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Kimberger will, dass Klassenvorstände und Schulleiter besser bezahlt werden.
Dem Vorsitzenden der Pflichtschullehrergewerkschaft, Paul Kimberger, geht der Vorschlag von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), dass alle Lehrer in der Unterstufe gleich viel bezahlt bekommen sollen, nicht weit genug. "Das ist mir zu wenig", sagt Kimberger im Gespräch mit derStandard.at. Er wünscht sich eine gleichwertige Ausbildung aller Lehrer und Lehrerinnen auf Masterniveau. "Das zieht auch eine gleichwertige Bezahlung nach sich", so der Gewerkschafter. Lehrer von Kindern ab dem fünften bis zum 19. Lebensjahr sollen demnach dasselbe Gehalt bekommen.
"Dazu brauchen wir schnell eine neue Lehrerausbildung", so Kimberger. Lehrer, die bereits im Dienst sind, sollen dann die Möglichkeit bekommen, einen Masterabschluss nachzuholen. Ob jene, die das nicht tun, weniger Geld bekommen sollen, will der Gewerkschafter noch nicht beantworten. "Darüber muss man reden", sagt er.
AHS-Lehrer: "Vorstellbar"
Für den Vorsitzenden der AHS-Lehrervertretung, Eckehard Quin (FCG), ist eine Angleichung der Lehrergehälter angesichts des geplanten Master für alle Pädagogen "nicht unvorstellbar". Ablehnend reagierte er hingegen auf die Idee, dass es unterschiedliche Gehälter für die Lehrer an Sekundarstufe I und II geben soll. Bei den Gymnasien als Schulform, die auf acht Jahre ausgerichtet sei, wäre es absurd, wenn ein Lehrer für den Unterricht in einer vierten Klasse weniger verdienen würde als in der fünften Klasse, so Quin.
"Schlechter Vorschlag"
Schmied hatte zudem angedacht, dass Lehrer, die Hauptfächer unterrichten, besser entlohnt werden könnten. "Das ist ein schlechter Vorschlag", meint Kimberger dazu. Er spricht sich dafür aus, stattdessen "Schlüsselfunktionen" in den Schulen besser zu bezahlen. Für den Gewerkschafter sind das etwa Klassenvorstände, Schulleiter und Fachkoordinatoren.
Anlauf für Verhandlungen im Juni
Kimberger geht davon aus, dass die Verhandlungen zum neuen Lehrerdienstrecht zwischen der Regierung und der Gewerkschaft im Juni richtig anlaufen. Beim ersten Verhandlungstermin im Mai werde die Regierung ein Konzept vorlegen, das sich die Gewerkschaften in Ruhe ansehen wollen. "Wir werden uns dafür Zeit nehmen", so Kimberger.
Wann die Verhandlungen abgeschlossen werden, ist unklar. "Jene, die glauben, dass das Dienstrecht in einer dreitägigen Klausur fertig verhandelt werden kann, kennen sich auf diesem Gebiet nicht aus", meint der Gewerkschafter. "Es geht darum, ein attraktives und modernes Dienstrecht anbieten zu können." Das gelte vor allem deshalb, weil eine Pensionierungswelle anstehe und junge Menschen vom Lehrerberuf überzeugt werden müssten, so Kimberger. (Lisa Aigner, derStandard.at, 23.4.2012/APA)
Hintergrund
Pflichtschullehrer unterrichten an Volks-, Haupt- und Sonderschulen. Sie werden von den Ländern bezahlt und verdienen rund 15 Prozent weniger als als AHS- und BMHS-Lehrer, die vom Bund bezahlt werden. Pflichtschullehrer werden an Pädagogischen Hochschulen ausgebildet, während AHS- und BMHS-Lehrer einen Uni-Abschluss machen müssen.
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als man für Unterricht in der Unterstufe braucht.
Für das, was in der Oberstufe notwendig ist, würden 2-4 Semester locker reichen.
Der Rest des Studiums sollte für Didaktik, Gruppendynamik, Kriesenintervention etc. verwendet werden, aber damit können offensichtlich die Damen und Herren UV-ProfessorInnen nicht leben, sind sie doch WissenschafterInnen im allerwichtigsten Fach.
Aber was interessiert den Herrn Gewerkschafter?
Richtig: die Gage.
Und wen interessieren die Kinder?
Uuuppps, die sind ja auch noch da!
Kann man das nicht ändern?
Einen Gewerkschafter hat nur meine Gage zu interessieren! Dafür bezahle ich ihn.
Komische Ansicht Ihrerseits! Ein Gewerkschafter ist kein Vertreter des Dienstgebers (in diesem Falle der Staat).
und für die alle, also sowohl Vertretende als auch Vertretene sollten doch bitte endlich wieder einmal auch die Kinder wichtig sein.
Ich habe in meinem Freundeskreis ein paar wirklich engagierte und gute LehrerInnen und glaube daher noch immer, daß die LehrerInnen für die Kinder da sind und nicht umgekehrt.
Weiß ich nicht, aber: gibt´s die Rollett noch?
Oder lernen die LehramtsstudentInnen an der Uni Wien jetzt schon was in Pädagogik?
Seinerzeit hat es ja gereicht, ihre Vorlesungen und Übungen zu inskribieren.
Eine Prüfung mußten nur die ablegen, die um "Nachsicht vom Versäumnis einer Lehrveranstaltung" ansuchen mußten und sie somit um ihre sog. Kollegiengelder gebracht haben.
absolvieren, inkl. Hospitationsprogramm und praktischen Übungen. Die Lehramtsausbildung an der Uni ist der an PH durchaus ähnlich, fachlich um Klassen besser und pädagogisch-didaktisch durchaus gleichwertig. Sie dauert nur doppelt so lange, und das sollte sich im Gehalt niederschlagen.
Dass die Einen oder die Anderen "nicht unterrichten" können, ist eine ebenso sinnlose Verallgemeinerung wie das Gegenteil.
Aber das ist ja alles schon gesagt, und die Verhandler aus dem Ministerium interessieren die Fakten wenig. Hier wird nur ausgelotet, "was geht".
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