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Zürich - Die ETH Zürich hat am Montag einen Mini-Helikopter vorgestellt, der sich ohne GPS und Fernsteuerung in zerstörten Gebäuden bewegen kann. Flugroboter wie der "sFly" könnten bei Katastrophen eingesetzt werden, wenn es für Hilfskräfte zu gefährlich wird - etwa wenn ein Objekt einsturz- oder explosionsgefährdet ist.
Fluggeräte, die Videoaufnahmen liefern, gibt es schon, doch sind diese auf GPS und eine Verbindung zur Bodenstation angewiesen. Innerhalb von Gebäuden, in engen Straßenschluchten oder hinter dicken Mauern versagen sie oft. Nicht so der "sFly", der über drei Kameras verfügt, mit denen er seine Position und seine Flugbewegungen in Echtzeit berechnen kann.
Datenübermittlung via WLAN
Das 1,5 Kilogramm schwere Fluggerät, das seinen eigenen Computer in sich trägt, bemerkt also, ob es direkt auf ein Hindernis zusteuert und wo sich ein Durchgang befindet. Auch auf Windböen kann es reagieren und selber gegensteuern. Mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ist der "sFly" klein genug, um in engen, verwinkelten Räumen zu manövrieren. Was er mit seinen Kameras festhält, übermittelt er anschließend über WLAN an einen Bodencomputer.
Es sei erst ein Forschungsprojekt, das die technischen Möglichkeiten ausloten wolle, sagte Roland Siegwart, Leiter des Labors für Autonome Systeme, bei der Vorführung auf dem Trainingsgelände der Zürcher Blaulicht-Organisationen. Man hoffe aber, dass die Flugroboter in nicht allzu ferner Zukunft eine wichtige Hilfe sein könnten. (APA, 23.4.2012)
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