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Wien - Nach Vorstellung des neuen Präsidenten des Österreichischen Kunstsenats, Josef Winkler, soll der Große Österreichische Staatspreis künftig nicht nur in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Musik und Literatur, sondern auch in der Sparte Film verliehen werden. Das sagte Winkler, dessen Bestellung am Montag von Kulturministerin Claudia Schmied offiziell bestätigt wurde, im Ö1-"Morgenjournal". Der 59-jährige Kärntner Schriftsteller löst den Architekten Hans Hollein (78) für vorerst drei Jahre an der Spitze des 21-köpfigen Gremiums ab, das unter anderem die öffentlichen Stellen berät und die Staatspreisträger vorschlägt.
Kunstsenat aktiver gestalten
Winkler will die Arbeit im Österreichischen Kunstsenat künftig wesentlich aktiver gestalten: "Ich wünsche mir, dass alle Senatsmitglieder für die österreichische Kultur, auch für die jungen Menschen, die im Aufbruch sind, Kunst zu machen, Ideen entwickeln, denen weiterhelfen und verschiedene Barrieren wegräumen vor den Füßen und vor den Köpfen."
Als ein konkretes Vorhaben nannte er die Initiierung eines Bibliotheksgesetzes, wie es etwa der Büchereiverband seit Jahren fordert. "Es ist etwas ganz Einzigartiges in ganz Europa: In Österreich gibt es kein Bibliothekgesetz", so Winkler im Ö1-"Morgenjournal". "Wenn es dieses Bibliothekgesetz gibt, dann werden die hier in Kärnten und Klagenfurt, ob sie wollen oder nicht - und sie wollen nicht, ich sag's ihnen, sie wollen nicht -, dann werden sie trotzdem hier eine Bibliothek errichten müssen. Ich halte das für ein Menschenrecht."
Mit seinem Bestreben, dem Kunstsenat künftig mehr Gewicht zu verleihen, stößt Winkler bei der Kulturministerin offenbar auf positive Resonanz: "Der Kunstsenat erfüllt als moralische und kritische Stimme eine wichtige Funktion in der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft. Mit seinen Beratungen und Äußerungen übernimmt er eine wesentliche Rolle in der Kunst und Kultur in Österreich", blickte Schmied in einer Aussendung "einer konstruktiven und vor allem im besten Sinne der Kunst und Kultur ausgerichteten Zusammenarbeit entgegen": "Wenn wir uns vergegenwärtigen, welchen unbezifferbaren Wert Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft, für Österreich, für Europa hat, dann muss es unser gemeinsames Ziel sein, dieses Bewusstsein in der Bevölkerung zu stärken."
Neue Vizepräsidenten
Hans Hollein war seit 1999 Präsident des Kunstsenats, der sich ausschließlich aus Staatspreisträgern zusammensetzt. Mit der Künstlerin Brigitte Kowanz und dem Komponisten Heinz Karl Gruber wurden auch neue Vizepräsidenten gewählt. Sie ersetzen den Dichter Gerhard Rühm und den Maler Christian Ludwig Attersee.
Die derzeitigen Mitglieder des Kunstsenats sind Ilse Aichinger, Siegfried Anzinger, Christian L. Attersee, Joannis Avramidis, Günter Brus, Friedrich Cerha, HK Gruber, Georg Friedrich Haas, Peter Handke, Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer, Brigitte Kowanz, Maria Lassnig, Friederike Mayröcker, Gustav Peichl, Walter Pichler, Wolf D. Prix, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Kurt Schwertsik und Josef Winkler. Durch die Begrenzung des Gremiums auf 21 Mitglieder sind nicht alle Träger des jährlich vergebenen Großen Österreichischen Staatspreises im Kunstsenat. So sind Günther Domenig (Staatspreis: 2004), Hermann Nitsch (Staatspreis: 2005), Olga Neuwirth (Staatspreis: 2010) und Heinz Tesar (Staatspreis: 2011) (noch) keine Mitglieder.
Der mit 30.000 Euro dotierte und 1950 begründete Große Österreichische Staatspreis wird bisher ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, Bildende Kunst und Architektur vergeben. Den Großen Österreichischen Staatspreis 2012 erhält der Autor Peter Waterhouse (55) Ende Juli im Rahmen der Salzburger Festspiele überreicht. (APA, 23.4.2012)
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in klagenfurt gab es ab 1570 die erste bibliothek und aktuell gibt's: die uni-bibliothek, die pädak-bibliothek, die bibliothek im landesmuseum, die bibliothek im landesarchiv, die bibliothek des landeskonservatoriums, die diözesanbibliothek, das musil-archiv, die slowenische studienbibliothek, die ak-bibliothek, die öffentliche bibliothek viktring und eine ganze reihe weiterer schul- und fachbüchereien.
in villach und spittal, da hätt's beizeiten (in den siebzigerjahren) stadtbibliotheken gebraucht ...
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