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London - Der prognostizierte Klimawandel wird in den kommenden Jahrzehnten zu stärkeren Preisschwankungen auf den Getreidemärkten führen. Das haben US-Forscher anhand ihres Landes untersucht. Gesetzliche Vorgaben wie etwa die verpflichtende Beimischung von Ethanol aus Getreide zu Kraftstoffen werden diese Schwankungen verschärfen, schrieben Noah Diffenbaugh von der Stanford University (Kalifornien) und seine Mitarbeiter im Fachjournal "Nature Climate Change".
Sie analysierten zunächst, wie sich die für die nächsten Jahrzehnte prognostizierten Veränderungen der Niederschlagsmengen und der Temperatur in den USA auf die Getreidepreise auswirken können. Ergebnis: Variierten die Kornpreise in den Jahren zwischen 1980 und 2000 um 43 Prozent, werden es in den Jahren 2020 bis 2040 sogar 177 Prozent sein. Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel werden den Forschern zufolge jedoch weniger starken Schwankungen unterliegen.
Biokraftstoff-Gesetz erhöht Preis-Anfälligkeit
Als nächstes analysierten sie, wie sich der Ölpreis und energiepolitische Vorgaben auf die Preisschwankungen auswirken. Ohne ein Biokraftstoff-Gesetz, das die Beimischung einer bestimmten Menge an Bioethanol zu den Kraftstoffen vorgibt, variieren die Getreidepreise demnach weniger stark infolge der Klimaveränderungen. Ist 2020 ein solches Mandat in Kraft, sei die Anfälligkeit des Rohstoffpreises für die Klimaveränderungen jedoch erhöht.
Ein Biokraftstoff-Gesetz mache den Markt weniger flexibel, erläutern die Forscher. Prinzipiell biete die Herstellung von Biokraftstoffen jedoch gute Möglichkeiten auf Schwankungen am Markt zu reagieren. Falle die Ernte etwa überdurchschnittlich gut aus und seien die Preise niedrig, könnten die Biokraftstoff-Produktionsmengen erhöht werden. Bei schlechteren Erntemengen und hohen Getreidepreisen könne die Produktion vorübergehend heruntergefahren werden und das Getreide zur Nahrungsmittelerzeugung oder als Tierfutter eingesetzt werden. Muss jedoch zwingend Ethanol produziert werden, um die Vorgaben zur Kraftstoff-Beimischung zu erfüllen, treibe das die Getreidepreise in die Höhe. (APA, 28.4.2012)
Abstract
Nature Climate
Change: Response of corn markets to climate volatility under alternative energy futures
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und Ihre Produktionsstätten.
Für ~50Jahre seit dem 2. Weltkrieg hatten wir aber die glückliche Situation, dass die Lebensmittelproduktion und jene von Energie für Transport und Industrie weitgehend unabhängige Märkte waren. Das hat sich mit dem Bioenergieboom leider geändert und es betrifft auch nicht nur den Biodiesel und Ethanol sondern auch die Biogasproduktion. Selbst der Markt für feste Biomasse wie Hackgut usw. wird zunehmend Probleme verursachen: Miscantus und Kurzumtriebsplantagen konkurieren um Ackerflächen für die Lebensmittelproduktion und eine möglichst hohe Holzernte ist mit einer ökologischen Waldbewirtschaftung kaum vereinbar!
Es wäre dringend an der Zeit diesem ganzen Bioenergieunfug weitgehend die Förderungen zu entziehen!
Die mechanisierte Landwirtschaft ist völlig von Erdöl und Erdgas abhängig (Treibstoff f. Maschinen, Dünger, div. Spritzmittel). Sobald die Schere zwischen stagnierender oder fallender Ölproduktion und weiter wachsender Nachfrage merklich aufgeht,dürften die Weltmarktpreise für Öl u. Gas eine volatile Hochschaubahn hinlegen - mit massivsten Auswirkungen auch auf die Landwirtschaft.
die nächsten paar Jahrzehnte noch genug Erdgas haben dürften. Nur bei uns existiert(durch historische Verträge mit Russland) eine Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis. In Amerika wo so eine Preisbindung keine Rolle spielt hat der Shalegas-Boom schon zu einem beträchtliche Preisrückgang bei Erdgas geführt.
Dieses Problem betrifft also "nur" die Treibstoffe. Speziell die LKW die die Ernte abtransportieren und dann die fertigen Lebensmittel ins Geschäft könnte man aber genauso gut mit Erdgas betreiben. Nur bei den Traktoren ist die Lage schwieriger. Solange der Bauernhof keinen Gasanschluß hat macht auch die Umrüstung dieser Geräte keinen Sinn.
gerade rechtzeitig zum großen Preisanstieg der Lebensmittel 2007
wurden in den USA die Chicagoer und New Yorker Warenbörsen zusammengelegt
das aus dem knapp vor dem Kollaps stehenden Immo-Markt flüchtende Kapital brauchte eine neue Spielwiese, um zu "arbeiten"
und damit das Geld auch schön "arbeitet" auf Kosten der Menschen, die nun einmal essen müssen um nicht umzukommen, mußte natürlich die Gefahr ausgeschlossen werden, daß sich an 2 großen Börsen 2 unterschiedliche, am Ende gar miteinander konkurrierende Preise entwickeln
klassischer Monopolgewinn ... und 180 Mio. Hungernde mehr auf der Welt
die jedes einzelne Börsengeschäft über die Pits mit Report an die US-Börsenaufsicht entsprechend dem US-Börsengesetz abzuwickeln haben.
Im Gegensatz zur LME in London, wo die größten Metallhändler die Börse nach eigenen Regeln bilden und den weltweiten Börsenhandel nach ihrem Gutdünken als Prinzipale außerhalb des Ringes gestalten.
Die großen Sauereien laufen jedoch an den US-Börsen, da willfährige Gesetzesinterpretationen leichter zu finden sind als willfährige LME-Ringhändler.
Der US-Merger verringert sicher die Diskussionsbreite über US-Börsengesetze und deren Abänderungen i. S. einer weiteren Machtkonzentration innerhalb der FI, konkurrierende Börsenpreise werden aber heute weltweit durch Hedge-Computer innert Minuten arbitragiert.
Marktverengung führt zu höheren Preise und höherer Volatilität :-)
Biosprit aus Anbauflächen und Lebensmitteln ist Mord.
Die derzeitig anstehende Hungersnot in der Sahel ist u.a. sehenden Auges auf die ausgedehnten Jatropha Flächen zur Biospritgewinnung des Deutschen Entwicklungsdienstes zurückzuführen.
http://www.heise.de/tr/artike... 76525.html
http://www.n-tv.de/panorama/... 39423.html
Jeder Tritt ins Gaspedal ein Kind :-(
Man kann darüber diskutieren, aber bitte nicht quer.
Zwischen Swaziland und Sahel liegt halb Afrika.
Eine Produktion auf sonst stillgelegten Flächen ist sinnvoll, dort wo man bewässern müsste natürlich nicht.
Der im Artikel angegebene 'Wasserverbrauch' ist dort, wo der natürliche Regen ausreicht, ein Blödsinn.
Ausserdem ist RME wieder was anderes, Schwachsinn sind die Mengen für E10.
und das Argument "man baue diese Pflanze ohnehin nur auf sonst ungenutzten Fläche n an) ist ebenfalls Quatsch. Diese Flächen werden von den Kleinstbauern genutzt um ihre einzige Kuh, ihre iege etc. weiden zu lassen, für die die a grarisch genutzte Fläche nicht ausreicht.
Das Atropha-Programm war und ist ein Fehlschlag auf der ganzen Linie. Ein Verbrechen gegen die Ärmsten der Armen.
Jatropha statt Hirse angebaut, weil Jatropha angeblich so gut auf mageren/wasserarmen Böden wächst. Tatsächlich zeigen Studien aus anderen afrikanischen Ländern, z.B. Mosambik, daß die Realität anders aussieht.
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