"W-IE-derstand" für Bachelor geht weiter

Lara Hagen, Kristina Nedeljkovic, 23. April 2012, 18:43

Das Studium Internationale Entwicklung steht im Zentrum der Uni-Proteste

Wien - Im kurzzeitig besetzten Audimax war ein Wort nicht zu übersehen: "W-IE-derstand". Der Begriff drückt die Wut der Studierenden aus, die sich gegen die geplante Abschaffung des Bachelors der Internationalen Entwicklung (IE) richtet. Stattdessen soll ein Masterstudiengang garantiert werden. Studierende wie Lehrende fordern aber die Ausfinanzierung eines Bachelor-Master-Systems.

"Es ist offensichtlich eine Ressourcenfrage", beschreibt Wolfram Schaffar die zentrale Begründung des Rektorats. Schaffar ist einer von vier Professoren an der IE - ihnen gegenüber stehen ungefähr 2000 Bachelor-Studierende und noch 1000 Studierende im auslaufenden Diplomstudium. Für das Rektorat der Uni Wien liegt hier das Problem - ein schlechtes Betreuungsverhältnis und unzureichende Mittel für ein solches Massenstudium.

"Niemand hat mit einer so hohen Beliebtheit gerechnet - auch nicht das Wissenschaftsministerium, das den Studienversuch sonst wohl nicht zugelassen hätte", erklärt Studienprogrammleiterin Margarete Grandner.

Die Gründung der IE vor zehn Jahren geht vor allem auf das Engagement von Studierenden und Lehrenden zurück, die bis dahin eine Auseinandersetzung mit globalen Machtverhältnissen auf der Uni vermisst hatten. Mit der Etablierung des Studiums nahm die Uni Wien eine Vorreiterrolle ein - eine ähnliche Forschungsplattform gibt es in Mitteleuropa kein zweites Mal. Zunächst als individuelles Diplomstudium, seit dem Wintersemester 2009 dann in der Bologna-Architektur, steht das Studium für Inter- und Transdisziplinarität: Theorien und Ansätze sozialer, politischer, historischer, kultureller und wirtschaftlicher Umbrüche und Ungleichheiten werden behandelt. Genau diese transdisziplinäre Herangehensweise bildet nun einen weiteren Kritikpunkt. Der Bachelor soll künftig dazu dienen, sich Wissen in nur einer Disziplin anzueignen, argumentiert das Rektorat.

"Die Kommunikation aus dem Rektorat ist äußerst schwankend", kritisiert Grandner. Sie vermutet ein tieferes Problem: "Es gibt zweifellos politische Gründe, die verschwiegen werden. IE ist ein gesellschaftskritisches Studium mit transdisziplinärem Zugang, der auf der Uni umstritten ist." (Lara Hagen/Kristina Nedeljkovic, DER STANDARD, 24.4.2012)

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 177
1 2 3 4 5

echt jetzt? für Internationale Entwicklung kanns nicht stehen?

Jaja... Ist mir schon klar gewesen.

Ändert aber nichts daran, dass zumindest ein nicht umbedingt kleines Grüppchen vermutlich das Interesse an IE innerhalb von Stunden verloren hat und sich damit beschäftigen wird ein Manifest zu erstellen in dem von "Alle Obdachlosen bekommen 3 warme Mahlzeiten am Tag gratis und dazu ist jedem ein Liter Bier auszugeben" über "Feminismus!" bis hin zu "Hunger in der Welt abschaffen" wieder einmal alles Platz findet.
Das wird dann nicht ernst genommen.

Diese Gruppen

finden sie (hoffentlich) in jeder Studienrichtung, wenn sie wollen.

Von mir aus könnte man solche Gruppen gern von den Unis fernhalten.

Ideologisches Gedöns kann ich irgendwo anders von mir geben, aber doch bitte nicht die Unis zu Schauplätzen der Politik machen.

Da kommt nur Mist raus. Und ich sehe es nicht ein, dass ich mich in der wenigen Zeit, die zum Ansammeln von Wissen zu Verfügung steht, mit den politischen Privatmeinungen von ideologieverbohrten Protestliebhabern herumschlagen muss.

Weil: An der Uni kann niemand gesamtgesellschaftliche Probleme lösen. Dazu müsste man ja auch wirklich handeln.

Und wenn dann diese Aktionsgruppen mit ihren Bieren im Hörsaal sitzen und diskutieren, wie man nicht alles besser machen könnte, wie wir es ja vor einiger Zeit hatten, hällt mir unwillkürlich die "Volksfront von Judäa" ein...

Lern Geschichte,

du Ideologieverbohrter!

Die Uni ist per se (!) ein hochpolitischer Ort - sogar wenn dort gar "nichts" passiert.

Ja, weil irgendwelche pseudorevolutionäre Chaoten sie dazu machen.

Die Universität sollte ein Ort der Wissenschaft und Lehre sein und nicht der Spielplatz für Kommunisten, Verbindungsspinner oder was auch immer.

Sowas behindert defacto im Wissenserwerb.

Und nochmal: Wie soll ich durch Diskussion (die nicht einmal alle Beteiligten einbindet!) ein gesamtgesellschaftliches Problem lösen.

Alle, die da gegen alles und für jedes sind mögen doch bitte mal das IPad ausschalten und einfach nur einmal die Woche statt zu diskutieren für die Wiener Tafel fahren - oder alten Leuten zu hören. Oder nach Afrika fliegen und tatsächliche Entwicklungshilfe leisten.
Oder eine Firma gründen - mit gleicher Bezahlung für gleiche Leistung - nicht drüber reden

Übrigens: Ich habe Ihnen meines Wissens nach nie ein "Du" angeboten

Wie wahr.

Kommunizieren sie das doch bitteschön mal unserer derzeitigen ÖH, die sich mit vielen (schon auch wichtigen!) Themen von Immigration über Gender equality bis Rassismus auseinandersetzt, aber wenig mit der realen Verbesserung der Lehre und der internationalen Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Unis am Hut zu haben scheint.

Hab ich versucht.

Haben mit einer Formnote: "Für die Anliegen der Studierenden...Blablabla...Wichtige soziale Themen...Blablabla...und einem abschließenden Brecht-Zitat (das mit Kämpfen und Verlieren) reagiert...

Kollege,

Wenn sie mit einer "soll sein"-Normative daherkommen, dann sind sie mitten drin in den Ideologien. Auch "reiner Wissenserwerb" ist eine. Eine ziemlich wirkmächtige und historisch äusserst bedeutsame.

Zum Rest kann ich nur fragen, woher sie annehmen, dass das so einige nicht eh tun? Gerade erlebtes soziales Engagement möchte auch wissenschaftlich reflektiert werden..

Der Klassiker: Man muss drüber reden... Wissenschaftlich reflektieren...

So ein Dreck. Man muss es tun.
Nicht mehr. Es hat einfach eine absolute Arroganz und Frechheit, mit dem Bier in der Hand und dem Laptop vor der Nase über Armut zu diskutieren und wie man den Staat dazu bringen könnte, sie zu unterbinden. Es hat keinen Zweck alles auf einmal und alles sofort zu wollen.

Und wenn es nur um Bachelor oder Master IE ginge, ja, klar - da ist ein Ziel da.

Aber sobald da noch Sachen wie: Feminismus, Alles für Jeden und Gegen Armut völlig konzeptlos und weltfremd hineingeworfen werden, darf man sich nicht wundern, wenn man nicht mehr ernstgenommen wird.
Es ist nicht so, dass ich gegen gerechte Bezahlung wäre oder - Gott bewahre - für Armut.

Man muss sich nur überlegen, wann man was fordert.

..

steht das Studium für Inter- und Transdisziplinarität: Theorien und Ansätze sozialer, politischer, historischer, kultureller und wirtschaftlicher Umbrüche und Ungleichheiten werden behandelt - ich glaub eher dass ist ein Gehirnwäschekurs on verkappten Kommunisten - Ich hab kein gutes Bild von den IE-Studenten, die ich kenne !

ähm ja...die IEler sind verkappte Kommunisten, die Jusstudenten sind verkappte Nazis, die Wirtschaftsstudenten sind verkappte Neoliberalisten und von den Psychologen will ich gar nicht anfangen. Da wissen wir eh, was die sind, oder?

Richtig erkannt

;-), obwohl mir dass mit den Jusstudenten neu ist - aber alle Studenten in Leoben sind Nazis !

D'accord

dieses betonen von Interdisziplinarität, Offenheit und sonstiges geschwurbel....

Kritik an allem, aber tieferes Verständnis von Wasser, Boden, Logistik, Finanzierung, Projektmanagment, Thermodynamik usw. Fehlanzeige.

Sogar bei der Ethnologie hat man nach einem Urlaub zumindest gleich viel Ahnung von der Region wie die studierten...

Du übertreibst da schon.., so wild ists auch wieder nicht. Die Problematik bei vielen Geisteswissenschaften wie Ethnologie liegt mMn vor allem an den Methoden (mehr oder weniger ausschließlich qualitativ und auch hier zu wenig brauchbare Schulen die sich in anderen ähnlichen Disziplinien bewährt haben). Weiters macht so ein Studium nur Sinn, wenn man sich regelmäßig "ins Feld" begiebt und nicht nur wenn eine Arbeit/Studie verfasst werden muss. Ein recht guter Freund hat zB Volkskunde studiert, war auch sehr interessiert/engagiert, hat aber trotz ausgezeichnetem Abschluss große SChwierigkeiten eine Festanstellung zu finden von der man leben kann. Bei Politikwissenschaften u. Soziologie wurde rechtzeitig um dem Arbeitsmarkt zu entsprechen..

Ich meinte die ethnologie Kenntnisse der IEler

Viele würden

ihrer Kritik ja durchaus recht geben. Allerdings passt das Argument weder mit einer faktischen Verkürzung des Studiums auf 2 Jahre, bzw. mit seiner krassen Unterfinanzierung, noch mit einer generellen Abschaffung zusammen.

Mehr Zusammenarbeit, auch finanziell, mit der Boku uä. wäre sicherlich wünschenswert!

IE ist zu attraktiv für Studierende und wird deshalb abgeschafft,

weil die Uni Wien sowieso kein Geld hat. In der englischsprachigen Welt sind International Development Studies an fast jeder großen Uni vertreten und bringt diesen Unis Geld. Ach ja, diese Unis heben Studiengebühren ein.

Also Studiengebühren nur für IE?

Keineswegs nur da, wo's gerade brennt.

Aber eine Hochschulpolitik, die diesen Namen verdiente, wäre verpflichtet, den Hochschulen eine angemessene finanzielle Ausstattung zu verschaffen. Wenn das durch Studiengebühren geschehen soll, müssen diese durch entsprechende Infrastruktur der Unversitäten als Dienstleister in der Lehre gerechtfertigt sein, wie das international üblich ist. Aber in Ö. haben es sog. Hochschulpolitiker einfach damit, anstatt Hochschulpolitik zu betreiben, lieber Studierende und Hochschulverwaltungen einander wegen fehlender Mittel zerfleischen zu lassen.

Nicht nur dort,

sondern auch in der niederländisch-skandinavischen und französisch Welt.
Nur der deutsche Sprachraum, der ja angeblich nie Kolonialmacht war (Ö am Balkan allerdings bis heute), meint so etwas nicht zu brauchen.

"brauchen" tut so ein studium kein mensch. was kann man damit machen? professioneller bessermensch?

der bachelor ist ein akademisches grundstudium in dem man fundamentale kenntnisse des wissenschaftlichen arbeitens etc erlangt. wenn man den nicht in IE machen kann seh ich kein thema. sollen die leute den bachelor in einem anderen studium machen (wäre vermutlich sogar beruflich sinnvoller)

wenn man dann meint man muss noch immer einen auf staatlich geprüfter bessermensch machen, kann man ja den IE-Master noch immer dranhängen.
falls man dann mal eine familie zu ernähren hat, wir man vermutlich sogar dankbar sein, ein vernünftigeres bak-studium absolviert zu haben.

Augen auf!

es gibt Leute, die leben sehr gut davon - samt Familie!
Lebt ein Soziologe vom Sozialen?
Ein Politologe vom Politischen?
Ein Ethnologe nur Ethno?
Ein Akademiker vom Akademischen? Eher selten.

Aber darum gehts ihnen ja sowieso nicht, wie die Bessermensch-Polemik verrät. Sie halten sich nämlich - warum auch immer - für inferior.

Bitte lesen Sie den Artikel noch einmal aufmerksam durch: Internationale Entwicklung wird nicht abgeschafft, sondern nur das entsprechende Bachelorstudium.

Das ändert nichts am Argument.

International gesehen sind IDS (IE) auch auf Bachelor-Niveau höchst erfolgreiche Studiengänge. Und wenn in Wien ein Studiengang gerade wegen seines Erfolgs bei Studierenden abgeschafft wird, weil die Uni ihn sich nicht mehr leisten kann, zeigt das, dass der therapeutische Nihilismus der ö. Hochschulpolitik in der Sackgasse gelandet ist. Hochschulen müssen anständig finanziert werden, entweder durch mehr Steuergelder oder durch Studiengebühren. Der dritte Weg des Nichtstuns führt die ö. Hochschul- (und letzlich damit Wissenschafts-)Landschaft international nur noch weiter in die Bedeutungslosigkeit.

Wie sie vermutlich wissen,

sind Master alleine kein vollwertiges Studium. Ergo wird es - auf Umwegen - abgeschafft.
Übrig bleibt ein Kernteil, der die Leute im Bestenfalls auf den Arbeitsmarkt vorbereiten kann, aber sicher nicht mehr. Und Doktorat gibt es ja mWn noch immer nicht...

Auch der Bach ist ken vollwertiges Studium sondern erst mit dem Master sonst ist er nicht auf gleicher Ebene wie der MAg.

Sie werfen alles durcheinander

Internationale Entwicklung ist eben keine eigenständige Wissenschaft, sondern ein interdisziplinärer Ansatz verschiedener Fächer (Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie, Geschichte, Geographie, Kulturwissenschaften). Fachlich sinnvoll ist daher ausschließlich ein Masterstudium, das von AbsolventInnen einschlägiger Bachelorstudien inskribiert werden kann.

Selbstverständlich sind Doktoratsstudien mit Themenstellungen aus der Internationalen Entwicklung möglich, Sie müssen sich halt ein affines Fachgebiet aussuchen, das formal das Dissertationsgebiet darstellt.

Was eine

"eigenständige Wissenschaft" und was nicht ist, ist allemal debattierfähig. Ein guter Wissenschafter würde solche Tags jedenfalls nicht einfach so übernehmen.
Im übrigen liegt in der Natur des Sachverhalts "Entwicklung", dass sich hier eine praktische, andwendungsbezogene bzw. policy-relevante Komponente verbirgt, die Wissenschaft im üblichen Sinn transzendiert, wie es vielleicht sonst nur in der Anthropologie der Fall ist. Das Studium stößt daher in mehrfachem Sinn an Grenzen. Eine Einrückung in bestehende Grenzen läuft der Sache dabei massiv zuwider.

für das recht

auf arbeitslosigkeit!

Das hat man mir beim Beginn meines Studiums auch gesagt: Ein zukünftiger Arbeitsloser oder Minderverdiener.

Tja, mittlerweile sind komischerweise alle sehr still, nachdem sie erfahren, was man mit meinem Orchideenstudium so machen, vor allem aber verdienen kann.

Man kann aus jedem Studium was machen, nur darf man sich nicht zu eingeschränkt nach einem Job umsehen.

Das Problem hierbei sind doch die Leute, die einem Studium explizit einen Beruf zuordnen müssen (BWL->Manager, Jus->Anwalt), auch wenn dieser dann nur von einem geringen Teil der Absolventen ausgeübt wird, um dieses als sinnvoll zu erachten.
Die einzige Ausnahme davon ist vielleicht Mathematik, zu der die meisten auch keinen direkten Arbeitsplatz nennen könnten, aber da wissen sie aus den Nachrichten, dass diese Leute gefragt sind am Arbeitsmarkt.

Also Jus-Studenten werden schon relativ oft später was in Richtung Anwalt machen...Mediziner werden dann auch ziemlich oft Arzt...etc...

Jus hat in absoluten Zahlen eine der höchsten (vielleicht derzeit sogar die höchste) Arbeitslosigkeit unter Akademikern. Trotzdem würde kaum jemand Jus als ein Studium mit schlechten Berufsaussichten bezeichnen.
Jus mag zwar ein schlechtes Beispiel für meine Aussage mit anderen Berufen sein, da ich keine Zahlen dazu kenne, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die doch zahlreichen Absolventen pro Jahr einen Job als Anwälte finden - so viele kann es doch in Österreich nicht geben.

Es geht ja um die Masse

natürlich werden von 3000 IElern, vielleicht 10-20% einen ordentlichen Job bekommen. Ist ja bei den Psychologen/Thewis etc. auch so^^

woher willst'n du das wissen?!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen derart großen Bedarf an einschlägigen Absolventen gibt. So gesehen hilft es im Endeffekt wahrscheinlich auch den Studenten, wenn es nur mehr ein Masterstudium gibt.

siehe letztes Posting

zu diesem Beitrag.

Das Problem ist, ...

... dass vergleichbare Studien im Ausland wirklich elitär ausgestaltet und bei uns irgendwelche Micky-Maus-Massenstudien sind. Vier Professoren auf 3.000 Studenten können nur ein schlechter Witz sein. 3.000 Studenten in einem solchen Studium an einer Uni können eigentlich nur ein Witz sein.

ja

hat sich halt herumgesprochen, dass das ein geschenkter Magister-Titel ist, 2-3 Aufsätze schreiben, natürlich gendergerecht und schwups ...

stimmt,

aber liegt das Problem nun an den Massen ("der Kunde ist König" heisst es doch so vollmundig in der neoliberalen Bildungswelt), den Organisatoren - oder doch eher beim Ministerium, den Unis, etc?

Der Kunde ist aber deswegen König, weil er etwas zahlt, das kann schon einmal kein Argument sein.

Grundsätzlich ist das Problem ja durch viele Dinge begründet: Unterfinanzierung der Unis durch den Staat, freier Unizugang, zu wenig Commitment auch in der Bevölkerung, dass eine Universität und Studenten etwas förderwürdiges sind und eine laute und deswegen sichtbare Minderheit in der Studentenschaft, welche jeden Kompromiss ablehnt und deren einziges Mantra "ich will! ich will! ich will!" ist.

Komisch,

bis vor kurzem hat doch die Masse Gebühren gezahlt - und eben dieses Studium gewählt?
Und abgeschafft sind diese Gebühren ja noch immer nicht in Wahrheit.

Diese Masse darf ohnehin fertig studieren, alles andere wäre krass rechtswidrig.

wie wärs mal mit einem hintergundbericht.

was ist IE, warum gehts, wie schaut das studium aus, was lernt man, was forscht man, wie und wo kann man es nutzen um was zu machen.

unterstützung erfordert aufklärung.
dann wär auch nicht jeder 2. post 'i was net wos des is, des is eh unnedig.'

Man kann die Studienpläne aller Studien, die in Ö angeboten werden, auf den Homepages der jeweiligen Universitäten/FHs finden. Außerdem sind auch alle Vorlesungsverzeichnisse online einsehbar. Jeder, der sich also über ein bestimmtes Studium (Lehrinhalte, Organisation,..) informieren will, kann das online sehr leicht tun.

ich hab leider bloß echt manchmal das gefühl, dass die leute angst vor Selbstkritik haben... wer will sich schon damit beschäftigen, mit dem, wie das eigene tägliche handeln zum Unwohl anderer Menschen beiträgt?! klar, n studium, das sich mit sowas beschäftigt findet wenig zustimmung in der breiten masse. aber auch träumer haben ein existenzrecht, wisst ihr?!

naja

es is aber teilweise ja alles übertrieben, ich bin heutzutage schuld, dafür dass die Leute in Afrika verhungern, sich das Klima erwärm und die Eisbären ersaufen, zusätzlich bin ich noch verantwortlich für die Ausrotung 1000er Tier und Pflanzenarten, die Zerstörung des Regenwaldes !

Aber wenn ich mit eine Bobo-Retro-Bike zur Arbeit fahre und brav meine Bio-Banane (ganz nebenbei finde ich diese Bio und Fair-Trade Kampagne außnahmsweise ein wirklich sinnvolle Sache) futtere und den ganzen Tag darüber philosophiere, dass nur der Kapitalismus Schuld daran ist, dass unser Planet ausgebeutet wird, dann bin ich einer der guten und rette die Welt ?

Ein Bio-Banane aus Brasilien?...dann doch lieber einen Apfel aus dem eigenen Garten...

Was hat ihr persönliches

Dichotomie-Befinden mit diesem Studium zu tun?

Nichts.

Dennoch wird - unter vorgeblichen Gründen- von den Kritikern genau dieses Ressentiment auf ein Studium projiziert.

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 177
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.