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Lüttich - Zwei Jahre nach Alexander Winokurow hat wieder ein Radprofi aus Kasachstan den ältesten Klassiker der Welt gewonnen. Maxim Iglinski setzte sich am Sonntag in der 98. Auflage des letzten Frühjahrs-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich durch. Im Ziel nach 258 Kilometern hatte der Astana-Fahrer 21 Sekunden Vorsprung vor Vincenzo Nibali, der 19 Kilometer vor dem Ziel mit großer Vehemenz attackiert hatte. Der Italiener hatte schon wie der sichere Sieger ausgesehen, aber auf der finalen Steigung auf die Cote de Saint Nicolas überholte ihn Iglinski im belgischen Industrie-Bezirk noch.
49 Kilometer nach dem Start hatte sich eine zunächst sechs Fahrer starke Ausreißergruppe gebildet. Fünf davon wurden bei kühler Witterung und Nieselregen vom ersten Teil des Fahrerfeldes mit Nibali an der Spitze erst 20 Kilometer vor Ans auf der vorletzten Steigung eingeholt. Sechs Kilometer vor dem Ziel hatte Nibali noch 46 Sekunden Vorsprung, musste dann aber seinem scharfen Tempo Tribut zollen und hatte dem überragenden Iglinski nichts mehr entgegenzusetzen.
Enttäuschend verlief die Vorstellung des Nissan-RadioShack-Kapitäns Andy Schleck (Sieger 2009), der für die neu gegründete Formation von Johan Bruyneel die Tour de France gewinnen soll. Auch sein Bruder Frank konnte sich am Sonntag nicht hervortun. Beide Luxemburger erreichten das Ziel im abgeschlagenen Hauptfeld. Der zweite große Verlierer war der einheimische Titelverteidiger Philippe Gilbert. (APA, 22.4.2012)
Ergebnisse des Rad-Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich (258 km) vom Sonntag: 1. Maxim Iglinski (KAZ) Astana 6:43:52 Std. - 2. Vincenzo Nibali (ITA) Liquigas-Cannondale + 0:21 Min. - 3. Enrico Gasparotto (ITA) Astana 0:36 - 4. Thomas Voeckler (FRA) Europcar - 5. Daniel Martin (IRL) Garmin-Barracuda - 6. Bauke Mollema (NED) Rabobank alle gl. Zeit
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Nibali kann einem schon leid tun. Ich hab mir schon früher gedacht, dass Iglinski näher dran ist, aber auf Eurosport sinds erst bei der Unterführung draufgekommen.
Aber da haut er sich 18 km vorm Ziel weg, fährt alles allein im Wind, dann steht er am letzten Anstieg wie ein nasser Sack und der Iglinski nimmt den Sieg dankend mit. Ich hätts ihm gegönnt.
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