dieses bloede Gesetz gemacht hat sowie der Richter, der die Freilassung auf Kaution gewaehrt hat, zuruecktreten !

Normalerweise werden die Gesetze von der Legislative verabschiedet, der Gouverneur kann lediglich dann seine Unterschrift zurückhalten.

und wer hat den Governor gewählt? =)

die machen dort gesetze, die wir nicht gut finden?

am besten ganz florida da soll zurücktreten...

im ernst leute, nehmt euch mal nicht so wichtig.

genau, eigentlich müssten die bürger floridas zurücktreten!

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