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Die Debatte um Urheberrechte und die Verwertung medialer Inhalte spitzt sich zu. Rodrigo Jorquera, Bundesvorstand der Piratenpartei, und Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen diskutierten mit InSite über die Rechte von Künstlern, die Verwertung von Medien und die dazugehörigen Gesetzgebungen. Zwischen den Parteien herrscht große Einigkeit, nicht zuletzt darüber, dass das Urheberrecht entsprechend den Herausforderungen und Möglichkeiten des Digitalzeitalters grundlegend überarbeitet gehört. "Das analoge System wurde krampfhaft auf das digitale System umgelegt. Das passt da nicht hin", sagt Jorquera unter Zustimmung von Zinggl. "Die Machtteilung zwischen Verwerter und Urheber muss wieder auf ein logisches Maß reduziert werden. Derzeit ist es wie eine Beziehung zwischen Vasall und Lehnsherr."
Bezahlmodelle
Unterschiede gibt es bei den Lösungsvorstellungen zur Finanzierung von Kunst. Während Zinggl die Forderung der Grünen nach einer Kultur-Flatrate unterstreicht, pocht Jorquera auf das Bestimmungsrecht der Konsumenten. "Die Wertschöpfungskette muss wieder logisch sein. Das heißt, der Urheber bekommt am meisten vom Kuchen und nicht die Person, die (Medien, Anm.) vertreibt. Andererseits muss der User die Möglichkeit haben, zu bestimmen, wo das Geld eingesetzt wird", so Jorquera. "Sowohl die User als auch die großen IT-Konzerne müssen ihren Teil leisten. Ich glaube, dass im Unterschied zu (Individualzahlungen, Anm.) diese Pauschalabgaben besser eingesetzt und verteilt werden können", entgegnet Zinggl.
Chancen des Internets
Während bei der Urheberrechtsdebatte Filesharing ins Visier der Medienkonzerne gerät, räumt Jorquera den Künstlern auch neue Chancen durch das Netz ein. "Es gibt eine Studie der Gesellschaft für Konsumentenforschung, die besagt, dass Leute, die in Tauschbörsen aktiv sind, öfter ins Kino gehen. Auch in den Zeiten, als Bibliotheken eingeführt wurden, gab es Verwerter, die dagegen waren. Es hat dann aber den gegenteiligen Effekt gehabt. Die Leute haben sich angelesen und dann die Bücher gekauft, wenn sie ihnen gefallen haben."
Ein Problem ist laut Zinggl zudem, dass Medienanbieter die Schaffung legaler Alternativen zu Tauschbörsen verabsäumt haben. "Tatsächlich ist es so, dass durch diese Quasi-Monopole die großen Labels bestimmen konnten, wann wo was wie viel genutzt werden darf. Da haben sie dann vor lauter Ja-nicht-jemandem-zu-viel-Geben übersehen, dass es ganz bestimmte Nachfragen gibt, die unerbittlich sind. Und heute haben wir den Effekt, dass der illegale Markt manchmal größer ist als der legale."
Was müsste passieren?
Was müsste EU-weit, aber auch lokal geschehen, um die Situation für Künstler zu verbessern und Rechtssicherheit bei Urheberrechten im digitalen Zeitalter zu schaffen. "Leute, die sich technisch auskennen und das Internet nicht nur vom Hörensagen kennen", sollten sich mit Künstlern und Verwertern zusammensetzen "und sich überlegen, wie wir ein digitales System schaffen", sagt Jorquera.
"Als erster Schritt ist das Urhebervertragsrecht zu installieren", unterstreicht Zinggl lokale Bedürfnisse. "Das sichert den Urhebern und Urheberinnen Grundrechte zu, die ihnen abseits von irgendwelchen Verträgen etwa Anteile an Bestsellern garantieren." (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 8.5.2012)
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jetzt der schauspiellehrer vom schauspiellehrer einen anspruch auf das werk des schauspielers der bei zweitem lehrer unterricht genommen hat weil er sein werk mit hilfe des geistigen eigentums des ersten schauspiellehrers geschaffen hat?
haben die informationlehrer von bill gates einen anspruch auf microsoft, weil diese firme mit dem geistigen eigentum ihres unterrichtes geschaffen wurde?
geistiges eigentum ist ein steinzeit idee, und bei penibler anwendung führt sie uns auch wieder in diese
Damit in Zukunft nicht nur die Kreativen von der "Flatrate" leben müssen, schließen wir fairerweise die Lehrer und Uni-Mitarbeiter ein.
Damit diese zu Beginn nicht verhungern, schlage ich einen fixen Grundgehalt in Höhe der Mindestpension vor. In Zukunft leben die dann alle von der Bildungsflatrate.
Von allen Steuerabgaben einer Privatperson werden 10% an die Bildungsflatrate zweckgebunden. Jeder Lehrer bekommt anteilsmässig von diesen 10% Steuerabgaben aller seiner Schüler seinen Anteil. Je mehr der Lehrer aus seinem Schüler macht, desto mehr Steuern bezahlt der später und desto mehr verdient der Lehrer. Macht er aus seinen Schülern Mistkerle, dann verdient er nichts.
Das wäre einmal eine sinnvolle und sehr legitime Flatrate.
die Lehrer gehen nicht allen andern auf den Geist und fordern, man moege auf neue Technologien verzichten, weil sie sonst zu wenig abcashen.
Aber ueberlegen sie was passieren wuerde, wenn die Lehrergewerkschaft E-Learning verbieten moechte, (weil die Schulen muessen schliesslich kassieren), oder fordern, dass jede E-Learning Applikation an die Lehrergewerkschaft loehnen muss.
DANN haetten die Lehrer die gleichen Probleme mit der Gesellschaft, die (vermutlich) sie haben.
Die Bildungsflatrate hamma eh schon bzw. die wird mit der Gesamtschule endgültig Realität. Der Triumph des Durchschnitts. Wo kämen wir auch hin, wenn wir die Besten fördern täten? Da ist es schon besser, die "schlechten" Schüler ständig an den Fächern zu messen, die sie am wenigsten beherrschen.
Ich habe kein Problem damit, dass Unternehmen Gewinne einfahren. Wo steht das? Ist ja auch gut so, dann kommen mehr gute Filme.
Doch die Filmindustrie braucht nicht jammern, dass sie so viel verlieren durchs Internet. Verluste zeichnen sich nirgends ab.
Ist doch vollkommen irrelevant.
Jemand macht einen Film und bringt ihn in die Kinos. Der Film wird so sehr angenommen, daß er einen Rekord einspielt. Wo ist das Problem?
Autohersteller machen auch Rekordgewinne. So what?
Nochmal: Wenn Ihnen das ned passt, gehens nicht ins Kino. Keiner zwingt Sie dazu Ihr Geld an der Kinokasse zu lassen. Entweder der Film ist es ihnen Wert, dann zahlens, oder er ist es Ihnen nicht wert, dann lassens es bleiben und motschgerns ned.
es kann natürlich auch sein, daß die betreffende Person das Prinzip des freien Marktes nicht durchschaut.
So ist das im freien Markt nämlich. Man darf verlangen soviel man möchte und niemand ist gezwungen zu konsumieren.
Wenn Audi Rekorgewinne schreibt sagt man "Tolles Auto, kann ich mir leider nicht leisten", wenn ein Film Rekordgewinne schreibt, dann heißt es "verbrecherische Contentindustrie, ich will den Film aber für lau". Dabei ist das Prinzip hinter beiden das gleiche: Gewinnmaximierung.
Würden Autopreise in der selben Art öffentlich diskutiert wie die Preise der Unterhaltungsindustrie oder die Spritpreise würden die noch viel mehr Jammern und vor allem als Druckmittel gleich mal ein paar Leut entlassen.
So, wie es z.B. die Deutsche Bank vormacht:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 62,00.html
Würden Autopreise in der selben Art öffentlich diskutiert wie die Preise der Unterhaltungsindustrie oder die Spritpreise
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Liegt daran dass Konsumenten manche Güter häufiger Kaufen als Andere? Wie viele Autos kaufen sie sich denn im Jahr? Und wie oft fahren sie Tanken?
Oder auf die Unterhaltungsindustrie umgelegt, wie viele Blu-Ray Filme kaufen sie sich im Jahr und wie viele Blu-Ray Player?
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