ETH Zürich stellt autonomen Mini-Helikopter vor

23. April 2012, 14:16

Entwicklung kommt ohne GPS und ohne Verbindung zur Bodenstation aus

Zürich - Die ETH Zürich hat am Montag einen Mini-Helikopter vorgestellt, der sich ohne GPS und Fernsteuerung in zerstörten Gebäuden bewegen kann. Flugroboter wie der "sFly" könnten bei Katastrophen eingesetzt werden, wenn es für Hilfskräfte zu gefährlich wird - etwa wenn ein Objekt einsturz- oder explosionsgefährdet ist.

Fluggeräte, die Videoaufnahmen liefern, gibt es schon, doch sind diese auf GPS und eine Verbindung zur Bodenstation angewiesen. Innerhalb von Gebäuden, in engen Straßenschluchten oder hinter dicken Mauern versagen sie oft. Nicht so der "sFly", der über drei Kameras verfügt, mit denen er seine Position und seine Flugbewegungen in Echtzeit berechnen kann.

Datenübermittlung via WLAN

Das 1,5 Kilogramm schwere Fluggerät, das seinen eigenen Computer in sich trägt, bemerkt also, ob es direkt auf ein Hindernis zusteuert und wo sich ein Durchgang befindet. Auch auf Windböen kann es reagieren und selber gegensteuern. Mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ist der "sFly" klein genug, um in engen, verwinkelten Räumen zu manövrieren. Was er mit seinen Kameras festhält, übermittelt er anschließend über WLAN an einen Bodencomputer.

Es sei erst ein Forschungsprojekt, das die technischen Möglichkeiten ausloten wolle, sagte Roland Siegwart, Leiter des Labors für Autonome Systeme, bei der Vorführung auf dem Trainingsgelände der Zürcher Blaulicht-Organisationen. Man hoffe aber, dass die Flugroboter in nicht allzu ferner Zukunft eine wichtige Hilfe sein könnten. (APA, 23.4.2012)

Share if you care
2 Postings

"Innerhalb von Gebäuden, in engen Straßenschluchten oder hinter dicken Mauern versagen sie oft."

Deshalb verwenden wir WLAN für die Informationsübermittlung ... :)

wenn die US-armee davon wind bekommt.....

uiuiui

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.