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Bord-Betriebsratschef Karl Minhard informierte drei Stunden lang mehrere hundert AUA-Mitarbeiter.
Wien - "Die Belegschaft kann den von der AUA geplanten Betriebsübergang auf die Tyrolean nicht verhindern, selbst wenn die AUA beschließt, den Flugbetrieb in einen Eissalon im zehnten Bezirk auszulagern", stellte Roland Gerlach, Rechtsanwalt des Bord-Betriebsrates, bei der Betriebsversammlung des fliegenden Personals am Montag klar.
Gewerkschaft und Betriebsrat kündigten bereits an, gegen den Betriebsübergang eine Reihe von Klagen einzubringen, sobald der Fristenlauf begonnen hat. Das könnte in ein bis zwei Tagen sein. Einen Anlass für individuelle Klagen sieht die Pilotenvertretung zunächst nicht.
Insolvenzkarte
Gerlach gab gleichzeitig zu bedenken, dass die schwer defizitäre AUA die Insolvenzkarte spielen werde. "Damit müssen wir rechnen. Und wir können keinem Gericht verwehren, die wirtschaftliche Situation der AUA in den Entscheidungen mitzuberücksichtigen." Auch Betriebsratschef Karl Minhard betonte: "Wir sind mit gutem Grund in allen wesentlichen Punkten anderer Rechtsmeinung als die AUA, aber wir wissen nicht, wie die Gerichte im Ernstfall entscheiden."
Sehr realistisch auch die Berichte von Martin Fischer von der Swiss Mediation Group, der den Fall der Swissair und den mühevollen Aufbau der Swiss begleitete. "Wir hatten lange nicht begriffen, dass es der Firma wirklich schlecht geht." Dann kam die Pleite, und die Belegschaft verzichtete auf rund 35 Prozent des Gehalts. Weil es immer noch nicht aufwärts ging, wurden 2005 nochmals 15 Prozent abgezogen. Heute sei man in etwa wieder auf dem Niveau der Swissair. Fischer: "Auch wir hatten damals eine andere Rechtsmeinung als das Unternehmen. Aber alle, die klagten, haben jetzt, zehn Jahre nach der Pleite und Prozessende, keinen Franken mehr bekommen."
160 Millionen Euro
AUA-intern werden die Kosten für den Betriebsübergang mit 160 Mio. Euro beziffert, darin seien Abfertigungen, Umschulungskosten etc. inbegriffen. Das sei teurer als das Modell des Betriebsrates in Höhe von rund 130 Mio., das unter anderem den Auskauf der alten (teuren) Piloten vorsehe. Das will die AUA vermeiden. Ein weiteres Risiko: Niemand könne garantieren, dass die AUA nicht nächstes Jahr nochmals einen Betriebsübergang zu noch schlechteren Bedingungen vollzieht. Gerlach appellierte an die Belegschaft: "Lassen Sie sich nicht verunsichern, bewahren Sie die Nerven und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen." Erst wenn der Fristenlauf beginne, beginne eine 30-Tage-Frist. "Unterschreiben Sie nichts, und beachten Sie, das Einzige, was dem Unternehmen Rechtssicherheit gibt, ist ihre Unterschrift", warnte der Arbeitsrechtler.
Jene, die sich für den Betriebsübergang entscheiden, brauchen nichts tun, die Folgen ergäben sich aus dem Gesetz. Sollte die AUA die Rechtsfolgen nicht korrekt umsetzen, werde geklagt. Wer von den KV-alt-Piloten (es gibt rund 300 Piloten mit altem Kollektivvertrag) "das Abenteuer nicht mehr mitmachen will", für den sei vielleicht die bevorzugte Selbstkündigung das Beste, argumentierte Gerlach. Ziel des Betriebsrates ist es, weiter zu verhandeln und mit der Tyrolean-Belegschaft eine gemeinsame Lösung mittels Konzern-Kollektivvertrag zu finden. Gefordert wird ein Sozialplan für das fliegende Personal.
Das Resümee eines Mitarbeiters: "Wir sind die menschlichen Kollateralschäden; kein einziger Sitz in unserer Langstrecke ist flach, die Millionen werden am Kunden und am Produkt vorbei in die Wüste geschossen." Zur Halbzeit der dreistündigen Betriebsversammlung erhielten die ersten Flugbegleiter von der AUA den Auftrag, die Betriebsversammlung zu verlassen und ihren Dienst anzutreten.
Gerlach beruhigte: "Sie alle dürfen bleiben, damit tun sie dem Unternehmen den Gefallen der Eskalation." (Claudia Ruff, DER STANDARD, 24.4.2012)
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liebe passagiere, im namen der ganzen crew darf ich sie herzlich an bord begrüßen.
wir haben alle in einem schnellsiederkurs unsere qualifikation erworben und arbeiten für weniger geld als in anderen linienfluggesellschaften bezahlt wird.
wir wünschen ihnen einen angenehmen flug!
wenn Sie sicher wären, dass man Sie damit nur viel billiger loswerden würde? Dieses Management ist angetreten, die AUA zu Grabe zu tragen. Die LUFTHANSA hat bereits einen satten Profit erzielt. Sie bekam viele wichtige Verkehrsrechte und 500 Millionen Euro. 250 Millionen sind noch an Schulden da. Alles andere ist getilgt. Aber die bösen Piloten wollen ja partout nicht in einen schlechteren KV. Dabei würde das doch so vielen ÖsterreicherInnen echte Genugtuung verschaffen und Freude bereiten. Deshalb muss man ja einfach ihnen und der Gewerkschaft die Schuld geben!
Diese Zahl ist die Untergrenze, hier nicht mit einberechnet wurden Prozesskosten, Schadensersatzzahlungen bei negativen Gerichtsentscheidungen, wirtschaftlichen Einbußen bei einer beträchtlichen Anzahl von Kündigungen, Imageschäden etc.....fazit: der Betriebsübergang in der Form kostet der GL auf jeden Fall um einiges Mehr als prognostiziert...das großzügige Angebot des BRB, das Einsparungen von bis zu 80 Mio. (sofort und jedes Jahr höher) nicht anzunehmen entspricht eher einer Haltung des trotzigen Kindes in der Sandkiste, daß gewinnen möchte egal ob es damit ebenso untergeht. Im Sinne einer Gemeinwohlökonomie ist Kooperation die Zukunft und Konkurrenz ein auslaufendes, eines nach Macht und Ruhm strebendes Modell das keine Zukunft hat !
und inwiefern kann denn jemand der SELBST im Aufsichtsrat sitzt über "das Management" schimpfen?
ich frage mich ob Minhard ein Agent Provocateur der Belegschaft ist, und bis dato hat einfach nur keiner der anderen Aufsichtsräte mitbekommen dass er auch im Aufsichtsrat mitmischt...
ODER er ist selbst einer von "Denen" über die er ständig schimpft, und bereitet als "Betriebsrat" schon die vollständige Eskalation und den Zahlungsausfall vor, die als Anlass herhalten werden um die Landerechte der AUA direkt auf die LH zu übertragen und die AUA in die Pleite zu schicken....
das ist ja beinah so, als würde man dem Mensdorff-Pouilly und dem Grasser einen Platz im U-Ausschuss anbieten um sich selbst zu verhören....
eine gewisse Anzahl an Aufsichtsrats-Plätzen. Die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat genießen aber weder die Vorteile der anderen Aufsichtsräte, noch können sie im AR jemals etwas verhindern oder veranlassen, weil sie immer in der Minderheit sind. Die AG-Seite kommt damit lediglich seiner Informationspflicht nach. Betriebsräte im AR sind zu Stillschweigen gegenüber der Belegschaft und der Öffentlichkeit verpflichtet. Trotzdem nimmt man als BR diese bittere Pille in Kauf, weil man wenigstens weiß, was geschehen wird, auch wenn man nicht wirklich etwas dagegen tun kann.
Die Lufthansa war nur auf die Landerechte der AUA scharf.
Die bekommt sie billig. Außerdem eine Tochter im Ausland die Miese schreibt - wie toll. Das wirkt steuerschonend im eigenen Land.
Ein Chuzpe durch und durch dieses AUA "Geschäft" mit LH.
Und verdienen werden die korrupten Manger und Politiker die dies eingefädelt haben.
Man vergesse nicht, wieviel GEZAHLT wurde, damit die LH die AUA überhaupt nimmt.
wer die großen austrian flugzeuge fliegen soll! laut einer betriebsvereinbarung ist es den tyrolean piloten untersagt flugzeuge mit mehr als ca. 100 passagiere zu fliegen. wenn jetzt alle aua piloten mittels betriebsübergang an tyrolean übergehen... gilt diese betriebsvereinbarung dann noch?! wäre doch irgendwie witzig und typisch für austrian dass die piloten die flugzeuge dann nicht fliegen dürften aufgrund dieser vereinbarung ....
Und wer würde dann die Tyroleanflieger fliegen, schon mal nachgedacht? Gibt's dort ein geheimes Potential an stillgelegten Piloten im Keller? Im Gegenteil, dass was man dort über hat, also 36, wird gerade umgeschult, um den ersten Abgang bei Austrian zu kompensieren. Dann ist Schluss mit der von Albrecht so salopp ins Treffen geführten "Personalreserve".
Hier kann jeder studieren, was Heuschereckenmanagement und Marktwirtschaft bedeutet: auf ausgesucht guten und duldsamen Mitarbeitern herumtrampeln und gleichzeitig zum Besten geben, ein Betrieb kann nur durch eine negative Lohnspirale am Leben gehalten werden.
Das ist einfach nur dumm!
Im letzten Jahrhundert wurde Arbeitszeitreduktion um 60%, Sozialleistungessteigerung und effektive Lohnsteigerungen erreicht; in letzter Zeit scheinen die Wirtschaftswappler alles und in immer kürzeren Abständen - trotz bereits eingetretenen Reduktionen - gegen die Wand zu fahren bzw. zu crashen.
In allen Luftfahrtunternehmen, Flughafenarbeitern etc wird Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt, also wehrt euch , solidarisch!
Sogar die Schlecker-Angestellten müssen noch auf 15% ihres kargen Lohns verzichten, anderenfalls setzt man sie auf die Straße. Es ist schlicht und einfach skandalös, was mit den Arbeitnehmern in diesem EU-ropa passiert. EU-ropa ist nur für Konzerne da, nicht für die Menschen. Und das schlimmste.. Die Menschen merken es erst, wenn sie persönlich betroffen sind...
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Es wird nicht wahrer, wenn man dasselbe zwei mal schreibt! In der Realität Erfolg zu haben bedeutet, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzusetzen, dass ALLE Beteiligten einen Vorteil haben!
Drohungen oder Überreaktionen erzeugen, das wissen wir, Widerstand - und bei einer Konfrontation siegt immer der mit den besseren Waffen (Geld) oder dem längeren Atem (Durchhaltevermögen). Deshalb sind die Sieger selten jene, die monatlich auf ihr Gehalt angewiesen sind, um sich und ihre Familien zu versorgen.
Es war noch nie anders, denn sozialistische Systeme mussten stets zur Diktatur greifen, um sich halten zu können!
Somit wurden auch dort nur alte Eliten durch neue ersetzt und die wirklich Betroffenen litten weiter, wenn nicht noch mehr.
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