Broschüre soll Wissenslücken stopfen

  • Mit mehr Finanzwissen werden weniger Produkte gekauft, die nicht gebraucht werden.
    foto: apa/barbara gindl

    Mit mehr Finanzwissen werden weniger Produkte gekauft, die nicht gebraucht werden.

Der Konsumentenverein und der Versicherungsverband wollen bei Konsumenten das Basiswissen über Versicherungen aufbessern

Wien - Mit einer gemeinsamen Broschüre wollen der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und der Versicherungsverband VVO das Wissen in der Bevölkerung über Versicherungen verbessern. Jedem VKI-Testmagazin "Konsument" wird in der Mai-Ausgabe ein Sonderheft mit dem Titel "Rundum versichert" beigelegt, in der die wichtigsten Versicherungsprodukte und Fachbegriffe so einfach wie möglich erklärt werden. Gleichzeitig werden die Infos auch auf den Webseiten des VVO und VKI zum runterladen bereitgestellt, dort auch in englischer, kroatischer, serbischer und türkischer Sprache.

"Es gibt nur eine Sache auf der Welt die teurer ist als Bildung: Keine Bildung", zitierte VVO-Generalsekretär Louis Norman-Audenhove am Montag bei einem Pressegespräch in Wien einen Ausspruch des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy.

Jeder zweite Freizeitunfall nicht versichert

Beim Thema Finanzwissen gehe es oft nur um einfache Dinge, mit denen verhindert werden könnte, dass Produkte gekauft werden, die nicht gebraucht werden, so VVO-Präsident und Allianz-Österreich-Chef Wolfram Littich. Finanzbildung sei vor allem auch ein Thema für die Jugend. Jeder fünfte Jugendliche könne nicht Prozentrechnen, jeder zweite Freizeitunfall sei mangels Wissen darüber nicht versichert und 750.000 Österreicher hätten Schuldenproblem, argumentierte Littich. Gleichzeitig würden 90 Prozent der Österreicher meinen, dass die Finanzbildung verbessert werden sollte. Der mündige Konsument sei der Schlüssel zu vernünftigen Kaufentscheidungen, betonte Littich.

180.000 Stück Auflage

Der mündige Konsument brauche einfache und grundlegende Informationen zu einzelnen Versicherungen, meinte auch VKI-Geschäftsführer Franz Floss. Er würde jedem Österreicher eine private Unfallversicherung empfehlen, damit etwa auch Freizeitunfälle versichert sind. Sinnvoll wäre auch eine private Haftpflichtversicherung und eine Eigenheim-/Wohnungsversicherung. Mit der mehrsprachigen Ausgabe könne man Bevölkerungsschichten erreichen, die normalerweise nicht erreicht werden. Damit trage man dem demografischen Wandel Rechnung. Auch zu den VKI-Beratungsstellen würden immer mehr Menschen mit ausländischem Hintergrund kommen. Die Auflage des "Konsument" bezifferte Floss mit 180.000.

Floss ortet generell großes Interesse an Finanzthemen in den Schulen. Alle zwei Jahre veranstalte der VKI die Aktion "Jetzt teste ich", bei der Schüler irgendwelche Produkte testen könnten. Zuletzt seien über 200 Projekte eingereicht worden. "Hier ist Nachfrage", so Floss. Im Herbst werde mit einer neue Runde begonnen.

Über folgende Versicherungsprodukte informiert die Broschüre: Kfz-Haftpflicht, Kfz-Kasko, Unfallversicherung, Private Haftpflicht, Zusatzkrankenversicherung, Haushalt und Eigenheim-Versicherung, Lebensversicherung und Reiseversicherung. (APA, 23.4.2012)

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7 Postings
es wär mal höchste zeit dem vki sämtliche staatszuschüsse zu streichen

ist ja ein witz, jetzt gibt er eine bröschüre der versicherungswirtschaft heraus.
anstatt vorzurechnen wie unnötig etwa private haftpflichtversuicherungen oder gar wohnungsversicherungen sind werden die auch noch empfohlen.
wann vergibt der vki endlich an sich selbst mal die zitrone, bzw scheint in einer der anderen kolumnen in konsument auf wo vor unseriösen firmen gewarnt wird?

Haftpflichtversicherung ist ja nun wirklich die wichtigste von allen. Einmal läuft was schief und man zahlt bis ans Lebensende. Da zahl ich doch lieber die 20 Euro im Jahr.

So,aufgepasst

ich werde jetzt eine Wissenslücke schließen-Nein kein Dank nötig:
Wer hat die Katzenklappe erfunden?
Isaac Newton.
Bitte sehr.

und wer hat die Tür erfunden?

ich schließe lücke mal mit einem posting:

versicherungen sind eine mischung aus pyramidenspiel und casino - der vers.nehmer wettet mit dem vers.geber, daß ihm was schreckliches zustößt (versicherungsfall), die versicherung wettet dagegen - gleichzeitig hofft der versicherungsnehmer, daß genug andere menschen so eine wette abschließen, damit die versicherung im schadensfall auch geld zum auszahlen hat.
die versicherung wiederum versucht so viel wie möglich zu kassieren und sowenig wie möglich auszuzahlen um anständig profit zu machen.
dann gibt es noch kapitalvernichtende lebensversicherungen, bei denen den menschen staatsanleihen aufgeschwatzt werden, deren zinsen sie mit ihren steuer selbst bezahlen + 70% bearbeitungsgebühr

a bissl a Freude haben´s aber schon noch im Leben?

Dann mal schön vorsichtig.

No risk no fun.

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