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vergrößern 600x400Maria Fliri als Reporterin in Uganda.
Der ugandische Rebellenführer Joseph Kony ist seit Februar vor allem durch gezielte Medienaktionen ("Kony 2012") der amerikanischen NGO Invisible Children stark ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Jospeh Kony wird vorgeworfen, bis zu 60.000 ugandische Kinder gekidnappt zu haben, um aus ihnen Kindersoldaten und Sexsklaven zu machen.
Schon letzten Herbst, noch bevor diese Kampagne weltweit für Aufregung sorgte, hat sich die Theatergruppe dieheroldfliri.at genau diesem Thema angenommen. Das neue Ein-Personen-Stück Von Hollywood nach Uganda - wie eine Comedy-Autorin dazu kam, Afrikas geheimen Krieg aufzudecken erzählt die Geschichte einer naiven Klatschreporterin, die plötzlich zur Auslandskorrespondentin wird.
Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Buch von Jane Bussmann und somit auf einer wahren Geschichte. Die gebürtige Vorarlbergerin Maria Fliri schlüpft dabei in die Rolle der Society-Reporterin Jane Bussmann. Donnerstagabend feierte das Stück im Pförtnerhaus in Feldkirch Premiere.
Mit viel Witz, Humor und sehr comedyhaft wird dabei die Geschichte der Journalistin erzählt, die mit Highheels und Designerklamotten ausgestattet nach Uganda fliegt. Sie hat die Nase voll vom Geschäft des Hollywood-Klatschjournalismus und den faden, ewig gleichen Geschichten über Britney Spears und Co. Außerdem hat sie sich in einen NGO-Mitarbeiter verliebt. Doch Jane Bussmann wird schnell von der Realität eingeholt.
"Darf man Comedy über Kindersoldaten und Sexsklavinnen machen?", heißt es in
der Ankündigung des Theaters - ganz so arg kommt es aber dann eben doch nicht.
Während das Theaterstück über weite Strecken wie eine Stand-up-Comedy
funktioniert, kommen die ernsten Angelegenheiten ohne Witze aus. Vom 10. bis zum
19. Mai ist das Stück im Kosmostheater in Wien zu sehen. Auch weitere Gastspiele
in Vorarlberg sind geplant. (rar, DER STANDARD, 24.4.2012)
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