David Alaba klopft ganz oben an

23. April 2012, 13:53

Möglicherweise erster ÖFB-Spieler in CL-Finale - Nur Hasil gewann wichtigste europäische Club-Trophäe

Wien - David Alaba könnte am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) ein Stück österreichische Fußball-Geschichte schreiben. Sollte der Wiener mit dem FC Bayern auswärts gegen Real Madrid den 2:1-Vorsprung vom Semifinal-Hinspiel erfolgreich verteidigen und dabei von einer Gelben Karte sowie danach von einer Verletzung verschont bleiben, wäre er als erster Österreicher in einem Champions-League-Finale im Einsatz.

Als der FC Bayern vor zwei Jahren das Finale der Königsklasse gegen Inter Mailand verlor, stand der damals 17-Jährige ebenso nicht im Kader wie Marko Arnautovic bei den Siegern. Wolfgang Feiersinger spielte 1997 noch im Semifinale für Borussia Dortmund, schaffte es dann aber im Endspiel nicht ins Aufgebot.

Im Meistercup, dem Vorgänger-Bewerb der Champions League, waren zwei Österreicher in einem Finale zu sehen. Franz Hasil gewann 1970 unter Trainer Ernst Happel mit Feyenoord Rotterdam dank eines 2:1 nach Verlängerung über Celtic Glasgow den Pokal. Acht Jahre später musste sich Edi Krieger mit Brügge und Coach Happel Liverpool mit 0:1 geschlagen geben.

Als bisher letzter Österreicher nahm Sebastian Prödl 2009 an einem Europacup-Finale teil. Der Steirer verlor mit Werder Bremen den UEFA-Cup-Titel durch ein 1:2 nach Verlängerung gegen Schachtjor Donezk. Sein damaliger Clubkollege Martin Harnik saß auf der Bank. Final-Niederlagen gab es für österreichische Legionäre außerdem für Krieger mit Brügge (1976, UEFA-Cup), Kurt Welzl mit Alkmaar (1981, UEFA-Cup) und Franz Wohlfahrt mit Stuttgart (1998, Cup der Cupsieger).

Das Gefühl eines Europacup-Sieges durften neben Hasil auch Hans Krankl mit Barcelona (1979, Cup der Cupsieger) und Bruno Pezzey mit Eintracht Frankfurt (1980, UEFA-Cup) auskosten. (APA, 23.4.2012)

Österreicher als Legionäre sowie österreichische Clubs in einem Europacup-Finale:

Europacup-Sieger:

1970 Franz Hasil mit Feyenoord Rotterdam (Trainer: Ernst Happel), Meistercup, 2:1 n.V. (durchgespielt) gegen Celtic in Mailand

1972 Heinz Schilcher mit Ajax Amsterdam, Meistercup, 2:0 gegen Inter Mailand in Rotterdam (nicht im Kader)

1973 Heinz Schilcher mit Ajax Amsterdam, Meistercup, 1:0 gegen Juventus Turin in Belgrad (nicht im Kader)

1977 Johann Ettmayr mit Hamburger SV, Cupsieger, 2:0 gegen Anderlecht (nicht im Kader)

1979 Hans Krankl mit FC Barcelona, Cupsieger, 4:3 n.V. (durchgespielt, ein Tor) gegen Fortuna Düsseldorf in Basel

1980 Bruno Pezzey mit Eintracht Frankfurt, UEFA-Cup, 2:3 (auswärts/durchgespielt) und 1:0 (heim/durchgespielt) gegen Borussia Mönchengladbach

1996 Andreas Herzog mit Bayern München, UEFA-Cup, 2:0 (Ersatz) und 3:1 (Ersatz) gegen Girondins Bordeaux

1997 Wolfgang Feiersinger mit Borussia Dortmund, Champions League, 3:1 gegen Juventus Turin (nicht im Kader)

2010 Marko Arnautovic (nicht im Kader) mit Inter Mailand, 2:0 gegen Bayern München

Finalisten:

1976 Edi Krieger mit FC Brügge, UEFA-Cup, 2:3 (durchgespielt) und 1:1 (durchgespielt) gegen Liverpool

1978 Edi Krieger mit FC Brügge (Trainer: Ernst Happel), Meistercup, 0:1 (durchgespielt) gegen Liverpool in London

1978 FK Austria Wien, 0:4 im Cup der Cupsieger gegen RSC Anderlecht in Paris

1981 Kurt Welzl mit AZ Alkmaar, UEFA-Cup, 0:3 (75. Minute eingewechselt) und 4:2 (bis 80. Minute, ein Tor) gegen Ipswich

1985 SK Rapid Wien, 1:3 im Cup der Cupsieger gegen Everton in Rotterdam

1994 SV Salzburg, UEFA-Cup, 0:1 und 0:1 gegen Inter Mailand

1996 SK Rapid Wien, 0:1 im Finale Cup der Cupsieger gegen Paris St. Germain in Brüssel

1998 Franz Wohlfahrt mit VfB Stuttgart, Cup der Cupsieger, 0:1 (durchgespielt) gegen Chelsea in Stockholm

2000 Alexander Manninger mit Arsenal, UEFA-Cup 1:4 n.E. (0:0) gegen Galatasaray in Kopenhagen (wegen Handverletzung nicht im Kader)

2006 Emanuel Pogatetz mit Middlesbrough, UEFA-Cup 0:4 gegen FC Sevilla in Glasgow (wegen Gesichtsverletzung nicht im Kader)

2009 Sebastian Prödl (spielte durch) und Martin Harnik (Ersatzbank) mit Werder Bremen, UEFA-Cup 1:2 n.V. gegen Schachtjor Donezk in Istanbul

2010 David Alaba (nicht im Kader) mit Bayern München, Champions League 0:2 gegen Inter Mailand

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An alle älteren Semester: Bitte lassts doch diese Sprüche von wegen "ja aber der Krankl hat doch damals viel besser gespielt, und der Prohaska sowieso" - das lässt sich nicht vergleichen, weil der Fussball insgesamt viel professionalisierter geworden ist. D.h. so wie der Alaba heute einen Stammpplatz bei einem Topverein zu bekommen ist sicherlich tausendmal schwieriger als vor 30 Jahren. Insofern ist er eine absolute Klasse für sich und nicht vergleichbar mit den Hansee's und Konsorten.

tausend mal schwieriger? gibt's denn heute tausend mal soviele vereine als vor 30 jahren?

Nein, das stimmt so nicht. Ja, die Spieler sind besser und leistungsfähiger geworden. Aber natürlich auch die Vereine und das rundherum. Du wirst heute schon als jugendlicher mit Talent 1000 mal besser aufgebaut und wirst als Profi ebenso 1000 mal besser betreuut.

Von Training, über Taktik, über Medizin usw.

Der Vergleich ist nur dann möglich, wenn man vergleicht was die Spieler aus den Rahmenbedingungen die vorherrschten gemacht haben. Und da ist auch ein Krankl sicher nicht unter einen Alaba zu stellen...

der david ist eine sensation

wie der netzer so schön sagen würde: seine mentale stärke 'entzückt' mich!

Man könnte meinen die genannten Spieler machen den Verein aus.

Alaba ist was durch die Bayern geworden - und nicht umgekehrt.

Ewald Lienen: "Bevor Alaba hinten links gespielt hat, kam bei den Bayern überhaupt kein Druck über die Seiten. Das war ein toller Schachzug von Heynckes, Alaba dort spielen zu lassen."

Recht hat er, der Lienen!

Bitte hört mit den Vergleichen auf! ALABA spielt in München.

Fragt euch lieber warum Bayern über 350 Spiele zu hause und auswärts ausverkauft ist. Wien hat ca.1,7 mill.Einwohner und München ca,1,4 mill. Einwohner.Ausverkauft mit 66 000 bis 69 000 Bayern und Rapid oder Austria? Die füllen nicht mal die eigenen Stadien, geschweige das Happelstadion.Ein Wiener und Bayernfan, und das schon über 40 Jahre.

Antwort

die haben halt Muenchner als Publikum

als bayernfan solltest du wissen, das die bayernfans eher vom land kommen, der freistaat bayern hat 12 mio einwohner also 5 mal soviel wie der großraum wien.

also die bayrischen Franken

fahren garantiert nicht nach Mchn zum Fußballschauen!

es gibt auch keine bayerischen franken.

aber grundsätzlich haben sie recht. wenn man gesamt bayern als einzugsgebiet der bayern-fans sieht, dann muss man bei wien ja auch nicht beim großraum aufhören, sondern kann ganz österreich nehmen.

warum sollten nürnberger oder fürther bayern-fans sein?

Die Antwort lautet:

München liegt in Deutschland, das ungefähr 10x mehr Einwohner hat mit einem ca. 13x größeren BIP.
Wien ist groß, alle anderen Städte sind klein, nicht so in D.
Die Frage sollte lauten: Warum sind wir nicht so erfolgreich wie die Schweiz?

in der schweiz gehts aktuell ganz steil bergab mit fussball...

das woll ma wirklich nachmachen?

Bei aller berechtigten Begeisterung für Bayern:

Das BIP Bayerns betrug 2010 430 Mrd. Euro, das von Österreichh 340 Mrd. Euro. Wie Sie auf 13 x für Bayern mehr kommen, entzieht sich meinen Rechenkünsten.Die Arbeitslosigkeit ist in Bayern erheblich geringer, als in Ö.

Aber Österreich (Wien ausgenommen) ist muffig und hinterwälderisch - im Gegensatz zu Bayern.
Unsere Nachbarn im Süden sind von ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexen gepeinigt. Gott mit dir, du Land der Bayern!

man kann annehmen, dass der vergleich mit deutschland war, nicht mit bayern. ihrem zweiten absatz kann ich mich nur anschliessen, obwohl die österreicher von den bayern abstammen

1. grün für die richtige Analyse
2. Versuch eine Antwort:
Die Schweiz hat im Gegensatz zu Österreich die Euro nachhaltig zur Verbesserung der Infrastrukturen der Klubs genutzt - wir haben das Gegenteil getan.
Die Schweiz hat seit über zehn Jahren so etwas wie ein von der Jugend bis zum A-Team durchgehendes Konzept, welches zufällig der Spielweise der Topteams der Liga auch noch sehr ähnelt bzw entgegenkommt.

Österreich ist zu klein für 20 Profi-Fußballklubs - das vorhandene Potenzial an Sponsoren etc muss besser ausgenützt werden.

Eine 10er Liga ist auf Dauer sportlich wertlos, aufstocken auf 16-18 Klubs, maximal 2 Absteiger Direktaufstieg von den 2 Meistern der 2.höchsten Spielklasse - Infrastukturelle Voraussetzungen für Aufstieg

Was meint eigentlich unser Super-Kommentator Herbert Prohaska dazu, der Constantini dafür hinterfragt hat ob man wirklich schon 'Kinder' einberufen soll...

der "typische" oesterreicher ist schon lustig. hat ein schwarzer oesterreicher erfolg, ist er natuerlich einer von uns. aber hat er keinen, oder streift unerkannt durchs land, ist er natuerlich drogendealer oder schlimmeres...

Sehr richtig

Dieses Phänomen ist allerdings nicht nur in Österreich zu beobachen, siehe Frankreich (Zidane,...) oder Deutschland (Özil, Cacau,...).
Ich schätze,dass Immigranten häufig anonymisiert und "in einen Topf geworfen werden". Heben Sie sich aber durch sportliche Leistungen für das Land hervor, bekommen sie (für den Fernsehzuschauer) ein Gesicht und eine Persönlichkeit, man kann sich mit ihnen identifizieren und ist stolz auf sie.

Sehr gut beobachtet!!! Man denke nur an den peinlichen Wahlspruch "Nur Mut für Wiener Blut, zu viel Fremdes tut niemandem gut."

geh bitte ins politik forum und poste dort.

hier gehts um den fußballer alaba, und nicht darum auf dessen schulter politische stimmung zu machen.

kaum hat jemand dunkle hautfarbe und ist in öffentlichkeit akzeptiert (bis hin zu beliebt) wird er von manchen idioten gleich zur selbstprofilierung mißbraucht.

der rassismus liegt hier bei dir mein freund.

rein aus interesse: von woher schreiben Sie? keine ü/ä/ö? stattdessen ue/ae/oe?

Wahrscheinlich vom Apfel.
Die Umlaute sind bei denen nicht einfach als Hardwaretasten verfügbar.

http://www.tandswebdesign.com/blog/wp-c... 080226.jpg

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