ZX Spectrum: 30. Geburtstag einer Computer-Ikone

23. April 2012, 09:01
  • Unverkennbar: Der ZX Spectrum von Sinclair.
    foto: bill bertram / wikimedia

    Unverkennbar: Der ZX Spectrum von Sinclair.

  • Ein eigener Google Doodle darf zum Geburtstag natürlich auch nicht fehlen.
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    screenshot: redaktion

    Ein eigener Google Doodle darf zum Geburtstag natürlich auch nicht fehlen.

Hatte vor allem in Großbritannien jahrelang den Markt dominiert - Mit niedrigem Preis dort sogar den C-64 in die Schranken verwiesen

Eine der großen Legenden der Heimcomputerära feiert dieser Tage seinen 30. Geburtstag: Der von Sir Clive Sinclair entwickelte ZX Spectrum feierte damals vor allem in Großbritannien rauschende Erfolge, wie die BBC in einem aktuellen Artikel erinnert.

Design

Bis heute bleibt das Design des ZX Spectrum unvergessen, das mit heutigen Computern - oder auch direkten Konkurrenten wie Commodores C-64 - kaum etwas gemein hat. Der entscheidende Faktor für den Erfolg des des ZX81-Nachfolgers war aber ein anderer: Über den niedrigen Preis konnte man die Konkurrenz unterbieten, und sich so zumindest in Großbritannien jahrelang zum am meisten verkauften Heimcomputer aufschwingen.

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"Kostet weniger als die Hälfte im Vergleich zur direkten Konkurrenz" - so bewarb man einst den ZX Spectrum, und hatte damit durchaus recht. Durch ein schlaues Design konnte man den direkten Mitbewerb - den von Acorn produzierten BBC Micro - deutlich unterbieten. Der niedrige Preis half sogar dabei jahrelang den hardwaremäßig  besser aufgestellten C-64 in die Schranken zu verweisen.

Eckdaten

Das Grundmodell des ZX Spectrum kostete einst 125 britische Pfund, dies mit einer Speicherausstattung von 16 kByte. Für die Ausführung mit 48 kByte RAM musste man bereits 175 Pfund berappen, beide waren mit einem eigenen Basic von Sinclair ausgestattet. 

Doodle

Der Geburtstag des Computerklassiker wird übrigens auch bei Google gebührend gefeiert: Auf der britischen Startseite der Suchmaschine erinnert ein "Google Doodle" an den unvergesslichen Grafikstil des ZX Spectrum. (red, derStandard.at, 23.04.12)

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..nach der Schule erstmal stundenlang aus dem Mittelteil der "Happy Computer" Programme auf der Gummitastatur abtippen und danach zur Belohnung 3D Deathchase zocken! Kann man sich heute nur noch wundern und dabei war das damals sooo schön :)

Happy Birthday ZX81 ..Du hast mir viele unvergessliche Stunden bereitet!

ZX81 war aber der vorgänger vom spectrum.

Ich arbeite gerade an drei neuen Spielen für den ZX Spectrum, die noch dieses Jahr erscheinen sollen.

Und die Spectrum Szene ist nicht Tot. Vor drei Tagen erschien z.B. der Shooter "More Tea Vicar?" (128K version kostenlos, 48K Version auf Kassette bei Cronosoft um 4 Pfund). Es erscheinen ca. 50-100 neue Spiele pro Jahr.
Man kann alle Spiele inzwischen mit DivIDE von CF-Karten laden.
Es gibt noch einen Deutschen Spectrum Profi Club mit eigenem Magazin (Magazin-Redaktionssitz in Wien):
http://womoteam.de/Uber_uns/... r_uns.html
Die 8-Bit Zeiten mögen also für einige vorbei sein, aber es gibt einen harten Kern der den Spectrum unterstützt.

10 print "Hallo"
20 goto 10

Will it blend?

der Sinclair Q war

auf alle Fälle um einiges besser als der Commodore wegen des eingebauten Microdrive. Kein Kassettenspieler und ne halbe Stunde auf das Laden der Programme warten.

Nö.

Das Microdrive war zwar schneller als die Kassetten, aber deutlich langsamer als die Floppy-Discs, die sich zur QL-Zeit (übrigens QL, nicht: Q) 1984 doch schon durchgesetzt hatten.

Der QL kam etwa ein Jahr zu spät heraus, um noch ein Erfolg zu werden. Selbst zwischen 1985 und 1990 wurde vorrangig (im Vergleich zum QL) der Spectrum mit Software-Titeln beliefert. Und spätestens um 1989/1990 herum, als Amiga und Atari ST eine akzeptable Preis-Range erreichten, waren die 8-Bit-Zeiten ohnehin vorbei.

mein erster

die plus version. man war aber damals ein einzelgänger in der c-64 umwelt.

ORIC-1 ftw! ;-)

Gibt es dafür etwa Programme zu kaufen?

Ich glaube das Angebot war von je her eher bescheiden.

10 clear screen
20 for x = 1 to 32
30 for y = 1 to 48
40 plot (x, y)
50 call sound (3000+y*500, 0)
60 next y
70 next x
80 goto 10

syntax error in 50, wenn ich mich recht erinnere. "call sound" ist glaub ich commodore-geschwätz, wir spekis sagen "beep"

ja stimmt, call sound (frequenz, dauer) war TI99/4A

ich glaub der ZX konnte überhaupt keinen sound, oder ?

ZX81 hatte keinen Sound. Der Spectrum schon: BEEP.

Natürlich konnte er auch Sound produzieren. Er hatte einen eingebauten "Lautsprecher", d.h. nix über Fernseher. So einfach wie der VC20 oder C64 war er allerdings nicht zu programmieren punkto Sound.

War einer der Gründe (gemeinsam mit der grausamen Tastatur), weshalb ich mir das kleine Kerlchen nicht gekauft hab.

Hier mal eine nette Besprechung aus US-Sicht:

http://www.youtube.com/watch?v=tqnIa4rXK_c

Läuft da Crysis flüssig drauf?

:-)

Das Crysis, dass es vor 30 Jahren gegeben hat, läuft definitiv flüssig darauf.

Höchstens in dem Sinn...

dass die jüngere Generation eine "Crysis" kriegt, wenn sie mit der mehrfachbelegten Gummitastatur tippen muss. ;)

Man musste die Mehrfachbelegung ja nicht nutzen. Man konnte das alles auch tippen.

Nur in 128K Basic.

in 256x192 in 16 Farben ja

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